Von dem Heil Pkrmmko/ Bischoff/ und Beichtiger. rö-tet worden der Bischäfflichen Hoch- wünschete einen solchen H. Bischoff inheit ; und hierauf zum Bischoff deß dem Teutschland zu haben. Deßwe-Bischthums Melden in Franckreich/ gen Sindeslaus mtt den seinigen sich zuunder dem Ertz - Bischthum Seno- dem Heil. Pirminio begeben/und ihmeneust/ erwählet/ und berußen worden, nicht allein das End ihrer angesteltenDahero die weit jrren / die den Heil. Pilgerfahrt / sonder auch den ellenvrnPirminium nur ein OKorcpricopum , Stand ihres geliebten Vatterlands /das ist Chorbischoff / so meines erach- der Teutschen Nation angezeigt/demü-tens als vil geredt; als 8 uKrsganeum, thig bittende / daß er sich so vil bemü,vder Weichbischoff / wie mans jetzt Heu wolle / um der Liebe GOttes / undpflegtzunennen/ welche doch zu dersel- deß Nächsten willen ein Zeitlang beyben Zeit noch nicht in dem Brauch / und ihnen zuwohnen; damit das einfältigein der Christlichen Kirchen / under dem Volck / so geistlicher / und eyfiriger Hir-Papst Damaso/verbotte gewesen.Dero- ten / und Seelsorgern beraubt / nichthalben so ist der Heil. Pirminius kem widerum in die Heidnische Sitten /Chorbischoff / sonder zu einem wahren Irrthum / und Unglauben fiele / son*Meldensischen Bischoff zu der Zeit deß der vil mehr die eingerissene böse Miß«Papstums Constantini erwählet / und bräuch/ Aberglauben/ und Ungehorsamausserkohren worden / wie dann alle me ausgeremet/und die Christliche Sit-obvermelte Scribenten darfür halten, ren / und Eyffcr wider eingepflantzet /Da nun der Heil. Pirminius aus dem und erhalten wurden. Hierauf ant-Kloster gezogen / wolle er nicht den wortete ihme der Bischoff: daß ihmeblossen Bischosflichen Nahmen führen / mit gebühre sein anbefohlne Schäffleinlsonder vil mehr im Merck ein rechter und Seelen zuverlassen / und sich inei-Bischoff / und wahrer Hirt der Herrd nes andern Bischosss Bischthum ohn'Christi erkennt werden. Derowegen Verwilligung Ihrer Heiligkeit deßhat er alle Bischösfliche Aempter in eyg- Papsts / zubegeben ; und wann ihmener Persohnverrichtet/und sich mit Pre- solche Bürden angetragen/ und ordemdigen so eysserig / freundlich / und lieblich sicher weiß aufgeladen wurde / so wol-erzeigt/ daß er nicht allein seyn eygne te er um der Liebe GQttes / und deßSchäfflein / sonder auch von weirgelegn? Nächsten Heyls wills / sich solcher ArbeitOrthä/ Völker zu ihme zoge.Dann in di- nicht widern sonder mit allem Fleiß/ undfem H. Mann sich sonderbahre Göttli- Eyffer / sein anbefohlen Amt verrichten,che Gaben / Gnaden eines Apostoli- Nach disen Reden haben S. Pir-schen Geists sehen liessen / besondere minius / und Sindeslaus / einanderaKrafft im reden predigen/eines heiligen versprochen / und zugesagt / auf betLebens/und liebreichen Hertzens; durch stimmte Zeit im Rom zusamen zukonvwelche Tugenden / er vil Sünder zu men / und scheideten also von einander,einem bußfertigen Leben gezogen / und Da nun die bestimmte Zeit in Rom zu-sein anbefohlne Bischthum / und Schäff- erscheinen herzu käme / machte sich derlein mit grossem Nutz regiert hat. H. Pirminius auf den Weeg/ undka-Zu diftm Zeiten um das Jahr 720. me vor Sindeslao gen Rom / und mitungefährlich / hatte Theodoricus Kö- gelegner Zeit/ zeigt er der H. Pirmi-nig in Franckreich eilst Landvogt an dem mus dem Papst Gregorio II. tue Ur-Rhejn under der Statt Costantz im fachen an seiner fürgenommenenRech/Thurgöu aufdem Schloß Sandeck/ eine und Ankunfft in Rom. Es wolle aberHochedlen Herrö/ mit Nahme Sintlas; anfänglich der Papst deß heiligen Pir-»yelcher aus sondererJnnbrünstigkeit ge- minij Fürbringen / und Begehren nrchkgen GL>tt seinem Schöpffer/ undHey- annehmen / und bestätttgen / dieweilland / auch Liebe gegen den Heiligen er ihne für einen einfältigen MenschenOertern/und Freunden GQttes/aus ansähe / und seiner Heiligkeit / undAndacht entzündetwar/scinVatterland/ Christlichen Eyffers / kein Erkandnußund Landvogthey ein Zeitlang zuverlas- harre. Aber der allmächtige GOttsen/und in Pilgersweiß vil heilige Qer- wolle seinen Statthalrer den Papstther/und Begräbnuß/in Teutschrund nicht lassen irren/ sonder offenbahrteMelschland zubesuchen. Endlich ist er ihm deß heMgen Plrminij aufrechtenauch / aus sonderer Schickung GOt- Eyffer/ und Helligkeit mit nachfolgen-res/ in die Bischösfliche Statt Meldis dem Munderzelchen. Als nun der H.kommen / und als er an einem Sonn- Pirminius sahe daß er nichts bey demtag den H. Bischoff Pirminium / mit Papst ausrichten möchre; gwnge er mgrossem Eyffer/und Andacht das Wort S. Prtn Münster / und neigte sich ni-GOttes hörete verkündigen / warde der der vor S. Perri Grab zubetten/und dieSintlas oder Sindeslaus mit seinen Göttliche Hrlff / durch bises H. Apo-Gefährten höchlich aufferbauet / und in ptö Verdienst -«erlangen. Da sahe-er Liebe deß Nächsten entzündet» der Papst Gregorius den Ptigerstab
S.