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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Abt/ und Beichtiger.

VeniMagiie , veni ; accipe coronam,am gantz / Und UNversehrtt/ sondernquam tibi Dominus prteparavit, daß auch wohlriechend / Und glantzend wttist: komme Magne/ komme; dieCron ein Carfunckelstein ; und mit grossen-uempfangen / welche dir der HErr zu- Ehren / und lieblichem Gesang wurdebereitet hat. Darauf höreten sie auch der heilige Mang erhebt / und zu demBrbt sec* lieblich singen / und gäbe der heilige verordneten Orth transferiert / und ge-

Magnus GOtt seinem Schöpffer den tragen. Eben auf dife Zeit wohnete Ein krau«Geist auf / um neun Uhr deß Tags an ein armer Knab / doch ftom/ Und ehr- rker Jung-einem Sonntag den sechsten Septem- licher Eiteren Kind / im Dorff Duria JJJJJSjjSbris / um das Jahr Christi 690. (wir gebohren / im Kloster Füssen / disemfolgen hierinnender S. Gallischen Lhro- hatten vil unsaubere Geschwür den hal-nick / und deß Ehrwürdigen Vatters den Leib auf einer feiten eingenommen/

Iost Metzlers Meynung. Dann an- welches ein immerwehrenden / unddere halten S. Mang seye gestorben im Menschlich zureden / unheylsamen Weh-Jahr 67z. .oder 68z. auf gemelten 6. thumverursachten : Da er also läge /Herbstmonar fernes Alters 8z. Jahr erschine ihm in der dritten Nacht derAndere änderst.) Als aber die Geist- oberzehlten angestelten drey Fasttäg /liche Aemter / und Gebert vollbracht / ein alter scheinbahrlich / und Lieblicherwie gebräuchlich / funden Tozzo / und Herr /.fragte den Knaben sein Anligen;Theodorus einen gantz steinern Sarch/ welcher ihm das Übel mit Thränen /von Hertzog Abuzaco vor vilen Jahren und seufftzen beantwortet / und entdeckt/neben seinem Schloß zu seiner eignen zu dem spräche der Heilige: Wann heutBegrübnuß diß Otths erbauet / da er Bischoff Lanto mein Leichnam fiaden /auch gewöhnet / aber hernach den Orth und erheben wird / so begehre vvnchm/verlassen / vllleicht wegen der Wurmen/ er solle dich mein Ruhestatt küssen las-Und anderen vergifften Thieren / in di- sen / und nimme vom Staub memeSftn Sarch / und Kirchen da noch nie- Grabs / vermische den mit Oel / undmand begraben war/ legten sie deßH. Wasser / salbe darmit deine Wunden/

Magni Leichnam / und zu seinem Haupt und presthaffle Glider / so wirst du baldem Brief / in deme Theodorus deß Gesund werden. Dise ErscheinungHeiligen Leben kürtzltch beschriben hüt- zeigte der Jung deß Klosters Cujrernte. Also zöge diser wider nach Kcmp- an/ der Custor dem Bischoff/ also ta-ten/ Bischoff Tozzo aber nach Aug- rne der Knab, deß Heiligen Rath nach/fpurg / und lebte noch 6. Jahr / starb wende die Mittel an ; den anderndarnach gar seelig den 16. Januarij. Morgen wurh er frisch/ und gesund imBey Leben thäte er dem neuerbauten Beth gefunden. Welches underMün-- Kloster vil guts / als er aber sterben niglich ern grosse Freud verursacht / diesolle/ hat er dem Kloster all sein Gut / lobten und dancketen GOtt deßwegen.

Der Knab aber verlobte sich GOtt /und S. Magno / alloa den Gerstltchen

Und Barschaft«: vermacht.

t:>p. Über vil Jahr / als Bischoff Lanto/ Srano anzunehmen / und jem Lebtaghcn AI lesen Hanto / gebohrncr Graf ihme zudienen.

«Ä' r von Andeck/ dem Bsschrhum Augspurg . . . . ^

NffiJ vorstünde/ um das Jahr 829. da baue- Nlt allem rastet noch auf heutigen Von !WMte er S. Mangen Kloster / und K'ir- Tag im Gotthauß Füssen S. Magni derwnckcn.chen wider v,l grösser / und weitlüuffi- Leichnam / sondern auch sein Cucull Ä FAgcr/ als es je gewesen ehe es vom Feind oder Rock / sein Manipul / und Stol/ * v

verherget worden / da wäre S.Man- das silderin Creutzlcin mit oberzehltengen Grab mitten in der Kirchen / wel- Heylthum darinn/ ein silberer Kelch /ches Bischoff Lanto lieber an einem be- den er im Meßopffer offrermahlö ge-gucmern ehrlichen Orth gesehen hatte/ braucht / werden da ehrlich aufbehal-und weil er nach Müintz neben anderen ten / und gezeigt; und endlich der Pil-Bischöffen von Oltgario oder Qttgero geramstab der dreyen so heiligen Vät-Ertzbischoffen auf das Provincia! Con- reren/ Columbani/ Galli/ und Mag-ciltum beschriben war / brachte der Lan- m / mit so köstlichenHeylthum angefül-to bey dem Ertzbischoff/ und gesamten ler. Durch dsse Heil. Instrumenta /füttern so vil zuwege» / daß er deß und Verlaßnuß der Freund GQttes /heiligen Magni Geben, erheben / und seynd durch Anruhrung/ gleichwie auchtranferiercn dörffte. Darauf käme bey seinem Grab überaus vil Wunder-

v (T.».» « c .r./. ..ic. * ... jt. I.D /*0C/4\/st «Au

drey rügjges Fasten / und Gebett / Aber es ist der heilige Mang emwurde das steinerc Grab erössitt / in sonderlicher Nothhelffer ver jenigen /welchem der heilige Magnus rührte / so von bösen Feinden / uud derer In-da befand man nicht allein seinen Leich- ftrument / und WerckMg / den uns

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treu-