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Magno / nach Costantz; und als er indie Versamlung eingetrctten / ermah-nete Guntzo derHertzog diegantzeVerrsamlung/ G0tt emsig um ein treuen /und rechtmäßigen Hirten zubitten. Da-rauf alle Geistliche / einer zu dem an-dern sprachen: der heilige Gallus habevon männiglichen ein guten Beruff iund Nahmen / sey in heiliger Schrifftauch wohl erfahren / ein Liebhaber al-ler Tugenden / deßwegen würdig cjrtHirt über das ganne Volck zuseynDarauf der Hertzog nach angehörtenStimmen / zu dem heiligen Gallo sag-te: Hörest du was dise sagen/ Und be-zeugen? Guts sagen sie sprach Gallus/wolte Gott es wäre war : Aber wiehandlen sie darinn? wissen sie nicht wasin Geistlichen Rechten verbotten / daßniemand welcher aus seinem Vatter-land hinweg gezogen / leichtlich sollean andern orkhen ordinieret werden.Aber ich hab einen Diaconum Joan-nem / diser Landen gebohren / und er-zogen / deme die Zeugnussen / -so mirzugelegt / schön Zustimmen ; und weillch eines guten Vertrauen / und Hoff-nung bin / er sey von G0tt schon dar-zu erwöhlet / so schlage ich euch Visenzur Wahl für. Dessen Fürschlag gest e-le allen : der Hertzog ruffte / und stel-lete den allen für / und fragte: Bistdu der Diacon Joannes? was Lands/und Herkommens bist du? Er antwor-tet : in der Lhurer Rhetra von gutemmittelmäßigem Geschlecht bin ich gebohrren / darauf fragte der Hertzog : ober ihme getraue / das BischöfflicheAmt mit Nutz zuverwalten? da ant-wortete der heilige Gallus an statt sei-nes Jüngers. Under diser Tracra-tion/ und Underred/ weichet Joannesvon dannen / gehet aus der Statt inS. Nicolai Kirchen ( welche setzt S.Stephani Kirchen ist ) aber die Prie-ster/ und Lcyen folgten ihm/ und nah-men den bitterlich weinend / führetenihn für die Bifchöffe/ und Hertzogen /Und sprachen einhellig : der Herr JE-sus hat Ioannem heut zu einem Bi-schoff erkohren. Und alles Volcksprach Amen. Die drey Bischoffführ-tenJoannemzum Altar/ und ordinier-ten ihn mit herrlicher Benedrctwn zueinem Bischoff/ begehrten hernach vonihm / er solle das Amt der heiligen Meßverrichten : In welchem als er zum Offfertorio kommen / hielte der H. Gattein herrliche Sermon oder Predig/ wel-che Bischoff Johannes dem Volck ver-ständig m das Teutsch gebracht/ undfurgehalten. Nach dem der Gorts-dienst/ und das Fest fücüber/ und je-der nach Hauß abgetretten ; blrbe derheilige Gallus noch siben Täg bey dem
Bischoff Johanne/ ermahnete/ undtröstete ihn / und da sie schon von ei-nander Persöhnlich abschiden / warensie doch mit dem Gemüth ohn Under-laß vereiniget / und hette der Bischoffin zufallenden Geschafft - und Handlun-gen/ allezeit seinen Trost/ und Zu-flucht zu S. Gallo / als zu einem Vatter,
Als Sigebertus König in Frank-reich/ bericht worden/ was gestalt dieJungfrau wider in alten Stand / undGesundheit gesetzt were/ begehrte ervon ihrem Vatter dem Hertzog/ er wol-le selbe ihm zukommen lassen.: der Vat-tcr schickte sie ihme mit grossen Appa-rat / Kleinodien / Geschmuck / undReichthum / welche deßgleichen von demKönig mit grosser Freud empfangenworden. Wurde auch also bald vonihm befragt/ weil ihr von zweyen Bi-schöffen / so eines Gottseeligen Beruffswaren/ welche er ihr zuge,chickt/ nichtsey Hilff geschehen/ wie sie Gesundworden ? Mein Herr / sprach sie: Esist ein heiliger Mann in unserm Land /Mit Nahmen Gallus / auß Schott-land ankommen / so grosse Genad vonGOtt / und wider die Trüffel wnrckii-che Macht hat; dann als ich dein Die-nerin / aus feindlichem Ubergewakt inGefahr deß Lebens gerathen / ist derDiener Gottes auf meiues Vareerninnständiges begehren / erschincn/ hatdas heilig Creutz über mich gemacht /und dem Teuffel mich zuverlassen/ uritkräfftigen Worten gebotten : Hieraufist der leydig Feind aus meinem Mundin Gestalt eines Rappen/ mit höllischerGrausamkeit gefahren / und als der hei-lige Gav mit dem heiligen Fronleich-nam JEsu Christi mich gespeiset / binN ZU vonger Gesundheit kommen.Auf solche Red fühlt.sie dem König zuFuß / und spricht: Ich bitt du wöllestVisen heiligen Mann mit GNaden be-schützen/ und erhalten / undmeiuetwe-gen unbeschweret ihn solches ergeltenlassen: der König fragte / in welcherWildnuß er sich aufhalte ?'Sre zeigtihme an / er sey in der ArboneNserHerrschafft/ sey ein gemeiner GrundZwischen dem Rheriere Albengebürg /und Bregentzer-See gelegen. Dader König hörete / daß er auf der Ge-meinden Grund/ und Boden wohnete/schickte er deme Sigel/ und Brreff/ ersolle auß Königlicher Macht Visen 0rrbesitzen / und behalten. Schickte ihmdarneben zwey.Psimd Gold/ und zweyPfund Silbers/ und befähle sich durchseine Gesanden/ seinem eyfferigen Gerbett; Liesse Guntzoni dem Hertzog auchvermelden / er solle dssem Einsidler/inwas Saüien er selbst wolte/ behrlfflich
seyn/
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Grosse Hei»iiqfi-is undLob S.GaUi.
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