Abt / und Beichtiger.
he. Also hat nun Ursus sein Amt außBefelch des heiligen Fridolins / seinZeug zu sein / verrichtet/ und seinenBruder Landolffum zu der Gottseeli-gen Freygebigkeit verursachet / demgantzen Gericht ein lebendige Prediggethan./ darvon vil Menschen in derGottsforchr gestärckt/ die grosse Sün-der zu Besserung deß Lebens bewegt/und durch das grosse Wunderzeichenbey manniglich mercklichenNutzgeschaf-fet. Nach allen verrichten fachen /nähme der heilige Fridolin den verstorb-nen Ursum widerum bey der Hand /und führet ihn gen Glarus ; da legtesich der Todre widerum in sein Grab /nicht ohne grosse Verwunderung deßVolcks. Es schreiben auch etliche /daß der Groß König Clodoveus inFranck reich nach disem erzehlren Wun-Derwerck/ noch ftchszehen Jahr ge-lebt habe.
Ca P-tf. Auß obgemelter Histori/ und Be-schicht ist hell/ und klar/ daß der hei-lige Fridolin auß sonderer ErmahnungGOttes in dise Jnsul Seckingen kom-men seye ; Er auch mit seinen Jün-gern absonderlich von dem Frauen-Klo-ster gewöhnet habe / und dem Klostervon dem die Statt herkommt/ den,Anfang gegeben/ und von ihme heili-gen Fridolin/ S. Fridlins Jnsul ge-nennt worden. So erscheinet auchheiter/ und klar/ was er für Mühe /und Arbeit/ Streitt/Trübsaal/ Angst/und Noth gelitten habe / ehe daß erein rühige Wohnung daselbst eroberte/und das Frauen-Kloster anrichtete /mit hilff beyder Brüder Ursi/ undLandolfst Landherren zu Glarus. Esist auch ohn zweifflel durch sein heiligGebett/ und Verdienst/ von Komg/und Käysern reichlich begäbet/ undherrlich gefreyet worden; also daß emAbtißin daselbst über die Statt Seckin-gen / und über das Land Glarus / undLauffenburg den obersten Gewalt führ-te/ und Gefürstete Abtißin sein solle.Es lebte aber der heilige Fridolin /
nach dem er den verstorbnen Ürsum zuGlarus zum Leben erweckt hette/ ( soum das Jahr Christi 498. Veschehen)noch ftchszehen Jahr/ nicht ohne son-dere Schickung Gorres / damit er sei-nen Jüngern das rechte Saltz / undLiecht blibe/ den bekehrten Christen /als ein brennende Lucern in der Finster-nußvorleuchtete/ und mit dem Werck/und Exempel/ mit dem Wort/ undLehr/ das Volck zu aller Gvttseelig-keit underwelßte; seinem Kloster einenrechten Anfang/ und die geistlicheZuchtaufdaß allerbeste einführte. Er über-lebte auch den obgemelten reichen MannWacherum seinem Gevattern / undLandolffum den Landherren zu Glarus.
Da aber S. Fridolin zu einem hohen S- Frlds»Alter kommen / und jetzt sein Sterb- lm stirbt,stündlin vorhanden wäre / nach Vät-terlicher Ermahnung zu den ftmigen /als seinen lieben Jüngern/ und Klo-sterfrauen/ verschide er seeliglich in demHerren / wie der betagte Simeon / vol- *ler Tag/ und guten Werckcn zu Se-ckingen/ als man zehlte nach ChristiGeburt 514. Den 6. Martij/ da^ansein Festag nach der Kirchen Ordnung/
Jährlich mit herrlicher Gedächlnuß ge-halten wird; und ist in seinem Stifstmit grosser Klag/ daß ein solche vesteMarmelsaul auß dem Tempel Gottes/Hingenohmen wäre/ ehrlich begrabenworden. Sein Heiligthum wird da-selbsten/ wie billich / ehrlich gehalten /und in einer Sarch mit rothem Sam-met überzogen / in dem Altar gesehen.
Welcher zweyfacht gemacht ist / alsodaß man hinden-und vornen auß son-derbahrer Freyheit/ und altem Her-kommen/ das Opffer der heiligen Meßdarauff vollbringen kan. Sein Be-gräbnuß wird auch durch andächtigeChristen besuchet / und das Heiligthumherum getragen/ bey dem vil/ undgrosse Wunderwerck/ wie es die Altenso wohl Mündlich / als Schriffrlich be-zeugen/ geschehen/ deren wir et-liche hernach setzen wollen.
gliche Miracul / undMundcrwcrck.
p ,; iy - HMN der Statt Seckingen entsinn- sie der gewaltigen Feurönoth wehreten;Frido. fSI? de auf ein Zeit ein schädliche Nichts destoweniger ward die Psaltz /Brunst / die risse so weit um- und die Kirchen von dem Feur fast ver-Jjpwfc sich / daß sie auch die Psaltz welche nicht derbt/also daß man besorgte / das Feurwen von S. Fridolins Münster gele- möchte die Begrabnuß deß H. Fride-gen wäre / ergriffen hatte. In derftl- lins auch verzehren / und in die Aeschenbe" Psirltz wohnete die Abtißin samt legen. Derowegengiengedresorgfälti-chrem Vatter (so ein König in der Hi- ge / und beängstigte Abtißin zudemston gcnennt wird ) dieselben ermähn- Grab / legte sich mit grossem Hertzleydlen ihre Hofleurh / und das Volck / daß darauf/ und sprach: Q du heiliger / undP, F. Murer, Die H. Schweif I z getreU-