Abt/ und Beichtiger.
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von unser lieben Frauen/ vom Heil.Creutz / von St. Mauritz / und seinerGesellschafft/ auch S. Columbani/ undGalli Heylthum waren/ ) und fien-gen an ein gute Zeit darbey zu Betten/daß sie an disem -Orth ein K'irchen/undCellen bauen/ und Wohnung habenmöchten/ darzu befürderten sie dieum-- ligende Landöleuth mit Steur/ undspeiseten sie/ daß also die Kirchaufer-bauet / und von Wicterpo Bischoff z«Augspurg zu GOtles / und seiner lie-ben Mutter / und Floriani MärtyrersEhr gewyhen/ und des heiligen Man-gen Cell zu Waldenhoffen genanntM/kgy wurde. Als auch von Tag zu Tagein grosserZulauff/und Wallfahrt dahinNanmein geschehen / und vilgeopffert wurde/setz-Mnung re St. Mang Tozzonem dahin / be-fahle ihm das Volck/ und zöge ausLiebe der Einöden/ dem rauchen Ge-bürg/ und den Faucibus Alpium Zu-liarum noch mehr zu/ und da er umMittag-Zeit einsmahls an einem be-z. quemen Orth an dem Lech angelanget/6e» ruhete er etwas / da kuffen die bösesich Geister in den Bergen ihren Gesellenim Lech / um Beystand zu/ den Heil.Mann von bannen zubringen/ weil ersie gleich wie sein Lehrmeister Gallusvertreibe / zerstöhrte ihre Götzen / brach-te die DraÄen/ und anders Geschmeißum das Leben. Aber die Teuffel imWasser bekennten frey ihr Macht ge-schwächt zusein; seyen durch die En-gel Gottes gebunden / darüber einschröcklich heulen der Teuffeln sich er-haben / daß sie weichen müßten / weilder Heil. Magnus imGebett läge/ sichund die Gegne mit dem Heil. Creutzzeichnete. Nach verbrachtem Gebe«/
setzt der Heil. Diener Gottes wider ri-ver dem Fluß Licum ( da noch in ei-nem harten Felsen zween Fußtritt ge-sehen / und des heiligen Mangen Schrittgenennt werden) käme zu Tozzonesei-nem Priester/ bey unser lieben Frauenzu Waldenhoffen wohnent / erzehltedem was sich underdessen zu Füssen zu-getragen. Als sie ihr Vesper aufbestimmte Zeit bey unser lieben Frau-en gebettet/ hörten sie die Teuffel wi-der jämmerlich in dem Lufft heulen ,und klagen / dann es ihnen zuwider /und verdrüßlich wäre von Visen Orthen/durch die Göttliche gewalt abgetriben/und verjagt zu werden/ welches derHeil. Mang durch innbrünstig Gebettzuwege» gebracht.
JÄ,* rf« Deß andern Tags begäbe sich S.Mang / als ein Liebhaber deß Einsid-"N. lertsm / und Klösterlichen Stands/ mitTozzone dein Priester in sein auffcr-wöhlte Einöde zu Füssen / welches einP. F. Murer, D»e H. Schweig.
enger Platz ist zwischen hohen/ undvorroben nach zusammen reichenden Ber-gen/ also daß wie man sagt/ CajusJulius Cäsar mit seinem Pferd zu demandern Berg hinüber gesetzt habe/da-hero sie dann Alpes Julia seyen genen-net worden: Durch dise Berg/undengen Thal fliestet das Wasser Lycusoder Lech/ und darum daß er durch soeinen engen Weeg durchkommet/ ha-ben die Alten das Qrrh Fauces / einengen Durchkaust genennet. Füssenaber nennet man es / wegen deß Paß/und der Landstrassen. Es führet auchdie Statt Füssen in ihrem Schild / undWappen / drey Menschen-Füß/ undsollen dardurch anzudeuten/ daß diseStatt ein Paß in Tyrol/ Bäyern /und Schwaben seye. Der heilige Bauer er«Mang baute alsbald in seiner Wüsten Capellen /zu Füssen am Lech/ ein Kirchlein aufeinem Felsen/ zu ehren unsers Herrn de«<m>JEsu Christi/ daß wurde von demGortseellgen Bischoff zu AugjpurgWicterpo gewyhen / und zu St. Sal-vator genenner; solle jetzt Sr. Seba-stiani Capellen seyn / ob der grössererPfarrkirchen/ und Kloster / so jetzt mdeß heiligen Magm deß Patronen /und Stiffters Ehre erbauen / und ge-wyhen ist. Da nun nach Weyhungdiser ersten Capellen St. Salvatoriszu Füssen/ dem H. Bischoff Wicterpoder heilige Magnus noch besser bekanntworden/ eygnere er chme Magno etli-che Priester / und Jünger zu / welchesich oeß heiligen Benedicti Regul/undDisciplin underworffen/ den Gotts-dienst da verricht / und das K losterle-ben gehalten haben. Zu solchem Endreifere auch Bischoff Wicterpus zu Pi-pino Hertzogen zu Neustria oderBra-band / der seelige Hertzog Pipinus /dessen unser P. Laurentius Surius inden Lebender Heiligen/ den 12. Fe-bruars gedenckt/ welches Gemahel Pd-da / ein andächtige Gottseelige Frau /in die Zahl der Heiligen eingeschriben/hat ihrem Herren S. Gertrndem einKloster - Jungfrauen / und Beggamgebohren. Begga gebahr den an-dern / Pipinus der dritte Nepos Pi-pint deß andern Vice - König 17. Jahr/ein Vatter Käysers Caroli Magni/ zudisem frommen Hertzog Pipino wie ge-sagt worden/ reisete Wicterpus/ alszu dem Herren diser Landen/ bittentdiß K'Iösterlein in Schutz / und Schirmaufzunehmen / befreyen/ mit Renthenversehen/ damit es auf solche Weiß -möchte gemehret/ ernähret/ und er-halten werden. Pipinus auß sattem
Bericht Hertzog? Guntzogiszu Schwa-ben/ wie auch deß Bisckoffs Erzeh-lung/ von deß heiligen Magm Leben/
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