Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Und seiner gantzen Lhebeischen Legion»

burgensis in Kayser Henerici deßvierd- mehrertheils Christliche Soldaten ge-Drey wer. ren Leben bezeuget. Solutor / Ad- wesen / und darunder vil so auch dietingmau ventor / und Qcravius oder Octavia- Martyr ' Cron erlanget,lyra. uns kamen auß der Thebaischen Legl- Wie nun die HH. Tbebeischen Lei-on gen Thurm in das Piemvnt / da sie bet 120. Jahr/ nach erlangter Marsauch unlängst hernach dle Martyr-Cron tyr wunderbahrlicher Weiß von demerlangten. Deren Festtag Jährlich Allmächtigen GOTT geoffenbahretgehalten wird den 20. Jenner. Deß- worden / also daß auch Klöster zu ih-Acht in a»- gleichen auch in Piemont / das lst rer Ehr auferbauet wurden/ und waSSaphoy/ Liberius / Constantius/ Ja- sich folgents weuers zugetragen / wirdphoy. ftedus/ Alverius/und Scbasttanus / an andern Orten verzeichnet. Ist al-so alle Thebeer / die Marter überstan- so übrig von difer Thebaischen Legionden / und das Sigkräntzlein bey GOrt drey oder vier AZunderwerck zubefthrei-erlanget; dieweil sie in einer wüsten ben.

Gesangnuß müßten gefangen lrgcn / Als der seeliqe Abt Ambrosius zuund nachmals getvdet werden. Ihre S. Mauritzcn das erste Münster liesseReliquien findet maninunderschidlichen erneueren/ und versetzen/ harte er un-Orten in Saphoyen auf behalten. In der andern ein Heydnischen Boldfchmid/Italia in der Lombardey lst sonderlich welcher an einem Sonntag ( als dieberühmt Alexander / dessen Mikgesel- anderen Arbeirer feyreten ) in seinerhZmitZ 1 I?" Easjius/ Secundus/ Severinus/ Werckstatt alleinig fasse: der war ver-MitaÄm und Licinius/ die lagen erstlich zu Mey- zuckt / und sahe die Schaar der HH.iu Cb«m. land ein zeitlang verborgen / nacher a- Märtyrer sichtbarlich / von denen erber zuChum/ mchtweitvonMeyland/ nicht allein enkstarcken Verwerß / daßwegen deß Christlichen Glaubens ge- er an einem heiligen Sonntag nicht zumartyret worden; mit ihnen haben auch Kirchen gienge / empfangen / sondergelittk Carpophorus/ und Essantus/ die war auch harr mit streichen geschlagen;sichauch Thebeer bekamen/rhr Fest wird daraufder Goldschmidt ein Christ wor-gehalten den 26. Augusti. Von St. den / und geiausst / und dises war derAntonino zu Placentz / und Obersten Lohn semer Diensten / und Arbeit anS. Secundo haben wir hievor im drrr- dem neuen Münster,ten/ und fünssren Capitel gehaudlet. Die Haußfrau Ouinti eines dapftDem H. König Gunrranno zu Bur- feren Ehrfammen Manns / war an ih-> gund / und Orliens / offenbahrete der ren Glidern also erschlagen / und beth-

Allmächtige GOtr die HH. Leichnam riß / daß sie auch nicht gehen könte /der sürnehmen Thebeer SS. Amoris/ die war gleichwohl ein weiten Weegzuund Vratoris Märtyrer / zu deren Ge- der HH. Märtyrer Grab getragen wor-dächlnuß hat er Guntrannus in Bur- den / aber nach vollendtem Gebe« wargund ein herrliche Kirchen i um das sie also gesund worden / daß sie selber zuJahr Christi 590. gebauet. Fuß nach Hauß, gangen.

Et Nica- Es wölken auch etliche vestiglich Ais der heilige Turonensische Bi-mismikdku darfür halten/ daß in der Grafschastt schoft MartiNUs von Rom durch Wal-M!''« Wlllisau/ Lucerner Landschaft/ indem lt> wider heun zöge / suchte er aus son-kandLfft Dörfsieln Schötz / em stund von Willi- derer Andacht den Platz der heiligenMSchötz. sau/ mder Cc/pellen etliche heilige Lei- Lhebeischen Märtyrer / und nach ver-ber/ und Männer vergraben ligen von richler Andacht / begehrte er von dender Thebaischen Legion / under denen Brudern dises Klosters von Visen Hei-S- Nicasius der fürnehmste gemessen / ligen Heylthum / daß war rhme abge-Uttd bekrässtiget die Sach / und Mey- schlagen dieweil er sich nicht zuerkennennung der liebliche Geruch so von ihren gab ; deßwegen begab er sich an dasGräbern außgehet. Es ist auchgläub- Orth ihrer Martyrung/nähme ein Mes-lich es werden hin und her m Jralia / ser/ stäche ein Büschen Graß/undEr-Franckreich / Saphoy i Burgund / ben aus dem Boden / solchen BüschenSchweißer-und Teutschland / noch mehr als er ihn aufhube / flösse daraus eingefunden/ und erzehlet/ die von difer grosse mange Bluts / deßwegen giengeLegion der Thebeer gemarteret/ und er widex.zumKloster /begehrte emsau-begraben ligen / deren Nahmen/ und bers geschirr/welches als er es erfüllet/Martyr wir noch kein wissenschafft ha- und das H. Blut sich nicht stellen wöl-ben/ und werden in dem Buch/ gui te / begehrte er daß ander / da warNotitia Orientis, & Occidentis inferi- V0N Himmel alsbald ein Geschirr ficht-birur, drcyerley Thebeische Legionen barlicherweiß herab gelassen/daß wargezehlet / dje erste Käysers Maximiani/ auch noch angefüllt / eher sich daß wür-dle ander Käysers Diocletmni / die vrit- dige Blut stellen wolte. Diß himmlischett Flavst Constantis/ und seyn ohn al- Gesch<er/so dieGeistlicheOrdensperwh-len zweftel in allen dreyen Legionen nen noch zu St. Mauritzen im MünsterP. F. Murer, Dre H. Schwer«. D r aufhal-

Cap. 24 .

SMaurKtzcn Klosteein WalliSwird erbau»cu.

Das «riteWiinber»wcrck-

Das andere

Wunder,

werck-

Das Vristle

Wunder.

reichen.