iza Von dem Heil. Fintano/ aus Schottland Beichtiger.
russte er die Göttliche Barmhertzigkeit/und die Verdienst St. Patricij an /auf daß er von solchem unnatürlichenFraß erlediget werden möchte: in sei-nem Gebert hörte er ein Englische Stimin mütterlicher Sprach : Ruffe an undbitte deinen GOtt/ und S. Patrici-um Arthmacensem Bischoffen / die wer-den dich erhören/ also war er erhört /und von dem unnatürlichen Fraß ent-lediget. Sein Ligerstatt / und Bethwar der Boden oder ein Brett/ un-der sein Haupt legte er einen hartenStein / die er auch / da er noch in demConvent war mit einem geringen Tuch/die Gleisnerey zu vermeiden/ bedeckte.Zu Nacht als er vermeinte daß jeder-mann schliesst / nach einem kleinenSchlaff/ stunde er zu dem Gebett aufvor der Metten. Nun begäbe es sichzu einer Nackt/ als er seiner löblichenGewohnheit nach/ sein Gebett verrich-tete/ daß ihme der Teuffel in gestalteines Risen/ erschine/mit offnem Mund/außgehenckter Zunge außgestreckten Ar-men / und feurigen Augen / und da derTrüffel den Freund Gottes anfallenwolte / bezeichnete er sich mit dem H.Creuszeichen/ da verschwunde der Feinddeß Creutzes Christi von Stund an.
c,t>. 7. Ein Jahr zuvor ehe sich der Heil.S Findani Mann in sein Einöde einbeschlusse/brach-Andacht zu te er alle Nacht wachent/ und in derKirchen bettent zu. Als er in einerer, 0. Nacht in der Kirchen andächtig bette-te/ und am künfftigen Tag die Heilig-thumer S. Blasij Bischoss/ und Mär-tyrers / von Rom in das Kloster Rhein-au gebracht sollen werden/ sahe erein schöne weisse Tauben auf dem Al-tar nidersitzen/ dahin man des anderntags die Reliquien gestellt hatte/ dieTaub aber stoge letstlich in die Krufftsittlich hinab/ da sie verschwunden.Nach wenig verfloßner Zeit/ da er in. der Nacht widerum im Münster bette-te / ruffte er S. Blasium mit solchenWorten an : H- Blasi / der du sowohl als ich in disem Land ein Pilger/und Frömbdling bist; ich bitte dich/ daßdu mir erlangest von dem Allmächti-gen Gott / Verzeyhung meiner Sün-den/ und da er solche Wort öffter wi-derholte; hörte er dise Wort zu ihm re-den ' Sedes tua in caelo jam dimissispeccatis pofira est. Dir ist nebenVerzeyhung deiner Sünden im Him-mel ein Sitz/ und Thron bereitet. Alser Fintan in, seiner Einöde/ und ab-gesonderten ortlein beym Münster derJnsul RheinaU ad plagam Septemtrio-naiem der seilen gegen Mitnachtwoh-nete/ und dteHeiligthumer/ mehrge-sagten H. Blasij/ den nachfolgeten
Tag auf den nächstgelegnen Bühel istemem Um-oder Creutzgang sollen ge-tragen werden ; hatte der Heil. Manngrosse Anmuthung solche auf seinenSchultern zutragen / aber seyn getha-nes Gelübd/ in dem er versprochen /niemahl auß der Jnsul über die Bruckaußzutretten / verhinderte in. Da-mit aber GOtt den Heil. Fintan sei-ner Begird / und grosser Liebe zu S.
Blasio theilhafftig machte/ und geist-lrch erfreute / sahe St. Fintan in derNacht ein Gesicht / und bedunckte in /wie er mit einer grossen mänge Volcküber die Rheinbrucken herauß gienge /ihme auf seinen Achslen ein Taubenfasse / und mit ihr liesse umgehn/ nachseinem willen ; von ihme auch zu an-dern Persohnen flöge/ und wider zumH. Fintano käme nach seinem begehren;darauß erkcnnete der H. Mann denWillen Gottes/ und wohnete ohn al-len zweiffel der Proceßron bey. Di-ses Gesicht hat der H. Mann auf ih-res grosses anhalten den Brüdern zuPfeffers geoffenbaret/ da er noch beyihnen wohnete.
Auf S. Columbani Tag den 21.Winterm. War S. Fintan mit einerVersuchung / und Kümmernus angc-griffen/ ober die schlechte und geringe «Nahrung/ so ihme täglich wie einemandern Conventsherrn gegeben würd/und den theil so er ihm sechsten abbrä-che/ mit gutem Gewissen den Armenaußtheilen/ und geben dörffte/ nit wi-der die Regul S. Benedicti / demGottshauß dasseinigeverschenckte. Al-so ruffte er GOtt/ und S. Columba-num inniglich an; darauf er mit einertröstlichen Antwort/ und Spruch ge-tröstet worden. Hernach auf St.Brigitä der Jungfrauen Tag/ liesse ernit ein geringe Zahl der armen Leutennach seiner Gewohnheit / zusamen kom-men ; denen er nach Anzahl der Per-sohnen / und Bedürfftigen / das Flersch /so ihme als einem Cenventual von«Gottshauß worden/ außtheilte. Alsnun das Fleisch außgeben war; kämenoch zu dem ersten Haussen ein mächti-ge Zahl der armen Leuthen/ sich auchdes Almusens theilhafftig zumachen fund zugemessen. Darav der H.
Fintan wenig erschrocken ; sonder vil-mehr sich erfreut hat / seyn Hoffnun-in GOtt setzende/ der mit 5. Broden5000. Mensche» in der Wüsten gejpei-& hat. Also liesse er die stückleinFletsch im Nahmen des Herren/ u^der die armen Leit außtheilen; und 00schon die Zahl/ mehr dann den halbentheil vermehrt war / hat doch der H.
Mann jeder Persohn seyn völligen theil/
Und