Dir HHwerden mitRuhten /und eysneilsiäbcn gc,schlagen.
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Dccius un-dersteht dieHH. mitLiebkosenvon, (Mil-ben jubrin»gen.
4% Von den HH. Felix/ und Regula/
nen ewiglich zubesitzen. Decius sprach:Ihr sollen den unsterblichen Götternopffern / damit ihr mögen bey dem Lie-ben verbleiben/ die Heiligen Märty-rer sprachen : Wir opfferen/ und bet-ten deine Götter nicht an/ mit denendu/ und alle die sie ehren/ ewiglich ster-ben/ und ohn underlaß gepeimget müs-sen werden. Darauf schwur Deciusbey den untödtlichen Göttern / so fernihr dem GOtt Jupiter nicht opffernwollet / so will ich euch mit allerhandPeynen martyren lassen. Da sagtendie heiligen Märtyrer: du hast unsereLeiber/ undCörper in deinem gewalt/damit du hanvlen/ und thun magst/nach deinem willen/ und gefallen : aberunsere Seelen stehn im dem Shirm un-sers Schöpffers / und Seeligmachers /denen du keinen Schaden kanst zufü-gen. Ab diser Rede war der Wüte-rich Decius erzörnt / und liefe S. Fe-lix/ Regula/ undExuperantz von demSchloß auf die Hofstatt hinab führen/da das Frauen Kloster Ottenbach ietztstehet/ in dem Eck als die Syl/ undLimmat zusammen fliesten / und warder Zeit anst dem Sylbühel genannt /und befähle ihnen ihre Kleider außzu-ziehen/ und an ein Saul binden/ undso lang mit Ruhten/ und eysenenStä-ben schlagen/ biß sie gantz zerhackt/und verwund wurden/ und das Blutzu allen Orlhen von ihnen ranne. Dem-nach liesse er die Heiligen um ihrerfreventlichenAntwort (wie er vermeint)also verwund/ widerum in den Thurnoder K'ercker führen/ biß daß er sichbedencken könnte / was er weiters mitihnen anfangen wolle. St. Felix a-ber/ Regula/ und Exuperautz lobten/und danckten GOTT/ daß er siewürdig gescheht hette/ um seines Nah-mens willen zuleyden / und batten ihnum weitere Gnad / und Beystand.
Diser Tyrannische Land-Pflegerliesse die drey Heilige nach wenig La-ger widerum fürstellen ; in Meinung/mit guten Worten/ und Liebkosen sievon dem Christlichen Glauben abwen-dig zu machen / deßwegen er sie also an-rcdte: Ich weiß wohl daß ihr auß Un-wissenheit wider mich geredt/ und ge-than habt / deßwegen ich mich über eucherbarme / und so ferr ihr die unsterblicheGötter Martem/ Jovem/ und Mer-curium anbette/ und ihnen opffern wol-let/ so will ich euch verzeyhen/ was ihrwider mich gebandlet habt. Wo ferrnaber ich euch ungehorsam erfunde / soschwöre ich bey den grossen Göttern/und beo der Willigkeit deß KäysersMaximiani, daß ich euch in einen gros-sen Kejstl voller Oels setzen/ und da-
rinn versieden lassen will. Befähle dar-auff das Feur anzuzünden / und alle fa-chen zu der Marter gehörig zubereiten /den Heiligen einen schrecken einzujagen.S. Felix aber mit seiner Schwöster Re-gula / und Diener Exuperäntz achtetendeß Tyraiien trohen/und toben wenig/auch noch weniger die Zubereitung dererschröcklichen Marter / sonder kehrtensich zu GOtt / der sie niemahlen hatteverlassen / und baten ihn um Bestän-digkeit/ sprechende: Allmächtiger / undBarmhertziger GOtt / wir bitten dich/daß du uns wöllest in diser Anfechtungbeschirmen / und stärcke geben/ damitwir nicht förchten was uns die Men-schen anthun/ und zufügen/ rc. De-cius aber ermahnete die Heiligen / daßsie seine Götter sollen änderten / oderdise gegenwärtige Peyn/ und Marteraußstehen. Aber Felix straffte den Ty-rannen/ und spräche : O du thörich-ter Mensch / der du dem Trüffel / undFeind deß Menschlichen Geschlechtsopfferst/ und Göttliche Ehr beweisest/und den Schöpster aller Dingen ver-achtest ; bekehre dich von diser Blind-heit/ und bekenne den Allmächtigen /um dessen Willen wir bereit seynd alleMarter / uuv Peyn zu leyden. Deci-us aber war also verstock/ und blind/daß er nicht allein dise Wort nicht ach-tete/ und zu Hcrtzen führte/ sonder mehrergrimmere / befähle man solle die Hei-ligen in das siedende Oel werffen. Undals auß Göttlicher Macht das Feur/und siedende Oel ihr Krafft verlohren/und den H. Märtyrer nichts schadenkönnten/ war der Tyrann dannoch zukeiner Barmhertzigkeitbewegt/ sondernoch mehr erzürnet / liesse Bley / undBech zerlassen / und über die HeiligenMärtyrer abgießen; daß doch den Hei-ligen auch nicht schaden mochte / danndie gewaltige Krastt GOttes beschühe-te / und beschirmete sie: Dise erschrvcksliche Peyn haben S. Felix / Regula /und Exuperantz. gedultiglich in demSchloß Turico überstanden / und ge-litten. An dem Ort ward nachmahlsvon den Christlichen Landvögten / undVölckerneinCapell GOrt zu Lob /undden heiligen Märtyrer zu Ehren gehau-en. Die Märtyrer aber waren wider-um darauf in Kercker gemorsten / bißdaß der Tyrann andere Marter er-'dacht hätte / mit denen er sie hinzurich-ten vermeinte.
Decius der Landpfleger liesse underdessen Räder aufrichten / die waren vollscharpffen / und schneyvender Messer /also zugerichr / daß je zwey mit ihrenschneiden gegen einander gieugen , undwann eines übersich daß ander undersich
getri-
Die HH.werden irtfiwiii Oelgewochcn.
Cap. 6.