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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Bischoff/ und Beichtiger. iöf

seit / und grausamen Wurmen ein- haben / und verschaffet / daß er Carolusund Wohnung feye/ und der Martellus/ S- Pirminio/ und seinenLustt darinn also vergifft/daß kein Brüdern die Au eingäbe / und zu demMensch allda wohnen dörffte. Der Gottsdienst schänckte/ mit Visen nach-Pirminius sagte darüber: das Er- folgenden Dörffern ; Marckelfmgen/vereich ist des Herren/ und was da- Almcnspach/ Klatbrunnen/ Molmat-rmnen ist; Es sagt auch Christus tingen / Almansmontesrurt mit allerder Herr: Mir ist geben allen Gewalt Zugrhör/ darzu auch das Königlicheim Himmel / und auf Erden. Er Dorff Erffmutingen / mit Leuth / undhat auch seinen AußerwöhltenGewalt Gut/ wie dann der Stifftbrieff heitergeben/ uber Atteren/ und Basilisken außweiset/ so geben ist im Zahr 724.zuwandten / und auf den Löwen/ und auf den 25. Aprill. Über das befähleDrücken zutretten. Sindeslaus ward auch Carolus Martellus/ daß der H.aber diser Red bewegt/ befähle bald Bischoff Pirminius / und Abt der Au/ein Schiffzubereiten/ und in die In- mit samt seinen Brudern/und Nach-sul (so die Au / jetzt die Reichenau ge- kömlingen / wie auch die Jnsul/ und zu-nennt)zufahren. So bald aber S. gehörendeDörffer/in den Schutz/und'»biÄ^ Pirmininö in die Jnsul getretten/rjch, Schirm Hertzogens Ludfridem von»nd Ä tete er ein holtzm Creutz ( als ein wah- Schwaben/und Graffen Bertoaldo N. pandfidü /alles res Sigfähnlein wider alles Gifft) in genommen werden sollen. Nach sol- BenhoiiA.Mer. der Jnsul auf; hatte GQtt um Gnad chem fienge S. Pirminius mit seinen S. Pirmi,und Beystand/damit die Jnsul von Brüdern an/und mühilffder umligen-«W bauet

dem Unziffer erlediget wurde. Nach den Herrn / und Nachbamen zubauenVollendung deß Gebetts / da haben in der Au zu der Ehr Gottes / und Lobsichgantze Scharender vergifftenThie- Marice der Jungfrauen ein Kirchen,ren/ und Würmen zusamen gerettet / Hierzwrschen aber underliesse der heil.sich in die Flucht begeben/ und die In- Mann sein Predig - Ambt nicht/ fotwsul sämtlich verlassen/ und ist ein so der ermähnte/und bekehrte vilMenscht/

«rosse Zahl/ und Mänge deß Unziffers schaffete auch grosse Frucht / durch dasgesehen worden/daß z. Tag / und Exempel seines heiligen/und unsträff-NachtderSee/ dardurchsiegeschwum- lichen Lebens/ dardurch vil Volcksmen/ gantz bedeckt war / und darnach glücklichaufferbauetworden/undschetzsvon keinem Menschen mehr gesehen wor- ten sich glückseelig / wann sie in sein Ger-den. Von diser Zeit hero / hat man sellschaffr / und Orden kommen möchten/dergleichen Würm / und Thier nimmer wurde auch der fromme Sindeslaus be-gespürt/und ob schon etwas derglei- wegt/alle seine Erbgüter/so er um diechen gespürt worden: doch niemahl ge- Jnsul ligend befasse / dem neuen Gvtts-hort/ daß sie einem Menschen oder Vieh hauß/ zu grösserer Ehre Gottes / undein Schaden zugefügt haben. Es Mehrung des Christlichen Glaubens /hat auch der H. Piriminius/ durchsein zu übergeben.

andächtiges Gebett/ von G-orr einen Am Jahr 727. Da setzt S. Pirmi- c»v »Brunnen erlangt / so sonderlich denen nius die Abthey z. Jahr in der Au ver-zu der Gesundheit dienet / die mit einem waittt hätte / und alle fachen so wohlFieber behafft seynd. Geist - als Weltliche in gutem zunemen/

« Nach dem nun der H. pirminius und Auffgang waren / hübe an Theo-die Jnsul Au/(so hernach die Reichen- debaldus Hertzogs Godfriden Sohnau / wegen deß Einkomens/ und Reich- von Schwaben das Teutschland zube-thum genannt worden ) von dem Un- trüben / und mit den Frantzosen grosseZiffer erlediget hatte; fienge er an / mit Feindschafft zuhalrs / wegen deß NcydsHrlff der umligendcn Christen / diesel- und Hasses / so er gegen den Carolumbrge zu sapbern/ und die unnütze Bäum/ Martellum hatte getragen. Zu diser ge-Höcken/ Stauden/ und Dörn außzu- fahrliche Zeitware auch der H.Pirmini-reuten. Solche gottseelige Arbeit / von Theodebaldo aus der Jnsul A«und andächtiges Fürnemmen/ wurde verjagt/und zöge mit etlichi Brudern inkundt gemacht zweyen Hochteukschen das Elsäßüiesse aber an seiner stattEtho-Fürsten / Berchtoldo Graffen zu Tur- uem einen Mönch / und machte ihn zugöu/ und Nebi/ welche mitsamt Sin- einem Abt in der Au/ der nachmahlsdeslqo deß Franckreichischen Land- Bischoff zu Straßburg ist worden.

Dogis j,n Turgöu / auf Sandeck ftß- Nachdem nun der H. Pirminius hin S. Pim,,halst / Carolum Martellum 5 Caroli und wider gezogen/ und vil Völcker nmsEetMagm Großvatter) der ein Fürst zu Durch feine eyfferige Predigen /heiliges jjjfjgj.Brabant / und Namure / damahls Leben / und grosse Wunderzerchen zuGroßmeister/oder Pfaltzvogt deßKö- dem Christlichen Glauben/ und Buß-nigs in Franckreich / genennt Major fertigem Leben / bekehret / und auffersDomus/ rc. durch sondere Bitt bewegt/ bauet harre / stifftere er under dssem vil .k. F. Murer, Die H. Schwel». Q Klös