Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Partis sub,circnciui.

Stirbt

Eottseeli--

Von dem H. Germano / Abk/ und Märtyrer. 77

sagt / er sey von etlichen so zu S. Gttmani Zeiten gelebt / und alles gesehen/dise Hjftori zu schreiben ermähnet worden: Nennet derselben zweyen / ncm-ltch Chadoaldum/ und Andium/ von denen er. solches erlehrner/ und wirvon Wort zu Wort auß dem Lateinischen ins Teutsch gebracht. Von S.Germano tractiert auch das alte Baßler Brevier/ aufden 21 Hornung»Item Christian Wursteysen in seiner grossen Baßler Chronick / fol. tuAuch hat Sebastian Brand V. l. D. sein Leben Klegiaeo Caroune beschriben.

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Anet Germanus ist zuDri-er in der alten Ertzbischöff-lichen Statt gebohren/ des-sen Varrer Optardus Ade-lichen Stammcns/ und sei-ne Vrüver Opromarus /Und Numerianus waren. Optoma-rus des Germani elterer Bruder/wä-re an Dagoberti deß Königs in Franck-reich Hofin grossem Ansehen / wie auchunder dem König Sigebertv/ wegenseines hohen Verstands / und Weiß-yeik/der fürnehmste/ und berühmteste.S. Germanus wurde Mvdoaldo demTrierrschen Bischofffreye Kunst/ undGottsforcht zulehrnen/ ündergeben:Der fromme Bischoff ersähe an demJüngling gute Art / schönen Verstand /und Gottes Genade / vorsähe auch daßmitler Zeit grosse Ding GOtt mit ihmwürcken wurde ; underwise verwegenihn in aller Gottsforcht/ und Tugen-den/ also daß der Jüngling darinnen mitmanNiglichen Verwunderung/ zunäh-me. Da er zu Hertzen führest dirLehr S. Pauli deß Apostels/ daß al-les Zeitlich vergienge wie der Schatten/und wer ®ott dienen wolle / alles sol-le verlassen; hat er <3. Germanus sei-uem Lehrmeister Modoaldo sein Vor-haben eröffnet/ Erlaubnuß begehrt dieWelt gantzlich zuverlassen/ und GOttallem in einer Wildnuß Mienen ;chrßgeschahe im sibenzehenden Jahr seinesAlters. Der Bischoff ein hochwei-ser Mann/ wirderriehte dem frommenJüngling wegen seiner Jugend / soreiff bedencklich / schwärs Vorhaben 1Und neue Weiß zuleben. Germanusaber auß Göttlicher Eingab/ liesse sichvon deß Bischoffs Gutachten nicht ab-wendig machen / sonder nähme vonchm Urlaub/ theilte sein VatterlicheErbfthaht den Armen/ und zöge Mitdrey Gefährden zu dem Bischoff At-nulpho / welcher damahls in der Einö-de Horenberg sich aufhielte. Arnul-phus nähme German samt seinen Ge-Wrden mlt freuden auf/ thäte ihm nachKloster Gebrauch S. Benedicti Ha-bit an/ Hesse ihm ein Krantz scheren /behielte ihn ein gute Zeit bey sich / leh-tete ihn die Klösterliche Zucht / undLeben.

Darnach käme S. German in S.Romarstl Kloster/ zu oberst auf demBerg ( jetzo Römelöberg) gelegen /welches er erbauen. Von dannen erzween Gesellen zu seinem jüngern Bru-der Numeriano abfertigte/ ihn zuer-mahnen/ daß er sich auch zum Geist-lichen Ordensstand bequemen/ unddetüppigen Well abkünden solle. Nu-merianus ließ ihm diß ersuchen gefallen/und folgte ihm; wurde ein Mönch inS. Romarici Kloster / in welches be-dr Brüder German/ und Numeriattzusamen kamen/ wurden von den Bru-dern ermeltetts Klosters freundlich/ undmit Freuden empfangen/ und aufge-nohmen. Und weil ein Gottlieben-des Hertz/ und unsträfssch Leben/ sichnicht verbergen kan/ German so vonGOtt zu höherm Stand berußen/ nachdem er in dem Kloster S. Romariciangenohmen worden / ergäbe sich Gottdem Herren mit Betten / Fasten / undWachen/ und brachte manche Nachtin Andacht zu/ suchte in Kleidung /und leiblicher Ausienthaitung nichts /als die blosse Nochmrffr ; eusserte sichauch nicht mit seinem Bruder in Waldzugehen / Holtz zusällen; und auf sei-nem Axeln nach Hauß zutragen. SeinLeben/und Wandel war allen Bru-dern ein Beyspil/ und Exempel Geist-liches Älosterlebens / deme sie sich auchnachzufolgen beflissen. German a-ber deme Weltliche Verehrung nichtgefiele/ deßwegen undekant begehrtezuleben/ menge mit Numeriano seinemBruder/ sciMt Chumiano oder Cunarnv / einem gebohrnen Burgunder/ vonS. Romaric» Kloster weck/ willens inBurgund in das Kloster Luxovium /oder xusse zuziehen/ welchem damahlsAbt Wandelberrus mir grossem Lob /und geistlichem Eyffer vorstünde. Alssie da ankommen/und Abt Wandel-berrus aus Götllicher Offenbahrungerkennst/ was Ursachen vorige Woh-nung German / und seine Mitgcfährrden/ verlassen/ und gen Lusse kommen;nähme er sie mtt sreuoen auf/ und lies-se sie under seinen Brudern wohnen»Nach kurtzerZeit/ als dttfrömmeAbkdeß Germans Fromkeit/ und heiligLeben vermerckt / ermähnest er ihn dieÄ z Pries

Lap.».

Numena«nus Er.GermansBruder ver»iaßl dieWeit auch-.

S GerUiU.ni strengeskeben.

Kdmk mttandermgen rurovkum in dasKlvlicr.

Wird Prie-ster.