Und Exuperantz Märtyrer.
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getriben ward: meinente die HeiligenMärtyrer damit zu stucken zuverreissen/oder den wahren Glauben bey ihnenzuvertrennen / undzuvertilgen. Danun alles zubereit ward / wurden dieheiligen Märtyrer widerum aus der'Gefangnuß geführt auf den Platz dadie Räder stunden: und als sie dife zu-bereite Marter sahen / waren sie nichtallein nit erschrocken / sonder mit Gött-licher Liebe entzündt / und willig zuley-den / was der Tyrann erdencken könn-te / und der barmhertzige G-Ott mit sei-nem gewaltigen Beystand / und Hülffüber sie verhangen wurde. Da aberjetzt alle fachen zubereit/ und nichts üb-rigwar/dann daß die HH.Felix/Regu-la / und Exuperantz in die Rüder sel-ten geworden werden / sendet der mis-te / und gnädige GOtt seinen H. En-gel von Himmel herab / der mit einemgewaltigen/ und ungestümen Wind/undDonnerschlag die Rüder / und alle Rü-stung zuboden/ und zu stucken schlüge /und verbrannte. Also überwunden sieabermahl den Wühterich / daß er sienicht möchte peinigen. Nach dem lies-se er die HH. Märtyrer mit grossemGrimmen / und Zorn wider m dieBand/und KerckerwerssenUnd dißistgeschehen ohn ferr von dem Schloß aufder Hofstatt / da jetzt S. StephansKirchen stehet / welche vorwählen S.Cyriaci Kirchen genennt ward / vorder kleinen Statt / und wäre die erstePfarrkirchen die ihnen die Christen zumerstenmahl gebauet hätten.
Qtf. 7 .
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Deme nach liesse Decius aber S.Felix / Regula / und Exuperantz fürsich fuhren / m Meynung sie von demChristlichen Glauben abwendig zuma-chen/ und den Göttern zuopffernrUndnach dem er gemercket / daß die Mär-tyrer unüberwindlich / und bestandhafftverbliben / spräche der Tyrann: Wo-ran dieweil ihr alle Marter verachten /auch meinen Göttern nichtopfferenwöl-let so will ich euch in einen grausamen /ungeheuren / und finstern Äercker wers-ftn / der euch euer lebenlmig so pein-lich muß fein / biß daß ihr mir folgenwerdet. Die HH. Märtyrer aber spra-chen : unser Leib / und Leben stehet inder Hand GOttes unsers Behälters /wgs du uns magst zufügen / daß wol-len wir von seinetwegen gern leyden.Da nun abermahl Decius vermerckte/daß er mit den HH. Märtyrer nichtskonte ausrichten / sase er zu Gericht /sielte die würdigen HH. Märtyrer für/und gab das Urtheil: Felix/ Regula/und Exuperantz von der ThcbaischenSchar / und Gesellschafft Mauritij /Berjchmüher der Götter/ Zerstörer deßP. F. Murpr, Oie H. Schweig.
rechten Glaubens / widerspennige/undungehorsamme deß Römischen Reichs/sollen mit dem Schwerd von dem Lebenzum Todt gencht werden. Nach sol-chem Urtheil waren die Heiligen gebun-den/und von den Gottlosen Dienern /und Schergen geführt aufden Platz dajetzt in Zürich die Wasserkirchen stehet;da sie dann auch hiervor ihr Wohnunggehabt / und allda gefangen worden.Als sie nun waren zu disem orth kom-men / lobten sie GStl ihren Heyland/und danckeren ihm der grossen Gnadendie er ihnen mitgetheilt / und daß er jetzteinmahl ein genügen ihrer überstandnenvilfültigen Peyn / und Marter hätte;und sie sämtlich belohnen wölke mit derewigen Freud/ und Seeligkeir. Hier-auf hörten die HH. Märtyrer / und an-dere Umstehende ein himmlische Stimm/sprechende: Komt her ihr Geseegnete/und empfaher das ewige Reich daß euchvon meinem Vatter von Anfang derWelt bereit ist. Dise himmlijche Stimmachte die HH. Felix / Rcguia / undExuperantz großmüthig / und behertzt /daß einer nach dem anderen williglich seinHaupt darbotte / und durch den Sarpff-richter um Göttlicher Liede / und Christ-lichen Glaubens willen/ liessen abschla-gen.
Nach dem nun die ausserwöhltenMärtyrer ihr Peyn / und Todt über-standen / und lyre Seelen in die HündGQttes aujgeopsseret hätten ; wolrenun BOtt der Allmächtig durch einWunderzeichen erzeigen / und bewei-sen / wie köstlich diser Märtyrer Todtvor seinem Angesicht gewesen wäre.Derhalben gäbe er Visen dreyen Blut-zeugen die Gnad/daß sie nach ihren ab-geschlagnen Häuptern griffen/ von derErden aufnahmen / in den Händenan ihre Brüst hielten / und mit grademGang von der Wallstatt bey dem Was-ser auf den nechsten Bühel viertzig Elen-bogen weit trugen. Da legten sich al-le drey HH. Märtyrer Felix / Regu-la / und Exuperantz neben einanderen /und erwöhlten ihnen dieselbige statt zu-ruhen ; wurden auch von den frommenChristen/ so sie bekehrt Hütten / heimlichzu Nacht begraben ; da sie auch ruhe-ten biß zu der Zeit deß grossen Äüy-sers Caroli / deme sie geoffenbahretwurden ; welcher GQtt zu Lob / undden HH. Märtyrer zu ehren das gros-se Münster über ihre Gräber Anno 8ro.bauen / und erweitern lassen/ und mitGult-und Renten stattlich begäbet /soHertzog Rupertus zu Schwaben/ undAlcmania / zweyhundert Jahr unge-fährlich zuvor / über die Heil. Gräberhatte bauen lassen. Als jetzt die gemel-G te
Die HH.werden ent«bauplet.
Cap. 8.
Die drey
Heiligen
uemnienihe
re Häupter
indic Hanb
uudtragenS
wciters.