Zlbt/ und Beichtiger.
85
Le / als ein schönen Wald / eins theilsGebürg/ darneben ein Ebne/ hetteer ein Wohlgefallen allda ein Zellenzubauen. Da waren aber vil Schlan-
gen/ welche auf deß heiligen GallenAnkunfft alle darvon gewichen/ daßhernach keine mehr gesehen worden.Über daß kamen beyde wider zu demOrth/ in welchem das Creutz erstlichaufgericht worden / und spräche f derPriester zu dem Heiligen : wir wollen^ unser Garn/ und Taschen nehmen/wÄ" damit wider heimziehen. Der heiligebrrytzaa/ Gallus aber sprach : Du magst heim-lich Nacht gehen/ ich aber bin willens noch etwas°bn Eprjß hie zuverbleiben/ und über drey TagUfos unt Gottes hilff/ dir nachgehen. Nachdessen Abzug /. hat der Heilige Galtdrey gantzer Tag Leiblicher Nahrungsich enthalten / auf daß er diesen Qrrhdurch Gebett / und Fasten erhielte/ undemweyhete. Darauf folgte er nachArbon/ allda wurde er von Willimarodem Priester/ freundlich empfangen /Und gehalten. Under dem Mittag-mahl/ spräche der Diacon zu dem Prie-ster : Wann ein Bär da were/ so wur-de ihme Gallus ein Brod geben: daWillimarus fragte / was diseWortin-sich hatten ? erzehlete er ihme alles wasin der Wildnuß sich zugetragen. Un-82 lu derdessen / als sie noch beysamen geseftliirbt. sen / komt Bottschasst / wie Gauden-tius in disem6i4. Jahr gestorben/ fürdessen See! zubitten / sie angemahnetworden.
Ä*'
N"tzvnis
Schierk' ri> w't
Über den sibenden Tag kommen an-dere Bries / von Guntzone dem Her-bog an den Priester / deß Jnnhalts /daß er mit S. Gallo am zwolfften Tagsolle gen Uberlingcn kommen ; dannder böse Geist hatte Fridburgam einschöne Jungfrau / und deß Hertzogseinige Tochter besessen / welcher sie ohnunderlaß peynige/ und nichts essen las-se ; also daß sie sich bfft auf der Erdenschröcklich hm/ und hero geweltzet/ undmit harter Mühe von vier Männer ge-halten seye worden. Als er dreyßigTag in diser gestockt / fienge er an er-schrecklich zuwütcn/ und schreyen. Da-rum sandte der Hcrtzvg ihr Vatker/ zudem König Sigeberto / Königs The-odorici Sohn/ welchem sie versprochenwar / Legaten / deme wegen seinerTochter/ und seiner Vertrauten leydugen Zufall ; der König bestelte/ undabfertigte unverzüglich zween Bischofs/eines grossen Verdienste / und t Nah-mens/ welcher der Jungfrau überge-bene Königliche Verehrung bringen /und scheuchen sollen; da aber derböse Geist durch ihr angewents Ge-bett von lhr nicht weichen wolle / reiß-
ten sie von bannen wider zu dem Kö-nig. Hierzwischen ermahnete Willi-marns S' Gallum/ daß er mit ihman deß Hertzogs Hof ziehe / weil Gun-tzo der Hertzog / wegen seiner Tochtergesagten Unheyls/ seht bekümmeret ;Als aber Willimarus den heiligen Gal-lum nicht möchte überreden / sagt er derheilige Gallus : daß ist ein Reiß fürdich / was hab ich mit weltlichen Für-sten zuschaffen ? Ich will in die Wüste/daher ich bin kommen / und den Brüdern / so GOtt da dienen sollen / umihr Nothturfft sehen; Ziehet also mitzweyen Mitbrüdern Magno / Und The-odorico/ im Jahr Christl 614. SeinesAlters 8z. Jahr / in sein geliebte Woh-nung / und Ernöde. Folgenden Tagssagte er den seinigen/ daß/ wann et-wann der Hertzog käme / sollen sie ihnnicht verrühren/mit Vorwendung/ seinAbt Columbanus habe lhn in Jrallamabgefordert/ dahin sey er gezogen. Aufdiß begab er sich selb drirr durch ChurRhwtter Wildnuß / und wie sie dennächsten Berg aufgestigen / kamen siein die Wildnuß L>enmam/ von bannenin den Flecken Huaradam / finden alldaJoannem Diaconum/ ein Gottöförch-tigen Mann/ diser beherberget sie sie-ben Tag ; von dorten begab er sich inein stilles Einödlein zubetten. ^ier-zwischen ist der Priester Willimarusnach Uberlingen zum Hertzog vcrrerßt/ihme anzuzeigen/ was sich mit dem H.Gallo verlosten ; Aber der Fürst be-zwunge Wtlllmarum/ dem Heiligennachzusetzen/ und mit sich nach Hof zu-bringen/ damit durch dessen Gebert /sein geliebte Tochter möchte von demlepdigen Teuftet erlediget werden/ sin-temahl der böse Feind allbereit beken-net/ er müsse durch oises heiligen Ge-bett außgerriben werden alsbald erkäme gleich wie er schon zuvor zwey-mahl von ihme sey verbannet wor-den/ als zu Bregentz/ und Tuckingen.Weil aber Hertzog Guntzo dise heiligeMänner ohne alle Ursach von Bregentzverleiben/ habe er von G^rt Gewaltbekommen / sein Tochter zu besitzen /Utld quälen. Als St. Willimarusdeß Hertzogs Besttch behend nachkom-men / fiirdet er den heiligen Gallum ineiner Krufft/ ein Buch lesend/ grüssetihn freundlich/ und verkündet ihm derLänge nach / wie der Hertzog gcsinnetwäre/ wann er sein Tochter von demloyvigen Feind entledigen wurde / wol-le er ihn zu einem Biichoff in Eostantzeinsetzen/ und bestättigen lassen. Indem sie also mit einandern in dem Ge-spräch / kommet Johannes der Dracondarzu/ setzte seinem Gebrauch nach /ihnen fürungesäurctBrod/ einFlasch-L % lein
Galt
wird erfor-dert denTeüteljube»schweren /tveigert sichaber.
Ziehet insein Wild-nuß mit fei,nen Bra>der».
Kommt ilsBündrcn/wird abervon danncttzu Gmitzo-ne brruffcn.
Io.in Dia-kon brinqckdem H undseine Gastwessen-