Abt iu <5*Moritz bit'(et für ihn/undditfri«Nige.
Cip. *•Sigmunv-wirdent-hauptet /lind in ei»BrunnengcwvrD'
König / und Märtyrer.
nen stürßen / und versencken / welchesdann ohne Verzug geschehen / im Jahrnach der Geburt Christi 521. oder 526.den 1. Maij / bey Regierung KäysersZustini l. Wie fruchtbahrlich / undChristlich S. Sigmund die vierthalbeoder achthalbe Jahr in seiner Gesang-nuß zugebracht/ mit was anmüthtigemGebett bey Tag/und Nacht/ mit Fa-sten/ und Wachen/ wie er sich gäntz-jich Göttlichem Willen undergestelt/und heimgesetzt/ was er für Be-gird/ und Innbrunst zur ewigen See-ligkeit/ wie vil Trost/ und Gnaden ervon GOtt erlanget/ entgegen was fürSorg/ Kummer/ und Angst er under-dessen außgestanden/ indem ihme alseinem mächtigen König / niemand zuHilft kommen könnte ; seine Burgun-der/ ja gar seyn eygner Bruder ihn mitdem Schwerd zu erledigen / nicht starckenug; die fromme Geistliche nichts er-alten / und welches das fürnehmst/ sei-ne eygne Kinder / und Gemahlin sämt-lich gefangene zu seyn wohl wüstete /und ausser deß Todks nichts zu wartenhätte ; weil von allem dem nichts ge-sthriben / wollen wir den Leser allein er-ermahnet/ und erinnert haben / solcheszu Gemüth zu führen/was S. Sigmundin seinem Hertzen für Anligen getragen/selbst zu gedencken. Also würd KönigSigmund / beyde seine Söhn/und Ge-mahel enthauptet / und in ein tieften§ein Broklen gemorst?. Über 3. Jahr seyndAw'rd ge. derer seelige Leiber S. Avito Abten beyS. Mauritio durch Göttlichen Willen/%«’ in, und scheinbahrliche Erscheinung geoffen-^lvsicr be. barer worden; auß dem Bronnen her-Mbrn. uuß genommen/ in die schöne Kirchen/und Münster deß Agunensischen Klo-sters / welches S. Sigmund / wie obengemeldet erbauen/ würckUch gefuhret /und begraben worden. Daß Visen Srg-> mund der Allmächtige GOtt under sei-ne Auserwöhlte genohm?/ und zähle/ be-zeugen die vilfaltige erzeigte Wunderswerck / welche bey seiner Ruhestatt ge-schehen. Zuforderst aber wrsten es diean dem Frörer/ oder Fieber gelegen/
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oder ligende / wann sie allda zu Erle-digung diser Kranckheit / für sich dasOpfter derH Meß zuhatten bestellen/und anordnen. '
Nach etlich hundert Zähren um c»p. 7.das izoo. Jahr/ als Carvlus IV. Rö- CarolusMischer Könrg auß Iralia in Teutsch- JJJ*land/ hernach in Böhmen sein Weeg Dcyithumdurch Augsttyall / und S. Bernhards E. Sigir.Berg bey S. Moritzen herauß genoh-wen; erlanget der Käyser durch grosseBitt / und unabtäßliche Anhaltungvon dem Abt / und Convent deß Orts/den Cörper S. Sigismundi/ und an-dere fürlrefstiche Heyltheil noch vilmehr/welche er mit sonderer Ehrerbietung/und Andach mit sich nach Prag gesüh-ret/ und hernach zu Ehrrn/ und Ge-dächtnuß dises H. Märtyrers / seine»neugebohrnen Sohn Sigmund tauftenund nehnen lassen : diser ist nachmahlsim Jahr 14-r. Römischer Käyser/undwegen Condlij Constantiensis Anord-nung höchlich berühmt worden. Im Ein (hegJahr iZ5Z. In Herbstzeit/ kam Käy- Amtgenser Carle aufbegehren Hertzogs Alber-ti von Oesterreich / gen Zürich / die rf«.vertrennete Gemüther zuvereinigcn;auf welches reisete er auß Andacht mitvil Bischöffen/ Fürsten/ und Herren denZüricher See hinauf/durch geleyd Bür-germeister RudolffBrunn/ genEinsid-len/ und nach verrichter Andacht be-abete er das Gottshauß mir dem hal-en theil deß Haubts S. SigismundiMartyris/ und den halben theil vondem Arm S. Mauritij ( welches erverstoßene Jahr in Wallis zu Agaunobekommen ) neben andern schön / undköstlich gezierten Heylthumen mehr/ undein merck liche summa Gelts zu An-wendung gemeines Haußwesen. Wirdalso zu Emsidlen das halbe Haubt ingrosser Würden/ neben andern Heyl-khumer / aufbehalter, / und geehret /dessen Gottshauß sonderer Patrvn erauch jederzeit verbliben/ undgehalten worden.
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P. F, Murer, Die H. Gchweitz.