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DerVaktcrwird ver-ttibcn-
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Sigisiiiun,du? wirdKönig j»Burgund.
70 Von dem heiligen Sigismund/
und anfwerffen / von deme sie angewi-ftn / und regiert wurden. Ward alsoGaudisel der i. König im Jahr Christi418. Erwöhlet. Diser verließ 2.Söhn Gundiochum/ und Sigismun-dilm. Gundiochus verließ auch zwe-en Sohn / Gundericum / und Hrlperi-cum: auß Gunderico seynd gebohrenGundebaidus/ Hilpericus/ Gudoma-rus/ und Gundisel/ die haben dasBurgundisch Reich in Tetrarchias/ 0-der Viertel vertheilet / und darum un-der sich schwäre Krieg geführet/ bißendlich Gundcbaldus den Hilperich /und Gutmayer errödt/ und zu letst auchGundegisel / weil er zu den Frantzosengefallen/ und wider ihn conspiriert /und also das Reich allein/ im JahrChristi >oz. Behalten. Gundcbal-dus der vierde König in Burgund /(ein Vatter unsers H. Sigismundi )als er jetzt/ wie gesagt/ seine dreyBruder hmgericht / war ein eintzigerHerr über Burgund/ herrschete darü-ber allem noch 6. Jahr in grosser Herr-lichkeit/ machte auch den BurgundernSatzung - und Regul zu leben / undrichte vil guts auß/ ( allein wäre erder Arrianischen Sect ergeben / darinner auch gestorben / und verdorben ) end-lich ist er von Clodoveo Magno/ er-sten Christlichen Königin Franckreich/auß angab / und Verhetzung Clotildisseines Ehegemahls ( Gundebaldi Bru-ders Tochter / von Hilperico erzogen /welchen er mit Weib / und Kindern /ausser Clotilde/ die er ließ leben/ wiegemelt / hmrichten lassen) mit Kriegs-macht angefochten/ und überwunden ija gar auß Burgund verjagt worden ;käme in Italiam zu den Ostrogothenim Jahr 509. Mda er bald auß Kum-mer/ und Vetrübnuß gestorben/ nachdem er das Königreich Burgund 30.Jahr lang regiert.
Als nunBurguttd kein König mehrhctte / hat doch Gnndcbaldus zweenSöhn/ Sigismundum/ und Gunde-marum hinterlassen; zogen also dieBurgundische Amtsverweser zu Clo-dovco/ und Clotilde/ Königin in Franck-reich/ daran zusein/ danut Sigismun-dus Gundebaldi eltcrer Sohn zu ei-nem König in Burgund bestättiget wur-de. .Welches zwar Clodoveus be-williget im Jahr 509. Doch mit sol-chem Vorbehalt/ und Beding/ daß al-les so jenseit der Sona von dem Bur-gundischen Reich gelegen/ solle derCron Franckreich zufallen / als der S\ ö-nigin Clorildis Erbgut / und Heimstcur;daß Übrig / als Wallrs / klein Bur-gund biß an die Reuß/, rc. SolleKönig Sigmunden Regierung / und
Gebieth zustehen' Demnach KönigSigmund also König über klein Bur-gund erkläret/ und bestättiget worden:auch löblich/ und wohl anfieng zu re-gieren : bedaurete es Alcrmus AvitusBischoffzu Wien in Franckreich/ daßsolches Aoelich Geblüt/ und solcher Kö- .
nig von Natur milt/ und Sanfftmüthigmit der Arrianlschen Sect solle behafftsein :und weiter Avirus zum öffrercn ^rlaßtdeeGundebaldozugesetzt / von solchcmver- emnncrfluchten Glauben abzutretten / und zu G cr wirdder Latholischen Religion sich bekennen/ ^hol,,ch.aber alles vergebens; bemühet er dan-noch sich den jungen König zubckehren ;spräche anch deme so vil/ und so langzu / daß Sigismundus sich der Ketze-rei) abkhätte / und zum CatyolischenGlauben auß gantzem Hertzen sich be-gäbe/ bey welchem er biß in sem Endbeharrlich verbliben / und den mit sei-ner Marter bestättiget hat. Alsoguthertzig/ und liebreich wäre er/ daßob wohl er allein zu einem Burgundi-schen König erwöhlet/ und fürgestelltwar / liesse er dannoch seinen BruderGundemarum gern mit sich regieren /und sich ein König nennen. Nun ltwBhatte sich Sigismund noch bey Lebenseines Vatters Gundebaldi mit Amel- wiche«,an,berga deß Königs Theodorici auß Jra- ^r.lia Tochter veryeurathet/ von der erein Sohn Sigericum/ und ein Tochtergezeuget: Da aber Amelberga gestor-ben / ungefähr als er sein Regierungangetretten / hat er sich mit einer an-dern verehelichet / welche mit der er-sten weder an herkommen noch vermö-gen zuvergleichen; auß disem Heyrathist alles Unglück / und Verderben demgantzen Burgundischen Hauß/ wie ge-melt soll werden/ erstanden.
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Der fromme König Sigismund c ap . ?liesse auch mit Raht/ und fürschlag Halt co«-S. Alcimi deß Bischoffs/ im ersten clIm j Tl ^Jahr seiner Regierung/ als er zumwahren Glauben bekehrt worden / dasEpaunensische Concilium versammlen/zu welchem vil heilige Bischöff / undMänner ankammen ( wie bey ßaromoTom. VI. Ad Ann. s c 9- Wettläufsigzufinden ) in deme sonderlich gehand-let worden / wie die Arrianische Ketze-rey auß Burgund mochte außgereutet/und vertilget werden/ und dann dieCatholische Religion fortgepflanhet:
Also ein eyfferiges Gemüth hette erzum wahren Glauben/ liesse beynebenihm daß Heyl/ und Frommen feinetUnderthanen angelegen sein. Disem
Concilio war Alcimus Avitus fürge-fttzt / aufwelchem Maximus von Genff/Theodorus von Sitten/ Bischöff ne-ben andern erschinen. Dise 3. Bi-schofs
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