König / und Markyrer.
Mostcr mWallis.
fchoffneben andern/ hielten/ und tru-gen ein sondere Andacht zu der H.Thebäischen Legion/ und der H. Re-liquien/ zu welcher Ehr/ und Aeuff-Nung GOttes Lob / an dem Platzihrers Märtyrers/ rufften sie KönigSigismund an / bittende: daß er diea««*.,, k kleine Versammlung der Brüder zu A-Ket <s 9 aun0 mehrere/ auß dem KlösterleinDrauritij kinGottshauß aufrichtete / der heiligen'Märtyrer Gebein hin-und her im FeldIrgend zusammen sammlete/ und erbeb-te. Da aber diß allenthalben/ unddessen Bewilligung sich etwas verwei-lte/ käme S. Theodorus der anderdiß Nahmens ( deme von GOtt demAllmächtigen geoffenbahret / daß ergroß Wohlgefallen hette/ wann disenLieben Heiligen mehrere/ und grössereEhr bewisen/ und ihre Heylthum zu-sammen gelesen / und erhebnvurden )etlichmahl für genannten König zukit-ten / daß cr so Gottgefällig Merck fürdie Hand nehmen/ und dem Gotts-hauß ein Anfang geben wölle. End-lich Anno 5iz. Bewilligte König Si-grsmund in die Fundation/ erbautedas Gottshauß in der HH. Märty-rer Mauritij/ und seines ThebäischenHeers Ehr; mit Königs Lotharij/undseiner Brüder Clodovei Magni Söh-nen Bewilligung ; wurde auch in nach-folgendem Jahr durch dem H. Theo-dorum Bischoss von Sitten/ in bey-sein Sigismundi / seines Adels / undHoffhaltung zu Burgund / gewyhen.
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Sigmund aber/ unangesehen daßer mit Königlichen Geschähen / undsorgfältiger Regierung seines König-reichs/ M Geist-und Weltlichen Hanv-len genugsam beladen - nichts destominder übte er sich Tag/ und Nachtim Getatz deß Herren ; beflisse sich deßWachens/ und BettenS/ Fasten/undAllmosen geben: liesse auch von so hei-ligem Eyster / und Fürsatz nicht ab /welches den Teuffel so sehr verdroß /daß er allen List erdachte/ Unheyl inseinem Reich/ und Königlichen Paklastanzustifften / besonder under seinemSohn Sigerio/ und dessen Stieff-Mm-rer/ diß aber wurde letstlich dem H.Sigismund zu einem seeligen End er-sprießlich. Dann als Sigerius ein^intzjger Sohn Sigismundi Königs zuBurgund/ von der Königin Amelber-ga auß Italia erbohren / ein Jünglingerues aufrichtigen/ hoch adelichen Ge-müths / so nicht geringes mißfallen het-te/ daß sich sein Vatter mit einer / wel-che nicht Königlichens Herkommens /und Stammens war / verheurathethet-te/und se.be seine StieffMutterinKlei-dung/ und Geschmuck seiner verstorb-
nen Mutter auffziehen / und prangensahe ; begäbe es sich aufein hoch Fest/daß er dise in gesagtem Pracht ersähe/und ihr diß sehr entrüstet/ verwisezdzrbist nicht würdig / sprach er / daß dichdise Kleydung bedecken / so deiner Frau-en/ daß ist/ meiner Mutter gewesenseynd. Aber welcher unversehenerVerweissung sie also bald entzünd / ih-me auß gefaßten StiessMutters Haß/nach Leib/ und Leben zustellen sich be-dachte : Underfangt sich derhalben al-lerley List/ und Rathschlag/ sich anihme zurechen/ ihren Grimm/ Zorn /und Haß über ihn außrugiessen / auchwie sie ihn bey seinem Vatter möchteverdachtlich machen. Endlich beschul-digte sie den Sohn bey dem Vatter /als ob er deme nach dem Königreichtrachte/ ja gar nachdem Leben/ da-mit er das Reich biß an Italiam/Theo-dorici fernes Großvatters Grantzen zurerweitern/ und mitler weil beyde Reichzubesitzen/ und beherrschen möchte/dißsagte sie offr/ und vil/ daß Sigis-mund ihren Worten ehrlich glaubte/und an seinem eygnen «söhn ern Todt-schläger wurde. Darum im JahrChristi 51 z. Der König zweyen sei-ner Hoff-Dienern ernstlich befohlen /daß man Sigericum (welcher da-mahls zimblrch mit Wein beladennachdem Jmmiß schlaffend zu Bethläge / unverzogenlich mit einem Strickerwürgen solle. Aimo. schreibt /er sey mit einem Schwerd hingerichtworden. Hat also diser edle Jünglingden Todt unschuldiger Weiß erlitten /und zumahl die Freyheit der Zungen/wie auch die unbehutsame Liebe gegenseiner rechten Mutter / gesagtes Weißentgelten müssen. Bald nach geschch-ner fachen erfahret S- Sigismund ausGQttes Anordnung / solche Anklagerdicht / und falsch zuseyn / aus Neyd /und Haß der K'önrgin angesponnen;fallet auf deß Sigerici Leichnam / fangtan hertziich trauren / und weinen / de-me ein alter Mann solle gesagt haben.Beweine nunmehr dich o König / daßdu so bösem Rath glauben / und Visenzu tödten Befclck geben hast. Danndiser weil er unschuldig/ bcdarss da6flehens nicht. Der König aber ließesich von heulen / und klagen / daß erseines Sohns Mord befohlen / nichtabwenden/sprechend : O GOtt ich habgesündiget in dich und Visen meinenSohn ; welchen ich also freventlich daer doch unschuldig /».erwürgen lassenFieng darauf bald als ein Pilgram he-rumer zuziehen / und der H. MärtyrerWallstatt hm-und wider zubesuchen /der Hoffnung GOtt auf dise Weiß /durch derer treues Fürbitt zuversöhnen.
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Siqmlmdlaßt außAich.tzmgder Sliff-MutterSigericumrui leibe«.
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