Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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8 . THEODULUS, Episcopus l & Confessor.'

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und der wunderlichen Thaten deß Heil.Theoduli Bischoffs / Beichtigers / und er-sten Grasten in Wallis.

Sterbe Gottfeeliglich im Jahr deß Herren 8o6. Den 16. Angofti.

Sein Lebm wird gefunden bey dem S. Bruder Clausen zu Sachslcttin Underwalden/ welches ein Mönch mit Nahmen Robertus (ohn Zweiffelstuß Wallis ) in Latein beschriben/ im Jahr 1491. Und diser Kirchen / daS. Theodulus Patron ist / hinderlajscn/ darauß dann wir sein Leben gezo-gen/ so vil die Wahrheit erleyden mögen. Discs Heiligen gedencket auch

mit wenig Worten/ Eranciscus Guillimannus, De Rebus Helvetiorum lib. l.cap. if. & I.4. cap. 3- Joannes Stumphius m dem il. Buch cap. 13. IN fCtllCtEhroNilE. Josias Simierus, Descriptionis Walefia: lib. r. fol. 48. R. P. Tho-mas Sailer Soc. JESU in suo Thesauro Litaniarum. Endlich die Breviaria

beyder Bischthumer Wallis/ und Losonna/ auf den 16. Tag Augusti.

U Zeiten der Regierung deßGrossen Käysers Caroli /lebte in Burgund ein herr--j licher Mann / und Priestermit Nahmen Theodulus /den auch andere Theodorum nennen /von ehrlichen Eiteren gebohren / und inaller Andacht / und Gottsforcht auffer-zogen. Der ward wegen seiner Ge-schicklichkeit/ Tugenden /und frommesLeben von Manniglich geliebt/ undhochgeachtet/ und als um das Jahrunsers Heylands / und Erlösers 790*Ungefährlich / der seelige Althäus Bi-schoff in Wallis in dem Herren ent-schlieffe/ und das Bischthum ohn einenHirten / und Bischoff öd stunde; warddurch gemeine Wahl der Wallisser / mitKäysers Caroli Bewilligung zu einemBischoff erwöhlet / der H. PriesterTheodulus. Aber diser H. Bischoffje höher er in diser Bischvfflichen Wür-be erhoben wurde / je mehr in der An-bacht/ und tugendsamen Leben zunäh-me/ seine anbefohlne Schafflein mit

ches den grossen / und theuren HeldenCarolum Römischen Käyftrn / und"k^^ischen König/ höchlich erfreue-te / daß er einen Heiligen Bischoffinstknem Reich hätte / der nicht allein ih-we selbst / sonder vil mehr den aNbefvh-R F. Murer, Die H. Schweif

len Schafflein / so nützlich wüßte vor-zustehen.

Der hochgelehrte Ccrsar Baroniusin seinem 9. Tomo Annalium Ecclesia-sticorum , erzehlet eylf underschidlicheConcilia /die theils in dem Teutschland/theils in Franckreich/ und Jtalra zu un-derfchidlichen Zeiten / bey RegierungCaroli Magni gehalten seynd worden;bey etlichen er Käyser in eygner Per-soyn gesessen / und mit grossem Nutz derChristlichen Kirchen ihnen abgewartet.Als aber auf ein Zeit der Käyser Ca-rolus eines beschribe / und die Bischoffzusamen berustte ; erschine auch underandern Bischoffen / und Vättern unserHeil. Theodulus Bischoff zu Sitten.Nachdem nun die furnembsten Puncts/unb Articul/ darum diese H. Vätterberuffen/ glücklich / und wohl zum Endgebracht waren; stunde der Käyser Casrolus in der Mitte der gantzen Vcr-samlung / befähle sich mit aller Demuth/und bußfertigem Hertzenin das H. Ge-bete der Bischoffen / und Vättern/mitVermeldung die H. Meß offt für ihnaüfzuovfferen / wegen einer grossen be-gangnen Sünd/ lrber die er grosse Reu /und Leyd truae / nnd verhosste/ daß erdurch ihre vilfähltig/ und andächtigeMessen / und Gebest / Gnad / und Ver-zeyhung bey GOtt dem Allmächtigenerlangen möchte. Dieweil dann die H.

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