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8. GAUDENTIUS Episcopus, 6c Martyr.
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schoff/ und Märtyrer.
Im Jahr Christi zos. den 2. Augustt gelitten.
«ap. i.
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Cap. ».
Von ©tGaudcnsElteron /nnb Vat»terland.
In grosser Unverstand /und men Bischoff Eusebio zu Vercell kamt.Thorheit were es / Gün- Als nun der Bischoss deß Jünglings Gaubmtstiger Leser/ wann wir den Gaudens Verstand/ Kunst / und auf- wn».Heiden etwas vorgeben / rechtes Gemüth recht erkündiget hette/die ihre gelehrtiste Männer/ und vorsähe / daß er ein grossen Nutzund fürnehmste Kriegs- in der Christlichen Kirchen schaffen kön-Helden / wie auch andere ihre Künst- te / liebte der Bischoss noch mehr denler hochrühmlich / und aufs fleissigste Gaudens/ bekehrte ihn zu dem Christ-beschriben/ihre Künst/ Streit/ und lichen Glauben;zeigte ihm den GreuelMannheit außgestrichen /und mit Lob- des Heidenthums / theilte ihme mit denschrifften gerühmet; Wir aber der lie- H. Tauff/ nähme ihne auf in die Ge-ben Heiligen GÄttes Leben/Mar- sellschafft seiner Ehrwürdigen Priester-tyr/und grosse Bußwerck verschimlen/ schafft/ welche Congregation / oderverderben/ Und der Menschen Gedächt- Bruderschafft er Bischoff Eusebius zunuß zu mehrerem Exempel deß Christ- Vercell (wie auch S. Ambrosius Bi-llchen / und GOtt wohlgefälligen Glau- schoff zu Mäyland in seinen Sendschrei-bens verschwigen / und underdrucktsol- ben/ und Epistlen bezeuget) eingesetztten lassen. Wie dann uns mit disem hette/ und sechsten under ihnen woh-H. Bischoff/ und MartyerGaudentio nete/ und lebte/ biß er endlich/ nach'geschehen ist ; dessen Leben noch bißhe- vilen Verfolgungen/ und außgestande-ro meistentheilS / wegen Unsteiß/ und nen Peynen/ von den Arrianern ver-Uumerckfamkeit der Vorfahren/ ver- steiniget worden/ in dem 88. Jahrsetsschwigenbliben. Damit aberdiserEd- neS Alters/ zu Vercell ausserhalb sei-le Stern und/Rhätier Apostel/nicht gar nes Hauses / den ersten Tag Augusti/mitlec Zeit erlöscht werde/so haben in dem 370. Jahr Christi unser- Hey-wir mit kurtzen Worten sein Leben hie lands.
einführen/ und beschreiben wollen. . Wie nun der H. Gaudens die Clp .,
Priesterliche Würde erlangte / und in Wird »üDer H. Bischoff/ und Märtyrer allen Tugenden zunähme/ ward ihme demPne-Gaudens war in dem Hertzogthum auch Gewalt gegeben worden/ das jjj.fljjj,Saphoy in der Statt Eporedia/ oder Wort GOttcs zupredigen/ und den Mdigmnach anderer Meynung/ Hyporedia Christlichen Glauben wider die Arria-(so jetzt verstöhrt/ beyder Römerzeit ner zu verkünden. Disem seme- H.aber im grossem ansehen/ und gewalt ge- Bischoffs Beselch käme GaudenS steif,wesen ) von zweyen Eheleurhen Gil- sig nach/ bekehrte mit seinemcyfferigetlberto/ und Pisa/ um das Jahr 309. Predigen ein grossemängeder Heiden/
Als der Christlichen Kirchen der Pabst und der Arrianer: Zöge auch von Ver-Eusebius/ und dem Römischen Reich cell in die Lombardey/ in die gewaltigeConstantius Kärsser vorstunden / ge- Statt Norariam (Novarren) zu Trost/bohren; von ihnen auch in dem Heidni- und Hilff eines andächtigen / Und eyf-schenWesennach bestemvermögen(weil ferigen Priesters/ mit Nahmen Lau-feine Eiteren mittelmäßigen Stands/ rentius/ wider die Arrianer/ welcheund Reichthum waren ) aufferzogen. Visen frommen Priester mit Worten /
Darauff in seiner blüenden Jugend von und Wercken verfolgten/ und nichtseinem Vatter Gilberto gehn Verteil nachlassen / biß sie endlich vifen H.
( Wertzel ist ein Bifchösttche Statt in Laurentium mit samt etlichen jungenPicment/ ntchr ferr von Eporedia ge- Knaben/ so ihme indem Glauben/undlegen) zu studieren/und die freye Kun- fteyen Künsten zu underweisen an-sten zu erlehrnen / geschickt worden. Da befohlen waren / schändlich ermörde-er durch Göttliche Gnad/ und Bey- ten/ den 30. Aprill. Auß welcherstand deß H. Geists / mercklich in al- Grab durch einen harten Stein oellen freyen Künsten zunähme/ deßwe- schweißet zu vilen Kranckheiten dierO-gen in gute Kundschaffr mit dem from- lich. Bische G-esarem Ürronmm m
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