Cap. 14.
'?•
Ein Kran.ürr gesund.
> 4 -
Einer derihr Fest nitwolle hal.tot / wirdgestrafft.
' 5 -
Ein Zlmer.mann so sichwolkdcrkeibti)gen,schafft cnt>jiehrn/ ge-strafft.
16.
Ein Weid
44 Von der H. Jungfrau/ und Marterin Vereng.
Wie dise That der Priesterschafft für hauß St. Verenä zum Schnitt erma- w«nb«r,Ohren kommen ; trugen sie ihn zu S. net/ und geschickt worden/ auß web MjrtidjinVerenä Grab / da wurde er durch ihr chen etliche bevor die Kirchen besuch-F rbltt wider frisch/ und gesund/ da- ten; andere aber diß underwegen lieft trn-rauf er sich selbst S. Verena zu einem sen / und verachteten. Da geschaheewigen Diener ergeben/ und verlobt/ sonderlich/ daß ein Weib innbrünstigauch das abgenohmene Wachs wft sich GOTT/ und der H. Verenä be-der geben hat. fahle / und darauf mit andern zur Ernd
gienge / welche sämtlich auf den RheinAuß S. Verena Bruderschafft gesessen/ in willens zu Feld/ und Schnittwäre emer AdelichenS Herkommens / über zufahren ; Als sie aber in daSvil Edler aber an Tugenden / und Hoch- Schiff getreuen / erhub sich urplötzlichhett/welcher die Gerechtigkeit ihmezu ein grosser ungestimmer Wind/undvorderst liesse angelegen sein/ und lieb- weil das Schifflein klein/ und überla-te: Diser ist einsmals in ein sehr schwä- den / senckte es sich auf ein feiten / dasre/ und gefährliche Kranckheit gefallen/ alle ertruncken/ außgenohmen die / sodas Männiglich an seiner Gesundheit die Kirchen besucht hatten. Demverzagen wolte: AIS er aber getroster Weib aber widerführe ein besondereHoffnung zu S. Verenä Grab sich ver- Gnad von GOtt / daß dasselbe langelobte/ und dahin tragen liesse/ ist er Zeit underm Wasser gewesen ; biß aufallda nach verüchtem Gebett / und Ge- den Grund/ und Boden deß Rhein-lübdnuß wider zu voriger Gesundheit kommen/ letstlich aber Frisch/ undGe-gelangt. fund das Land erreichet; über welches
sie andere mit grossem Wunder gefragt /
Auf S. Verenä Festtag gienge ein wie / und wer ihr in diser WassergefahrBaursmann auf seine Matten Graß / geholff? ? Darauf sie angezeigt / wie daßund Embd zu wenden; daß widerrieh- ein gar sehr stattliche Jungfrau sie un-ten ihm aber die Priester/ also spre- der dem Wasser erhalten hab/ welchechend : Es ist der Festtag der H. Jung- ihr die eine Hand an ihren Mund ge-frau/ und Patronin Verenä/ darum halten/ damit ihr das Wasser nicht habgezimt es sich nicht / daß du ein Hand- können einrinnen / mit der andern aberarbeit verrichtest : Der Baur aber ver- habe sie / sie zum Gestadt geführt: darharrete/ und gab auf der Priester Zu- auf haben alle GOtt/ und S. Be-sprechung schlechten Glauben: Darauf renä Lob/ und Danck gesprochen,sichle er bald 6. mahl aller Kraffrloß
aufdie Erden/ wurde auch aller Sprach- Item hat GOtt der Herr ein an- c * p - »?•loß ; diß hat er lange Zeit erlitten/ja der grosses Wunderwerck durch seynbiß er endlich in sich selbst gangen/und H. Dienerin erzeigt / dann bey derseine Verachtung / und Sünd erken- alten Statt / so neben dem Rhein la- gksimvrn/net hat. Alsdann wurde er durch ge/ ist von den Hirten das GeschirrFürbttt S. Verenä von disemleydigen gefunden worden/ in welchem die H.
Zustand wider ledig/ und gesund. Jungfrau die Laugen/ und anders ge- gesund.
tragen zu Behülff/ und Dienst der ar,
Ein Zimmermann S- Verenä Leib- men Leuthen; diseS haben die Hirteneygner/ Verheurahtete sich auch mit auß Unwissenheit verworffen / Und ver-einer so Leibeygnen/ als sie an Haab/ acht. GOTT aber hat nicht alleinund Gut wohl zunahmen/ ihnen glück- sein geliebte Dienerin m obacht genoh-lichergieng/ auch vil Söhn/ undTöch- men/ sonder auch die Instrument mittern bekommen ; hat er sich geschämet/ denen sie GOtt in seinen Armen/ unddaß er S> Verena Leibeygner Knecht Elenden gedienet / zu ehren gebracht,sein solle / und ihr Zinsen ; gedachte Dann auf ein Zeit ein treu Gottseeligsich mit gemalt derselben Leibeygenschaft Weib / welche wegen ihres verstorbnenzuentuehen. Nachdem er diß gethan/ Ehemanns / den sie lange Zeit beweint/geriehte er in die ewige Maledictio« / ist an ihrem Gesicht sehr schad - undund Fluch/ daß er/ und sein Hauß- mangelhafst worden/ welches ihr alsofrau deß sähen Todts verschiden.Sei- zugesetzt/ daß sie endlich schier gar er-ne Nachkömmling aber/ bekamen alle blinder; Insolcher Gefahr/ undLeyd/die fallende Sucht/ wurden Gichtbrü- rufft sie. St. Verenam zu einer Für-chig/ und alles gebrauchs ihrer Glider/ sprecherm an/ wölle sich doch ihrer er-außgenohmen deß Gesichts/ beraubt, barmen / und bey GOtt um Trost/
Also solle auch noch geschehen denen / und Hnff für sie bitten: hierauf erschi-so der Ehr S. Verena abhold/ und ne ihr S. Verena/ sprechend: Seymißgünstig seynd. ^ wohl gttröst mein Frau/ dir kan/und
Als zur Zeit der Ernde etliche solle geholssrn werden : doch suche das^eibeygne/undLehenleuth deß Gotts- Geschirr/ welches die Hirten gefunden/
auß