Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
Seite
22
JPEG-Download
 

22

djen denPapst beim-

Die H Le,

gionwird

vomKnyser

inFrankk«

«ich g«,

Kuwi*

Sinkoninos'siarckl seineknndsleuk/und wirdsnnarkyret.

Von dem-H. Ritter Mauritio/

dem Obersten Christlichen Haupt/undPriester / dem Heil. Papst Marcellinonachgefragt/und für ihne gekehrt / sichöffentliche Christen / und seine wahreSchafflein bekennt. St. Marcellinusaus anschauung einer so grossen und rit-terlichen Zahl Thebeer/ und Christen/ward nit allein höchlich erfreuet / sonderfönte sich ihrer auch nit genug verwun-deren / daß sie so frey / und öffentlichChristum/ und ihren Christlichen Glau-ben dörfften bekennen; bey Regierungso Tyrannischer Käysern/ und Verfol-gern deß wahren Glaubens: derowe-gen stärckte Papst Marcellinus nit al-lein die gantze Legion in solchem Glau-ben / und wahrer Christlicher Erkant-nuß zuverharren / ja / wann es von-nöhtcn seyn wurde / ihr Blut / Leib /und Leben dessentwegen zuvergiessen /und darzustrecken / und als er alle mit: )em Herl. Sacrament der Firmung ge-lärcket / entliesse er die gantze Thebai-che Legion / nach öffentlichem Apostosischen mitgetheiltem heiligen Seegen.

Ääyser Deocletianus behielte die off-termelte Legion nicht lang in Rom / son-der gäbe stracks befelch Mauritio/sichvon Rom in Franckreich / mit starckenfortreysen zubegeben / und Maximianonachzuziehen / auch sich auf dem Weegmit Annehmung mehrer Soldaten zu-stercken/ und die Macht zumehren: undist nit zUZweGen es haben sich vil Chri-sten in dsse Christliche Legion / so vonsechs tausent / sechs hundert sechs undsechtzia Männern gewesen ( dann sovil ist ein Legion ) lassen schreiben.Dise alle nahmen ihren Paß von Romohnferr von Placents da St. Antoninusgebürtig war / der sich wie oben ver-melt / in Egypten zu ihnen geschlagen/mit ihnen gelebt / und über Meer nachRom und Placents gereiset / und wei-ters fort zureisen willens. Aber als ersahe daß sein Vatterland / und seineBlutsverwanten aus grosser Forchtder wütenden Käyseren in ChristlichenGlauben von dem wahren Glauben ab-gewichen ; bäte er St.Mauritium ihnezuentlassen zu seines Vatterland Nutz /und viler Seelen Heyl. Das wardihme vergünstiget / und ward mit Pre-digen / und gutem Exempel so eyfferig/daß er vil widerum zu dem ChristlichenGlauben brachte / und also stärckete /daß sie entschlossen ehe alle Marter zu-leyden / dann solchen jemahlen zuver-leugnen. Wie er dann Antoninus sel-ber ohnlang hernach/die Martyr-Cronzu Placents erlangte / dessen Fest Jähr-lich den zv. Tag Herbstmonats gehal-ten wird. ...

Mauritius aber mit ferner gantzenLegion eilten durch Italiam über den

Fluß Po nach Piemont / über den BergJovrs tu Underivalliö/ und fanden Käy-ser Maximranym zu Octodur Mit seinergantzen Kriegsmacht rastend / von de-me sie dannhöffiichempfangen/ ausge-stohmen/ und gehalten worden. Nachdeme nun die gantze K'äyscrliche Arma-da zu Octobur beysammen / und be-schlossen harten / so bald man durch dieClauß zu Agauno ylstdurch käme / denFeind anzugrersien/ woue er zuvor sei-ne Abgötter mit einem stattlichen Opf-fer versöhnen/ und verehren/ und dergantzen Armada solches auch zuvolbrrn-gen befohlen / auch aus dem neuen Al-tar öffentlich / und treulich zuschweren/daß sie alle wider die Aufrürstche Be-gauden in Franckreich / und gleichfallswider alle Christglaublge ( ais der Rö-mischen Götter rödrltche Fund ) streirten/ undJhroKayserl. Marestär dienenwolten. Ab solchem so strengen Be-felch entsetzten sich nit allein die gantzeThebalsche Legion / sonder auch mehrandere Christen / so under anderenFähnlein / und Hauptieutyen den Rö-mischen Käyseren dtenelen: denen ,ol-che Abgöttische Opffer / und be,chwer-den niemahlen so lang sie Christen wa-ren zugemuhter worden; da dann wolgespürt worden / daß dise Opffer/ undGebott em neuer fund die Christen zu-verfolgen / und auszutilgen. Dieweilaber St. Secundus / ein Mit-Obrtster /und Nächstverwandter St. Mauntij/an demKäyserlichen Hof wohlvordient/und in grossem ansehen / auch K'äyserDiocletmno / und Maximiano / wiehievor gehört / lieb/ und werth war /tratte er im Nähmest der gantzen Legi-on für Käyset Maximianum/ bittende/daß er ihnen / und allen Christen / sol-ches Abgöttische Opffer und scharpffestBefelch nicht zummyen wolle / weil kei-ner under ihnen von dem ChrkstlichestGlauben abstehen wurde / und sein Ge-wissen beschwüren. Daraus Maximia.nus ergrimmet / ihne Secundum ge-länglich anzunehmen befähle / und tnLiguriam in die Statt Vmtimilio / zusichren / und dem Vogt Agrestis zuü-berantworten/ mit dem Befelch/ ,hneSetundum hinzurichten: Also ward St.Secundus den 26. Augusti um den Nah-men Christi / Christlichen Glauben ent-hauptet / und GOtt thätt durch ihnegrosse Wunderrelchrn. Dessen heiligerLeichnahm noch zu Turm in Piemontm Friden ruhet.

St. Mauritius ein Oberstes Hauptder gantzen Thebaischen Legion / mitRath seiner fürnehmsten Vefelchhabern/achteten am besten / und rarhsammestenruseyn / das Läger vor Octodur zuschleisiftn/ und mit der gantzen Legion hinge-gen

Dir The«

baische»kommm inüLalliß/«od svlkenbenGöttem

vpsMN.

S. Seeiut«dus wirdbefangen/und Ent.hanpktt.

Cip. <f.S Maun«kiusjvgenit den sei«nigen vomKavser avjsA-aui«.