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Theodorusbnsudjt St.Magnum-
Cap. II.
Maqimsunb Tt>eo«dorusjichmtum BischofWicterpo-
Magnusweigere sichdic Priester,wcnuunqanzuncm,me».
Wird Prie,ster-
Von dem Heiligen Magno/
und Wunderwercken / nehmlich : wieer den Bracken qetödt/ andere Unthierund Ungeziffer / ja auch die Teuffel selbstvon dem Orth abgefertiget/ verehreteund übergäbe dem neuen Klösterleindie Gerechtigkeiten / und Zehcnden /zuGeltenstein/ bestättigtediß auch mitBrieff und Sigel. Under disem Ver-laustmit Pipino/ käme der seelig Theo-dorus deß heiligen Magni Mitbruder/und Comprofeß von Kempten gen Füs-sen/ seinen Vatter heimzusuchen/ undnach geschehenem Gruß/ und Brüder-lichem Kuß / erzehlte Magno Theodo-rus/ wasUngelegenheit/ Verfolgung/und Zwang er von den Kemptnern /und denen so bey der Pler wohneten /habe müssen erdulten / und wie er angemelter Pler ein Kirchen zubauen Wil-lens gewesen/ und die durch den Bi-schoff Wicterpum zu unser Lieben Frau-en Ehren Weyhen zulassen/ wann erMagnns ihme Fürbitt/ und Hilffbeydem Bischoff leistete.
Dise Bitt könte Magnus nichtabschlagen / zogen mit einandern anden Bischöfflichen Hok Heptaticum /da sie ihn/ dem andächtigen Gebettobligend / fanden; Als er aber diserzweyen Ankunfft gewar worden / em-pfieng er sie freundlich / und auf fürge-brachtes Begehren / antwort er la-chends Munds/ wolle mit gelegnerZeit die Kirchweyhung gern verrichten/müsse doch ihnen zovor seines HertzensGedaNckeN eröffnen : Eben eher ihr zumitkommen / spräche er/ hab ich beymir entschlossen dich Magne auf kunff-tigen Herbst Fronfasten zubeschicken /und wegen deines Gottseeligen Lebens/zum Priester weyhen/ inbedencken derTugenden mit denen dich GOtt begä-bet/und geziehret hat. In dem sichaber St. Magnus auß Demuth wi-derte / ersahen Wicterpus/ und Theo-dorus über dessen Haupt ein hellenglantzenden Schein / in Gestalt einergüldenen Cron Z da stunde der Bischoffmit grossen Freuden auf/ umfienge unvhalsete Magnum auß eyfferiger Liebe /und über ein wenige Zeit reisete derBischoff mit beyden heiligen Magno /und Theodoro auf Kempten/ Weyhetdie neu erbaute Kirchen zu Ehren Got-tes / und Maria seiner Mutter / ver-kündiget dem Volck das Evangelium /und Weeg zu dem seeligen ewigen Le-ben : Das bekräfftigte auch der Heil.Magnus mit darüber gethanen aufer-baulichen Predigen. Als sie sament-lich wider zu Hauß gelangt / und Theo-dorus zu Kempten blibe/ wurde derHeilige Magnus auf ^gesagtes Ouar-tal zu einem Priester gewyhen. Wie
auferbaulich aber er sich darauf gehal-reu / geben Zeugnuß vil WunderthatenanBlmden/ Hörlosen/ Lahmen/undBesessenen. Item die Eisene Ertzrgrub/ so er in den höchsten Bergen /dem Land / und dem Jnnwohnern zuicheinlichem Nutz/ und Auffenthülter-funden. Ja die wilde Bären ge-horchten ihm / welche ihme nachgefolgtwie zahme Hund / führten die Men-schen auf dessen Befelch/ durch unge-heure Wildnuß / ohn aller andererThieren Nachstellung / und Verle-tzung/ und deßgleichen auß der Wild-nuß widerum nach Hauß. Baldals er der Heilige Magnus Priesterworden / ist der Heilige WicterpusBischoff zu AUgspurg todts verfahren/im r 6 . Jahr von seiner Erwöhlung /und solle der heilige Mang von HertzvgPipino an dessen statt fürgeschlagenworden seyn; als er aber keines wegs Will mt,sein Willen darein geben wolte (wie Bischoff«'auch sein Lehrmeister gethan)ernennet LAN'er seinen Jünger Tozzonem an sein stattBischtum auf sich zunehmen / und zu-verwalten. Dessen hätten Pipinus /die Clerisey / und alles Volck ein Wohl-gefallen / und folgeren ihm.
Nachdem der heilige Magnus sein cap. aZeit erlebt / und hohes Alter wie S.Columbanus / und Gallus erreicht(dann er bey achtzehen Jahr alt / eheer zu Lupovio den Orden angenommen;in gemeltem Kloster in Franckreich /Teutschland / zu Tücken am ZüricherSee/ und Bregentz / zubrachte er beyzehen Jahr / mit dem heiligen Gallovierzehen Jahr. In dessen Wildnußaber / nachdem der heilige Gall verschi- Magn>^den wohnete er mit Theodoro viertzig fon w*'Jahr/ biß deß heiligen Galli Kloster/
Grab verhergt worden/ da zöge er mitTheodoro / und Tozzone dem Priesternach Kempten / und Füssen/ und lebteder Orthen noch 26. Jahr. Also daßwie er 98. Jahr alt wäre ) erkranckteer an einem hitzigen Fieber; da beschick-te er seinen Mitbruder Theodorum vonKempten: der machte sich unverzögen-lich auf die Reiß mit bequemen Artz-neyen / und alsbald er hinkommen /und die grosse gefährliche Schwachheitgesehen / beschickte er auch den frommenBischoff Tozzonem von Augspura / wel-cher sich mcht säumte/ weinete bey ih-me bitterlich / mit Meldung / daß ihmseyd thue seines getreuen Vatters todtansichtig zu werden: Der heilige Mag-nus aber tröstete beyde. Ars dieKranckheit sich 14. Tag erstreckt/ unddre heilige Tozzo/ und Theodorus mitheißen Thrähern bey ihmgebetten /hör-ten sie ein Himmlische Stimm / lautend
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