Miraculan©. Frido.-IinsS^rch.
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6°8 Von dem hcillgm Fridolin / Abt/ und Beichtiger.
getreuer Patron / welchem wir nach der ihre Feind ausgezogen seynd / wieGOtt so vil schuldig seynd / ich laß es offt geschehen/ niemahls einen Men-mich in diser Noth von dir nich scheiden/ scheu von den ihrigen verlohren haben/und will lieber bey dlr sterben / und zu sonder allwegen mitfreuden/ und GigKohlen / und Aschen werden / ehe ich widerum heimkommen seyen. Solchemich von dir / und deinem Grab ab/ Glückseligkeit haben die Gottseeligen ,
sondern will. Dise Andacht/.und Hoff- Alten nit ihnen selbst / oder Menschli-nung gefiele / GOtt und dem heiligen cher Krafft/ sonder GOtt deß Allmäch-Fridolin gar wohl. Darum / unan- tigen Gnaden / und deß H. Fridolinsgesehen daß die Äirch schier gantz ver/ Fürbitt zugeschriben.brunnen war / und Jedermann darvon
geflohen / als ob es unmöglich wäre Der Ehrsamme Jacob Wyß Bur- o>p. i*.dieselben langer zu erhalten / käme ger zu Bremgarten rm Ergöu / hätte *doch die Abrißin unverletzt darvon / und von seiner ehelichen Haußfrauen Mar/ Sff'der König samt andern sahen einem garetha Ziegin einen Sohn / der an Knad wir»mit Priefterlicher Stoll bekleidet (zwerfr seinem Leib also beschädiget war / daß grsuud. ifelsohne S.Fridolin) daherkommen/ er in anderhalb Jahren weder stehenwelcher mit einem Feurkübel in das noch gehen könte; wäre auch um sonstgrosse Feur Wasser gösse; darvon daß was die Wundartzet an dem Knabenbrinnende Feur dermassen erlöscht ward/ versuchten / und die lieben Eiteren dendaß kein zeichen deß Feurs mehr vor/ Unkosten nicht sparrteg. Als sie aberHanden blibe / welches sonsten ohn groß- aus guter Leuthen Rath denselben Kna-sen Gewalt-GOttes nicht hatte, mit ben zu deß heiligen Fridolins Grab genMenschlicher Hand geschehen können. Seckingen verheißten/ und ihr Christ- .
liche Andacht allda verrichteten ; sihe !
Was dann S. Fridolins Sarch da- da würckete GOTT wunderbahrlichrinn seine H. Gebein ruhen/belanget/ durch deß heiligen Fridolins Furbitt /ist der heilige Leichnam offt verrückt / daß derselbige Knab/so auf einem Roß |
erhebt/und umgetragen worden/ nicht gebunden dahin geführet ward / sich ;
ohne sondere grosse Wunderzeichen, alsbald in dem heimreisen aufrichtete /
Die an vilen krancken Persohnen zu ih- besser befände / und die langgewünfch-rem Trost/und Wollsahrtdurch Krafft te Gesundheit erlangete / dessen sichdeß Allmnchtigen geschehen. So'hat die Elteren hoch ersreueten / und siches sich auch mehrmahlen begeben / daß danckbahr gegen GOtt / und dem H.die frembden / und ungläubigen Feind Fridolin erzeigten,die Statt Seckingen jämmerlich über-zogen / plagten / und zerstöhrten / da- Disem ist nicht ungleich / was die f.rum die Innwohner auß grosser Sorg/ Frau Würthin zu dem Engel in der Einankx-
Angst / und Noth alles verliessen / und Statt Baden / genannt Salome Hof- "r An, >
sich in die Flucht begaben. Nichts de- männin / angezeigt / und bezeuget hat /
stoweniger hat die gewisse Fürsichtig- von ihrem zehen jährigen Sohn / um sM. ^
keit GOttes/ deß Heiligen Fridolins das Jahr Christi 157 ^.DerselbigeK nab !
Kirchen/und Grab wunderbahrlich be- hatte in seiner schwären Kranckheit
schützet / und bewahret ; und wann grosse Angst/ und Noth zwantzig Wo- ,
man die gemelte Sarch heimlich hat chen lang erlitten ; also daß man ihn !
wollen darvon tragen / ist sie so schwär in zween Monat hin-und wider tra- >
worden / daß niemand sie hat mögen gen müßte / wolte auch seiner Gesund-
verrucken : Und hergegen hat man sie heit nichts helffen / was für Mittel ge- ;
offt und leicht gefunden / daß die geist- braucht wurden. Dieweil aber der >
liche Persohnen ohn alle mühe dieselben Knab je länger je schwächer worden /•verändern / versetzen / und tragen könn- hat sie ihne aus anderer frommer Leu-ten ; welches wunderbahrlich zusehen / rhen Rath zu S. Fridolin gen Seckin-und zuhören wäre. * gen / mit einem lebenden jährlichen
Opffer zubringen verheißen: als nun sol-In Jahr deß HErren 1417. Bela- ches geschehen / ist der Knab im Beth
gerten die von Basel Seckmgen drey derselben Nacht unversehens aufgestan-
Wochenlang / thäten auch derselben den / und nachdem sie gen Seckingen
mit fchiessen grossen Schaden an den in die Kirchen kommen / hat der Prie-
Häusern / und Mauren / ja sie Belä- ster nach der Mutter begehren denKna-
gerten die Statt aufsmächrigestzudem ben Mit deß heiligen Fridolins Meß-
andern mahl / doch nn'ißten sie unver- gewand (so noch allda zusehen) Stab/
richter fachen von diser Belagerung wi- und Messer berühret / und bestrichen /
derum abziehen. So find ich auch in ei- darbey das heilige Meßopffer gespro-
nem altem Buch geschriben/daß die Se- chen / und allda der heilige Fridolin
ckmger wann fte mit ihrem Panner wi- sämtlich angeruffen/ da richtete sich der
Knab