Costantzer Bischthums. 139
Burckhardus komt wider zu Hauß / neu / S. Vurckardi Brunnen genannt/fragt nach seinem Vogel / aber nie- der ist gut für das Fieber / und anderemand wolte ihme ihn. anzeigen / noch Kranckheiten/ solcher wird fleißig ge-Darvon wissen. Er ruffte ihm an um truncken / weit getragen / und in hohemderschidlichen Orthen des Hauses/end- Wehrt gehalten. Bey unsern Zeiten/lich gäbe er ihme Antwort aus dem um das Jahr 1617. ist die Kirch Herr/heimliche Orth / und demnach sie heraus lich erneuert / und mit schonen Altärengezogen war/ zeigte sie dem H. Burck- geziehret worden / durch den Hoch-yardo den verlauff ihres unschuldigen würdigen Herren Abt Jodocum zu Mu-Todts/ und der Diensten Untreu an. vi / so wenig Zeit zuvor dise Kirchen /Und von deßwegen wird S. Burck- Flecken / samt aller Gerechtigkeit /undhardo ein Dulen zugemahlet/ wie de- Nutzung/ von den Edlen Holdermey-sen die uhralte Gemahl klare Zeugnuß er von Lucern erkaufft/ und an dasgeben. G-Ottshauß Muri gebracht hat. In
diser Kirchen Erneureung ist des Heil.
Nach seinem Gottseeligen Abster/ Burckhardi Grab nicht verrückt / nochsterben/ war er in die Kirchen Beim geöffnet worden/ wiewohl daß vil from-weyl begraben/ und .wird seyn Grab me Menschen inniglich wünschten;abernoch hmder dem Chor - Altar gesehen/ der fromme Prälat möchte darzu nichtund gehet ein Loch in seyn Grab hi- beredt noch bewegt werden. Aufsognab/ darein die Menschen ihre presthaf- che Weiß wird von den Jnnwohnernte Glider zuhencken/ und hmab zulas- zu Beinweyl dises H. Burckhardi Le-sen pflegen / allda sie theils Milterung/ ben erzehlt / und von Alters hero/ vonauch Besserung ihrer Glider/und völlige einem zu dem andern kommen / wie ichsGesundheitmehrmahlen erlangten;wie dann mehr als einmal/ die Ehrwürdi-die grosse menge der Krücken /Steltzen/ ge Herrn Convenrualen des Gotts-u d wächsinen Glider genügsame Zeug- hauß Murr erzehlen gehört,nuß geben. Es ist auch allda ein Brun-
XI.
8. ANONYMUS Anachoreta, & Martyr
Von einem unbekannten Wald-Bruder/
und Märtyrer.
t N der Graffschafst Kyburg Zü-richer Landschafft / in der Pfarrund Chorherren Stifft Ein-brach wohneten nicht weit vonder VestungFreyenstein/im BergJr-ckel (um das iQOo. oder vilmehr umdas 90a. Jahr Christi vor/oder nach/dann kein gewisse Jahrzahl zufinden )Zween Einsidler/ oder Waldbrüder /deren der eine/ dessen Nahmen Gvttam besten bewüst/ (und ein altes ge-schribnes Buch den fertigen Embricumnennet/und gibt ihme vielleicht derScribent den Nahmen von dem Fle-cken / oder der Flecken möchte den Nah-men vom dem Heiligen bekommen ha-ben ) ein heiliges / und tugendsamcsLeben vil Jahr in der Wildnuß führe-j*. Er war von den umligendcn Men-schen vil besucht / die ihme das Allmmstn brachten/ sich in seyn andächtigeshebert befahlen / in ihren Nöthen sei-nes Rahts pflegen/ und mit freundli-cher Tröstung widerum heim giengen.
re- A^Mgen war seyn Mitbruder/undElNsrdler/ so rUcht weit von ihme woh-Me/em hcyloser träger/ und Gott-loser Mensch/ der Welt mehr dann demF. Murer , Dre H. Gchweltz.
Gottsdienst ergeben. Deßwegen derTeuffel den Bruder/ einnähme/ undihme einspräche/ daß er solre den Gott-seeligen Embricum ermorden / damiter auch für einen frommen Bruder ge-halten/ von den Leuthen besucht/ undhochgeachtet wurde. Der armseeligeBruder komt endlich in Visen teufieli-schen Einsprechungen so weit/ daß erihme fürnahm seinem Schalck zu erfül-len ; sucht Gelegenheit/ und überfalltin einer Nacht den Gottseeligen Bru-der Embericum in seiner Eell / und Ge-bett/ schlagt ihne mit einem Kolbenoder harten Knittel zutodt/ und zün-det seyn Wohnung mit Feur an/ inMeynung der Gortseclige Bruder sol-te in seiner Ccllen verbrennen / und al-so der Mord verdeckt / und verschwie-gen bleiben / macht sich bald darvon inseyn Wohnung/ der Sach einen Auß-gang zuerwarten.
Das Feur bricht aus / die Cell ver-brant / die umwohncte Lcurh sehen denRauch/ Und Brunst/ und lausten zudem Feur zuwehren/ und die Brunstzulöschen/ und fanden den Gott<eclj-gen Embericum in der Aschen todt /S 2 doch
Um dasJasir 1000.dcnL-Julij.
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Dcr H.Drudrrwirdcrmör,dct.
Cap. j.