Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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26
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Cap. io.

SJiI Tkcbe-rrjirbcn voder kcgivnausWallis-

St. Victorund Ursus.

St. Felix/und Regu-la.

G vere,na-

<5- Gereonwird mitdcnseiiiigenin Nider.land qe«schickt.

26 . Von dem H. Ritter Mauritt'o/

Es ist auch zuwissen / daß auß duserH. Thebaischen Legion/ aus sonde-ret Schickung GOttes etliche stattlicheMänner/ und Befelchshaber mit ihrenundergebenen Soldaten ( dem Zornund Schwert K'äysers Maximiani zuAgaun zuentweichen ) aufgebrochen /und weggezogen/die doch auch endlich/nachdem sie den Christlichen Glaubenin underschidlichen Landern bekennt /und gepflantzet / die Martyr z Cron(durch Anstifftung Maximiani an seine/und deß Römischen Reichs Landpfleger)erlanget. Aus deren Zahl ist Ursus/und Victor / Cosmas / und DamianuSwelche zween letsten loliasLimlerusineicriptione Waldia: noch hinzu setzet)mit 66. Gesellen gehn Sdlothurn / vondem Platz Agauno ankommen/undall-da die Marter-Cron sämtlich under demLandpfleger Hirtaco aufden 30. Herbst-monat erlanget / Anno 289. oder nachCäfaris Baronij Rechnung 299. vonwelchen gleich hernach weitläuffiger ge-handlet wird. Die HH. Felix/ undRegula zwey leibliche Geschwisterte mitihrem Diener Exuperantio seynd überdas Gebürg aus Wallis gehn Ury /Glariß / und endlich gehn Zürich kom-men / in allen drey Örthen den Christ-lichen Glauben geprediget / und underdem Landpfleger Decio zu Zürich sämt-lich von deß Christlichen Glaubens we-gen enthauptet worden /den 11. Herbst-monat im Jahr nach Christi Geburt ge-zehltzoz. oder 312. von denen hernachmehr gesagt wtrv. St. Verena ein Edleaebohrne Jungfrau/welche aus derThe-beischen Legion / und in dem Durchzogvon Rom m Wallis zu Mayland ver-bliben / ist hernach zehn Solothurn /dannen der Aaren nach ab gehn Zur-zach kommen / und endlich da den 1.Herbstmonat seeliglich in dem HErrenverschiden/ lebte um das Jahr 300. vonwelcher in disem Buch weiters. Daauch Käyftr Maximianus rastete/ver-nähme er daß ein neue Empörung sichin Niderland erhübe / welche ein anse-henlich Hauptmann Carausius widerdas Römische Reich erwecket hatte. Di-se Empörung zustillen / schickte ÄäysekMaxtmianus aus seiner gantzen Arma-da etliche Fähnlein Soldaten von Chri-sten / und Heyden. Under der Christ-lichen Thebeern war (soin Niderlandgeschickt worden) der erste HauptmannGereon / der hätte undec ihme 318.Thebeer. Den andern hausten ver-trauete Gereon dem getreuen FänderichVictor Malloso oder Malleoso oderMallusio / deren dreyhundert / unddrevsig gewesen sein sollen / welche sichniderllssen zu Tantho / oder Troja imLand zu Eleven. Den dritten Theil aber

legte Gereon in die wohlbekante StattBonn / oberhalb Cölln / und machteda Cassium / und Florentium zu Haupt-leuthen / die da noch siben ChristlicheThebeer bey sich hatten: der anderun-dergebene hausten war Heydnisch Volck.Als derowegen jetzt Maximianus zu A-gauno Maurttium und alle Thebeerhätte lassen hinrichten/ schickte er in al-ler eyl/ und geschwindigkeit etliche Re-gimenter in Niderland / nicht die Auf-rührer zustillen / sonder Gereon / undseine bey sich habende Christliche Sol-daten zuverfolgen/und den Göttern zu-opffern zuzwingen i oder alle hmzurich,ten/ damit die gantze Thebeische Legionab der Welt käme. Die KäyferlicheSoldaten erreichen erstlich Caßij / undFlorentij hausten / und waren sie beyvgefunden mit siben Kriegsknechten / diesich öffentlich für Christen ausgaben/diewaren zu Verona jetzt Bonn gemarty-ret / deren Fest die Christlich Ktrch be-geht den 2. Maij. Darauf eyltcn dierasende Bluthünd nach Cölln / dahinS. Gereon mit seinen 318. Soldatengelangt. Da fanden die gesagte Blut-hünd Gereonem vor der Statt Cöllnmit den seimgen ligen / griffen die wü-tig an / und erschlugen alle wegen ihrerBestandhafftigkeU in dcmwahren Glau-ben/ warsten sie sämtlich in einen Galg-brunnen / der noch samt dem Platz ge-zeigt / und ad Martyres genannt wird.Ihr Festtag begehet man Jährlich aufden io. Weinmonat. Endlich griffen dieKäyferliche auch Victoris Mollosi mit330. Soldaten bey Troja jetzt Tanthisan / und erschlugen sie alle um den Christ-lichen Glauben / waren darauf in einPfützen oder Sumpff geworffen / derenReliquien folgender Zeit zu ehrlicherBegräbnuß kommen ' deren Fest auchJährlich den 10. Weinmonat gehaltenwird.

Thirfus der Hauptmann / wie auchBonifacius mit 320. Mitgesellen / seyndzu Trier von dem Frantzösischen Land-pfleger Rictiovaro / aus deß offtgemel-ten K'äysers Maximiani Befelch sämt-lich in einem Hauß in ihrem Gebe« /erschlagen worden / den 8. Wintermo-nat/ deren dreyzehen Leiber seynd her-nach zu Trier bey S. Paulini Kirchengefunden worden / und bey ihnen einbleyene Taffel mit nachfolgenden Nah-men verzeichnet: PalmatuS/Thirsus/Maxentius/ Constantius/ Cresce^tius/Justinus / Leander Alexander / Soter /Hormisda/Papyrius/Constans/Jovia-nus/ Under Visen dreyhundert Märtyrerseynd dise Nahmö bewüßt/so der mehrer-theil Christliche Bürger der Statt Tri-er gewesen / und Palmatus ihr Bür-germeister ; wie Lambertus Schaffna-

burgensis

mit sein»Gesell,schafft wer«den gemar«teret an un«derschidli-chenQtten.

Cap. n.S Thir suswird mitzoo jll Tn«er gemartxres