Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
Seite
32
JPEG-Download
 

Von den HH Urß/ und Victorn/

D'stHH- Häupter in den Fluß Aar gemorsten / verfolget worden/ daß schier zwey hun-d^nÄaLr schwömmen ein wer! aus dem Was- dert Jahr lang diser H. Märtyrer Be-auf/ M'd> scr/ da wolle der Allmächtig GOrret- grädnuß verborgen bliblN/ und nie?

«INI ihre was grössere / und wunderbahrlichers mands mehr gefunden wurde / der ihrun>^en ^ c l 0/ und seiner Gesell-- rer Ruhestatt gevenckrn mrchle. Nach

mif/S. schafft würcken / und erzeigen ; dann dem aber die Burgundssche König einbald hernach die HH. Märtyrer Lhri- guten theil Helvetiä/ oder Schweitzer-sti in dem grossen / und starcklaussenden lands den Römern / und Frantzosenab-Wasser der Aar mit ihren todten Haup-- gewunnen helten / liesse um das Jahrtern/ und Lörpem sich aufgericht/auß deß Herrn.415. Sedeleuba/ oder wre G Metor»dem Fluß mir lrucknen Füssen gewand-- andere schreiben Thcudesinda/ Gauoe-let / und sich Zil einandern versammlet/ giseli deß ersten Burgundrschen Königs >.darnach an das Gestadt / und Land Gemahel in der Vorstatt zu Gcnst ern r 90, '

kommen/ als sie ein kleinen Weeg ge- herrliche Kirchen bauen/ mit Erlaub-

gangen/ scynd sie an einem Ort/, wel- nuß Domttlanr Vrschoffs zu Genss: mches man noch heutiges Tags weiset / dise Kirchen tiefe die Königin deß H.

. stillgestanden/ daselbst ordenlich auf Victoris von Solorhurn Leib mit groftihre Änye gefallen/ ihre Häupter auf ser Herrlichkeit legen/ und die Kirchenden Handengetragen/ fasteiner stund- in disis H. Märtyrers Ehr weyhen /lang gebettet/ letstlich ihre Leiber/und wegen vitsälngeu erlangten S>g/ undabgeschlagne Häupter auf die Erben Victorten wider die Römer / und Fran-nrder sincken lassen / als wollen sie an- tzosen. Darnach zwyhundert Jahr Mii-tdm-'

zeigen/ daß man sie alda zur Erden ungefährlich nach d.stn geschehen Dm Flüche

verstatten solte/ dieweil sie ihr Ruhe- gen/ ward Vleloro Heylrhum in' statt allda außerwöhlet hetten. Sol- der gesagten Kirchen widerum gesun-che vorgemelte Geschicht brachte den den: wie Aimo ein alter waychassicr rm w'dc.Bürgern zu Solothurn ein grosse ver- Scribem beichrcibet: Der H. Euchv- gefunden,wunderung/ also daß ein jeder zulauft nius Bischoss Maurianensis ia Sapyoyte dises Seltzamme Speracul an zu fande S. Victors Leib (.der zu So'o-schauen/ besonder dieweil sie ihr leben- thurnmu S. Urso/ uno andern The-lang dergleichen nichts gesehen hetten. ern gellsten ) folgender gestallt: InAus solcher Geschicht erfolgte/ daß die einer Nacht/ als der H. Bischoss mChristen sich in ihrem wahren Glauben seiner/ Buchö, suchen Statt ruhete /starcketen / den Allmächtigen mit Hertz- ward er durch ein himmelychcs Gesichtlicher Freud lobten/ der in seinem treu- ermähnet/ alsbald auftusteh n/ unden Dienern so vil Wunder kraftiglich in die Kuchen/ ,0 vor Jahren die Bur-gewürckt hette. Hingegen müßte gundlsche Königin Sedeleuba/in derHtrtacus/ und andere Ungläubige mit Vorstatt zu Genss/ erbauet/ sich zu-seuHen/ und Verwunderung / auch begeben; da werde er mitten in der Kirrmit ihrer eygnen Schand/ und Sport chenein Ort finden/ in welchem deßH.den Gewalt- GOttes / und die Wun- Victors Leichnam vergraben läge. AlsD>r HH. der in seinen Heiligen auschauen. Die sich aber der Bischoss Euchonius zu dem«rlben ftommen Christliche Solothurner aber Bischoss gehn Genss verfügre/und ih- ''

8 ' begruben die HH. Leiber der Thebeer me dije Erschemuug anzeigte/ haben

' bey einander in dem wildem Gesteud / Euchonius/ Rusticus Bsichosszu Genss/und Ort / da fie ihnen selber mit disem und Eliodorus Blschoffm Wallis/nachgrossen Wunderzerchen ihr Begrabnuß ,gehalrnem drey täglgem Fasten/ undaußerwölt hetten/ an welchem Ort noch 'andächtigem Gebell in der ^ssAcht ern. Sr. Peters Cappel stehet. Daher klaren Schein aus dem Grab deß H.

^nn auk Anordnuna GOttes die So- Victors acieben : deümcaen nack dem

'viuti mn i(u;m <u«uuuji unviyi v« yi|wyit iiti; cOijtQUfTiHi» vlhuuikui

wurder.. die heilige Begrabnuß / und erhebttn/ funden sie den H. Leib nrLeichnam Märtyrer mir grosser Ehr- einer silberen Sarch irgend / dessen An-erblelung zu ^^tc^en / und anzurühren/ gestchr vll lieblicher erschemte a»s emesund sanden auch a^^tzjeKranckenkräft lebendigerr Menschen. Bey diserttge Gnad / und oon GOlt / wunverbahrlichen Erfindung wäre au h

durch das^ourbltt diser ^Men The- gegenwärtig Theoovttcus Kömg .1beischen Märtyrer. Burgund/ der disen Orth/ und obge-

^ ^ ^ k sagten H. Märtyrer mtt einer grossen

DcrCbrisl. Es haben aber die HeydtiiAe Re- Schanckung verehrete. So würdig-m Glaub genren/ 11 ^ 1 ^^^^c te der A.unächnge GOtt auch seinen

wi"b j» mit ihren GOttlosen Käysern so v»i D). Markorer Victorn/ iNlt mancher-^s^rvM/ i»daß der >u ^ Willnderreichen/ und Gn/iden an

AlorhH/ w.e michan ander.^Ort-n

undi'ie.yH.Lcw rvcr«lohrcn-

Mtt der rn l°MM u»d°r,,ttck,/«»D^Gi» dtt V«-

Kalt