Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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54 8 . VERENA Virgo, & Martyri

Zum Beschluß dtser Histori wöh- Mitels deß kräfftigen Fürbitt St. ttwlen wir dem andächtigen Leser weisen si/ und seiner H. Mit-Gesellen/ da-gehn Solothurn; der da wird verneh- selbst von dem Barmhertzige» G-Ottmen/ und sehen/ wievilBlinde/ Ge- erhört/ getrost/ und Gesund seyndhörlose/ Lame/ Gichtbrüchige / und worden. GQTT seye alleinandere elende Persohnen beyder Ge- die Ehr/ Amen.

schlechts/ durch ihren Glauben/ und

cschmbuiig deß WeilM Me«s/

und Wandels/ auch sceltgen Ableibens/und Wunderzeichen der H. Jungfrau /und Martyrin Verena.

Hat gelebt um das Jahr Christi, zoo. ,

Von ihr schreibt Reäa. Caickiaalis Raromus. ?ecru8 Laniiius in ih-ren Marcyroiogiis auf den i. Herbstmonat. Joan. 8mmpKius in seinergrossen Schwerer Cronick im <c. Buch/ am 466. Blat/ doch mit etwascorrupcioo , in Beschreibung deß Flecken Zurzach. krancitcu-i ouilUmaa-vur im t. Buch cte Rebus ttclveciorum csp. 4. toi. zr- Costantzer Lee-vier im Sommertheil I. Scpremberis. und endlich der Ehrwürdige HerrMauritius Adler / des Stijsts Zurzach wohlwürdiger Decanus in seinemBüchlein von St. Verenä Leben/ zuAugspurg Anno irfitf. Gedruckt /auß welchem ( wie auch einem Authentischen geschribnen Büchlein deßStiffts Zurzach - wir nachfolgende Histori bcschrlbcn / und gezogen.

Gap, i.

S Lttenä

Liancr,

land-

Wird jung

Stufst/

und in

Christliche

Glauben

undkrwistn.

jAsdie Lhebeiiche Legi-onsey/ auß was Land/und Statt / auch weß-wegen/ und Ursach die-selbige in unser Schwei-tzerland kommen / und wie sie gemarte-ret worden ; ist meines erachtens indem Leben/ der Heiligen Mauririj /Dicrors/ Ursi/ und ihrer ganßen Ge-sellschafft weitläuffig gemelt worden /daß nicht vonnölhen mehrers darvonzuschreiben; weil dann genugsam be-kannt / daß die Heilige Jungfrau Ve-rena auß Egypten der Statt Thebea/ein nahe Blmsverwande deß HeiligenMauririj / Gebürtig; eines hohen Ade-lichen Stammens/ und Herkommens/und ein Gonseelige Christin war:Dregleich als sie aufdie Welt kommen/ voneinem H. Bischofl / Cheramon mit Nah-men / getausst; deme sie auch / nachdem sie die Jahr ihres Verstands er-reicht / von den Elleren selbe im Heil.Christlichen Glauben zu underweisen /und ru stärcken übergeben worden. Dar-aufdie Heilige Iungftau sich m Christ-licher Erbahrkeit/ Zucht/ und An-dacht/ dermassen beflissen/ daß sie in

wenig Jahren / Christi / und des H.Glaubens / Erkanntnuß dermassen be-griffen/ daß sie demselbigen frey öffent-lich / ja auch mit der Marter zubezeu-gen/ ein sonderen Muth/ Ernst/ undEyffer empfangen. . Nun begab essich/ als dieerschröcklichsLyranneyderKayseren Diocletiani / und Maximia-ni also zunahm/ daß jhr LehrmeisterCheramon neben vielen anderen Chri-sten in Egypten gemartert wurden /und durch mancherley Peyn die Cronder Seeligkeir erlangten / ( welcherGedächtnuß den 22. Christmonat inder Carholischen Kirchen gehalten wird)da komme S- Varena zu ihrem Blurs-verwanden S. Moritz / derallbereir inklein Egypten sein Thcbejjche Legion/als sechs taufend/ sechs yundert/sechsund sechtzig Mann zusammen gekracht/dem Kayser in Italien zuzuziehen Zun-der diser Legion begab sich auch die H.Verena / nicht auß Leichtfertigkeit /sonder mehr auß Andacht / die HeiligeStatt zu besuchen/ und die Martyr-Cron zuerlangen: diser gäbe Mauriti-us / zu einem Beschützer ihrer Keusch-heit / und Trost der langwirigen müh-seligen

Martyro»log. Baro»nij, flcC*-nilij.

Bett»»kämmt ist,chalienm'tder Leg'»"'