i04 Von dem Heiligen Pirminio /
S. Pirminij neben jhm / aufrecht auf thum in einen guten Stand gebracht / S- Wden ^Zuaderstuckendeß Bodens stehen/ und alle Sachen wohl angeordnet hät-
als hätte ihn der Heil. Mann in emen U/ name er einen freundlichen Abfchid H
Leim oder Wachs gesteckt. Von fol- von den seinigen / und zöge / in
chem Geschicht erschracke der Papst / dem Nahmen GOTTES/ dem
und wäre bewegt/ daß er S. Pirminio Teutschland zu in das Turgöu / und
(nach dem er von dem Gebett widerum mit etlichen Brädern / und Gefährte»
aufgestand?) zu Friste stehle ihne umVer- käme er gen Pfungen / under Minder- ,
zeihung batte / und sein weiters Be- thur an der Toß gelegen / da der Her-
gehren fürzubringen/gnädiglich/ und tzog Godfrid von Schwaben Hofhielte. >
freundlich erlaubte. Hierauf hat S. Wohnet allda mit deß Hertzogen Gunst i
Pirminius mit dem ankommenen Land- und Willen ein Zeitlang an dem Berg ob |
vogt SmdeSlao/ Ihrer Heiligkeit dem Pfungen/ in einer Wilde bey emem !
- Papst mit vilen Worten/ undUmstän- Brünnlein/ so noch heutiges Tags S. !
den eröftnet/ in was elenden Stand Pirminij Hoststatt; und Brunnen helf-
in Franckreich / und Teutschland die set. Der H. Mann Gottes verkün- MM-
Christliche Religion / und Glauben digte ohn underlaß den umligenden ^ ^ P>mi.
stunde / welches den mehrsten Theil Völckern das H. Evangelium/und be- > '>>-1/?"
aus Mangel frommer / und eyfferi, stättiget solches mit vilen und herrlichen ^ »»d K
ger Bischöff / und Seelsorger herkär Wunberzeichen/ die weil er aber starck ^ ^
me; es seye auch zubesorgen / so nicht die Laster der Menschen straffte/ so er- Mer.
Ihr Päpstlichen Heiligkeit höchsten weckte er ihme bey den Sündern / und
Fleiß ankehre/.daß noch ärgers her- Weltkindern/einen grossenNeyd/und
aus erfolgen mochte. Ab dtfer Rede Haß/ also daß er nach deß Hertzogen
warde der Papst nicht wenig erfchro- Gottfriden Todt/ von Pfungen ver- ,
cken / vermeinte sein Saumseeligkeit triben ward/ wie solches alles ein alte
wäre ein Schuld diseö Übels / befähle Reichenauische Chronick / Stumpfius
derowegen dem heiligen Pirminio das in Chron. Helvet. 405. Z50. und der
Predigamt mit Eysser bald anzutret- Hochgelehrte Mann GuillmannuS im
ten/ und die kalte Hertzen der Chri- 1. Buch / cap. 15. De Reb. Hei. be- I
sten mit dem Feur der Liebe / gegen zeugen. Solche Verfolgung name der
GOtt dem Nächsten anzuzünden/ und H. Pirminius mit Gedult auf/ tröfte-in dem Glauben zu underrichten / und te seine Mitbrüder/ deren er bey vicr-zustärcken. Sindeslao aber befähle er tzig solle gehabt haben; zöge dem Rheindie Bottschastt zu dem König Theodo- zu / da Sindeslaus wohnete / und Hof-rico in Franckreich/ mit samt Uberschi- Haltung hätte/ und zeigte ihme an /ckung etlicher Sendschreiben ein Ver- wie es ihme bißhero ergangen wäre. j
sammlung der Bifchöffen in seinem Kö- Sindeslaus als ein Landvogt diser Er fwj
nigreich zubeschreiben / und sie zu der Landen/ in Nahmen der Cron Franck-Reformierung / und Vermehrung deß reich/ empfienge den H. PirmintumChristlichen Glaubens / und Kirchen freundlich/ als einen grossen Freundzuermahnen. Zu dem ende wolte er Gottes / und Gevattern ( dann er ih-ihnen den Heil. Pirminium / als ein me einen Sohn auß dem H. Tauffge-Haupt fürsetzen / dessen Rath / und hebt hatte/ und ist wohl gläublich/daß .
Anleitung sie folgen sollen / der König Sindeslaus den H. Pirminius zu Pfun- ^ «.
Theodcricus in Franckreich / nach em- gen offt besucht / und seine Predigen /pfangner Bottschastt/beschribe bald die und Wunderzeichen angehört habe /
Bischöff/ und befähle ihnen / daß sie dann das Schloß Sandeck 7. Stundden Gesandten deß Römischen Stuhls/ von Pfungen liget ) er bewilligte ihmalle Ehr beweisen / und alles / so zu auch bald ein Orth/ uud Wohnung zu-Widerbringung deß Christlichen Glau- erwöhlen/ die ihme zum tauglichstenbens / und der Seelen Heyl dienete / wäre / auf daß beyde liebhabendeneben andern heylsamen Satzungen be- Hertzen / nahe bey einander woh-rathschlagen / halten / und in das nen möchten.
Merck richten sollen. Hierauf dann „ ,
in Franckreich nicht wenig Nutz / und Als nun der H. Pirminius den Cif ' fFürderung deß Christlichen Glaubens Rhein/ und Undersee beschauete/ saheerfolget were. Der Heil. Pirmmius er ein wilde Insul mitten in dem AZas-aber zöge nach verrichten: Befelch / in ser ligen/ begehrte dieselbe von Sin-sein anbefohlen Bischthum sich zu der deslao zu einer Wohnung/ uud ver-Reiß/ und Predigamt zubereiten / der memte sie drenstllch zuseyn/ das LobSindeslaus aber m das Teutschland Gottes allda zu verrichten. Sindes-aufsein Vogtthey / deß H. Apostels laus aber/ der die Gelegenheit discSzuerwarten. . . ^ ^ 'Orts wohl wüßte / antwortete ihm :
Nachdem nun PlkMlMUs sein Bisch- daß dije Insul der Schlangen / Krot,
ten /
cap. 4.