74
8. HYMERIUS, Confessor, & Eremita.
sci
OM!
MMjMelchtM/undKn-
sidlcrs im Jmmerthall/ Lausanner Bi-stums/ Leden/ und ftcligs Ablkibm.
Hat gelebt ungefährlich um das Jahr Christi JEsit 600. Starbe bett
tii Novemb»
Von ihm schreiben/ und hanblen das Bastler/ und Lausanner Bresvier im Sommertheil/auf den 12, Wimermonat: auß welchen nachfolgen-de Hlstort gezogen. Item Marcyrologium Basileenle stuf gemelten Tag/so Anno ,584. zu Freyburg im Bröißgöu gedruckt. Weiter listt man vonihm in zwey alten geschtibncn Büchern Bischöfflichtt Canyley zu Brumruk.Dessen gedenckt auch das Bisantzifch Brevier/ und Christian WursteysenStattschreiber zu Baßel/ in der Bastler Crontck.
i.
vntcer»
land.
Cbronick
Cchustian
Wurstey,
ftus.
SHyme.ri»s wirdrinEinsid««er.
^WA^As alte Baßlerisch/ und Lo-« sannisch / von der H. Rö-mischen / Apostolischen Kir-^»^1 chen approbierte Brevier /'S stellet uns auf den 12.N0-vembris für/ und gibt zu-erkennen das Leben/ Und seeligenTovS. Hymerij Adelichens Stammens /auß der Provintz AlSgavia / in deutFlecken Lune/ jetzt Dandfereüx/ zwostund von Bruntrut gelegen/ geboh-ren : ohne zuthun der Jahrzahl. Je-doch finden wir in der Baßler Chro-nick/ das K'ayser Carolus Crassusdem Kloster S. Germani inl Munster-thal/ neben andern Freyheiten/ undGaben/ im Jahr 884. S. HymerijCell mit seiner Zugehör/ verehret undübergeben. Auß dem zuschliessen /daß er um das 600. Jahr habe gelebt/von Adelichen Eltern gebohren/ vonJugend an zu aller Gottsforcht erzo-gen worden. Da Hymerius zu sei-nem Verstand/und Mannbahren Jah-ren kommen/ und der Menschenkindergefährlichen Stand erwogen / nähmeer ihme für die Welt zu Verlagen/ mitallem deme/ was ihm voM Väterli-chen Erb zustünde; zöge mit seinemDiener Elberto ( andere Lesen Alber-to ) in die Einöde / Susingum damah-lens/ jetzo aber Sank Jmmerchal ge-nannt : Allda reutett er/ Und erbaue/te mit grosser mühe ein Ackerlein mitKorn/ welches zwar schön anfieng/ a-ber bald besunde er alle Aehren lähr /ohne Samen / welches dem Heiligenein Anzeigung gab / daß Gott ihnwei-ters beruffe. Also gieng er zum Bi/schöfflichen Sitz Losanna/ begehrt denAcker um ein Zinß/ wurde ihm um den
drittentheil vergünstiget/ dergestalt daßer dem Bischöffllchen Hof/ unser liebenFrauen zween theil Jährlich alles Ein-kommens vergabete: den übrigen drit-ten theil zu seiner Nothturfft / und Auf-enthalt behielte. . Etlich Jahr her-nach / da er in Einsidltschem Stand /
Und geistlichen Übungen wohl gegrün-det/ und mercklich zugenohmen; em- g t v<&fWschlösse er sich das heilig Land ( in demunser Herr/ und GL>tt/ um Erlösung "m.der Menschen / grosse Marter / Undden bittern Tod außgestanven ) alleMüht/ und Arbeit/ alle Zufäll/ undGefahren hindan gesetzt/ zubesuchen/und so es möglich/ die Marter-Cronum seines heiligen Nahmens willen zu-erlangen: und mit Visen heiligen Ge-dancken verließ er seine geliebte Freund/und Blutsverwande/ samt dem Vat-terland/ und schiffete mit Elberto sei-nem Diener/ Nach dem gelobten Landgen Hierusalem ; da fienge er ein En-gelisch Leben an/ MitBetten/ Fasten/
Und Wachen/ tN Besuchung der heili-gen Herther / da JEsus Christus Got-tes Sohn/ Unser Heyl/ und Erlösungvollzogen. Durch dise tägliche / undlangwehrende Übung (weilen er dreygantzer Jahr im heiligen Land geblj-ben) käme er zu grosser Vollkommen-heit/ und heiligem Leben.
Es begab fich/ ohn Mistel auß c,p-*Göttlicher Providentz/und Anordnung/damit er seinen treuen Diener Hyme-nium der Welt zuerkennen gäbe - Daßin einer Jnsul des Meers/ ein greulichgrosser Greiff/ vilmahl des Tags m«tgrossem Geschrey / und Schaden Viehs/und der Menschen/ sich erzeigte/ und
Um