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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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8. GAUDENTIUS Episcopus, 6c Martyr.

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schoff/ und Märtyrer.

Im Jahr Christi zos. den 2. Augustt gelitten.

«ap. i.

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Cap. ».

Von ©tGaudcnsElteron /nnb Vat»terland.

In grosser Unverstand /und men Bischoff Eusebio zu Vercell kamt.Thorheit were es / Gün- Als nun der Bischoss deß Jünglings Gaubmtstiger Leser/ wann wir den Gaudens Verstand/ Kunst / und auf- wn».Heiden etwas vorgeben / rechtes Gemüth recht erkündiget hette/die ihre gelehrtiste Männer/ und vorsähe / daß er ein grossen Nutzund fürnehmste Kriegs- in der Christlichen Kirchen schaffen kön-Helden / wie auch andere ihre Künst- te / liebte der Bischoss noch mehr denler hochrühmlich / und aufs fleissigste Gaudens/ bekehrte ihn zu dem Christ-beschriben/ihre Künst/ Streit/ und lichen Glauben;zeigte ihm den GreuelMannheit außgestrichen /und mit Lob- des Heidenthums / theilte ihme mit denschrifften gerühmet; Wir aber der lie- H. Tauff/ nähme ihne auf in die Ge-ben Heiligen GÄttes Leben/Mar- sellschafft seiner Ehrwürdigen Priester-tyr/und grosse Bußwerck verschimlen/ schafft/ welche Congregation / oderverderben/ Und der Menschen Gedächt- Bruderschafft er Bischoff Eusebius zunuß zu mehrerem Exempel deß Christ- Vercell (wie auch S. Ambrosius Bi-llchen / und GOtt wohlgefälligen Glau- schoff zu Mäyland in seinen Sendschrei-bens verschwigen / und underdrucktsol- ben/ und Epistlen bezeuget) eingesetztten lassen. Wie dann uns mit disem hette/ und sechsten under ihnen woh-H. Bischoff/ und MartyerGaudentio nete/ und lebte/ biß er endlich/ nach'geschehen ist ; dessen Leben noch bißhe- vilen Verfolgungen/ und außgestande-ro meistentheilS / wegen Unsteiß/ und nen Peynen/ von den Arrianern ver-Uumerckfamkeit der Vorfahren/ ver- steiniget worden/ in dem 88. Jahrsetsschwigenbliben. Damit aberdiserEd- neS Alters/ zu Vercell ausserhalb sei-le Stern und/Rhätier Apostel/nicht gar nes Hauses / den ersten Tag Augusti/mitlec Zeit erlöscht werde/so haben in dem 370. Jahr Christi unser- Hey-wir mit kurtzen Worten sein Leben hie lands.

einführen/ und beschreiben wollen. . Wie nun der H. Gaudens die Clp .,

Priesterliche Würde erlangte / und in Wird »üDer H. Bischoff/ und Märtyrer allen Tugenden zunähme/ ward ihme demPne-Gaudens war in dem Hertzogthum auch Gewalt gegeben worden/ das jjj.fljjj,Saphoy in der Statt Eporedia/ oder Wort GOttcs zupredigen/ und den Mdigmnach anderer Meynung/ Hyporedia Christlichen Glauben wider die Arria-(so jetzt verstöhrt/ beyder Römerzeit ner zu verkünden. Disem seme- H.aber im grossem ansehen/ und gewalt ge- Bischoffs Beselch käme GaudenS steif,wesen ) von zweyen Eheleurhen Gil- sig nach/ bekehrte mit seinemcyfferigetlberto/ und Pisa/ um das Jahr 309. Predigen ein grossemängeder Heiden/

Als der Christlichen Kirchen der Pabst und der Arrianer: Zöge auch von Ver-Eusebius/ und dem Römischen Reich cell in die Lombardey/ in die gewaltigeConstantius Kärsser vorstunden / ge- Statt Norariam (Novarren) zu Trost/bohren; von ihnen auch in dem Heidni- und Hilff eines andächtigen / Und eyf-schenWesennach bestemvermögen(weil ferigen Priesters/ mit Nahmen Lau-feine Eiteren mittelmäßigen Stands/ rentius/ wider die Arrianer/ welcheund Reichthum waren ) aufferzogen. Visen frommen Priester mit Worten /

Darauff in seiner blüenden Jugend von und Wercken verfolgten/ und nichtseinem Vatter Gilberto gehn Verteil nachlassen / biß sie endlich vifen H.

( Wertzel ist ein Bifchösttche Statt in Laurentium mit samt etlichen jungenPicment/ ntchr ferr von Eporedia ge- Knaben/ so ihme indem Glauben/undlegen) zu studieren/und die freye Kun- fteyen Künsten zu underweisen an-sten zu erlehrnen / geschickt worden. Da befohlen waren / schändlich ermörde-er durch Göttliche Gnad/ und Bey- ten/ den 30. Aprill. Auß welcherstand deß H. Geists / mercklich in al- Grab durch einen harten Stein oellen freyen Künsten zunähme/ deßwe- schweißet zu vilen Kranckheiten dierO-gen in gute Kundschaffr mit dem from- lich. Bische G-esarem Ürronmm m

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