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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von etlichen Heiligen / des Bischthums Basel. 145

samt seinen Mitgefährten habe den Rauracern daß H. Evangelium zudem ersten verkündiget/ seye auch und könnte billich ihr Apostel gencMwerden.

ii.

8. PANTALUS, Episcopus, & Martyr.

Von dem H. Pantal/ Bischof/ und

Märtyrer.

Im Iahr45;- den i».Wein«.

H. Pantalus/ der au Tu-gendten / und Kunst hochge-T&Z} geziert/ und von Gott begäbetwar / ist um das 4<;o. oder zuvor dem Bischthum Basel/ so schonin dem 346. Jahr seinen Anfang ge-nommen/ vorzustehen verordnet wor-den. In seinem anbefohlnen Amt /verhielte er sich / als einem wahren Hir-ten und Bischoff/ nach der Apostoli-schen Lehr geziemet/ und erfüllte mitdem Leben / und Wandel / was erandere lehrte / sonderlich aber gepflantz-le er den Christlichen Glauben mitgrossem fleiß / fparrtc auch kein Mühe/und Arbeit denselben zuvermehren /und sein Leben für Christo / für denwahren Glauben / und für seine Schäff-lein darzugeben/ und sein Blut zuver-giessen.

fe. *. . Als nun zu difen Zeiten die hoch-

JiSJfo heilige Jungfrau / und Königin Ursu-M la auß Engelland / oder Britannien/mit ihrer H. Gesellfchafft/ der eylfftausent Jungfrauen zu Schiff gesessen/in Meinung in klein Britannien zuihrem Bräutigam Etherio zufahren /war sie durch ungestümme Wind inNiderland geworssen / von dannen siegen Cölln/ und den Rhein herauffgenBasel / mit ihrer gantzen Gesellfchafftkommen / und von dem Bischoff Pan-talo/ und der Statt Basel ehrlichempfangen worden. Nach dem aberder H. Pantalus venahme / daß S.Ursula mit ihrer Geftllschaff außChristlichem Eyffer / und Gortsforch/gen Rom/ zu Wallfahrten/ und dieH. Ocrter mit Andacht zubesuchen /Vorhabens wäre / entschlusse er sich ne-ben andern Bischöffen/ Priestern /undWeltlichen Pcrsohnen/ so täglich zudiser Gesellfchafft kamen / und die Zahlvermehrten / mit ihnen gen Rom zureifen.

^ Mitler Zeit kamen sie gen Rom /wurden von dem Bapst/ und fti-^ »er Pricsterschafft ehrlich empfangen/. ^ Ehalten ; besuchten die Kirchen/uno Gräber der H. Märtyrer / undwurden in Christlichen Glaubenstetig underricht / und gestärckr. Nachveruchter Andacht/ führen fiewiderumk. F. Murer, Die H. Schweitz.

von Rom gen Basel / da dann dasHauß noch gezeigt wird/darin» S. Ur-sula ihr Herberg solle genomen haben /und behaltet auch die lange Stegen beyS. Martini Pfarrkirchen zu Basel /noch den Nahmen / daß sie S UrsuläStegen genannt wird. Als nun S.Ursula mir ihrer H. Gesellfchafft zu Ba-sel widerum zu Schiff gesessen/ denRhein hinab nach Cölln zu schiffen/begleitete unser H. Bischoff Pantalusdise H. Gesellschafft / und verhoffte dieMarter - Cron auch zu erlangen / dieGOtt Visen H. Jungfrauen verspro-chen hatte.

Diser Zeit war das wilde Volck c*?-der Hunnen / mit ihrem Obersten At-tila/ der sich ein Geysel Gottes nennte/in Galliam /Teutschland / und Italiengefallen / und hatte alles mit Brand/und Mord verwüstet / die Statt versschleifft / die Kirchen verbrennt / undschier kein Zeichen der Christlichen Re-ligion hinder ihm verlassen. Nun be-gäbe es sich daß dises grausame Volckdie Statt Cölln hart belägert hätte /davon doch die H. Jungfrauen nichtswüßten. Weil aber dise H. Jungfrau-en den Jnnmohnern der Statt Collnvor disem schon bekannt waren/ führensie ohn allen bösen Argwohn daselbstbey der Statt an / und stiegen aus denSchiffen ayf das Land. Da aber daswtlde Hunnische Volck der Heil. Gesell-schafft Ankunfft vernommen / überfal-len sie unversehentlich dieselben wie dieWölff die Schaff / und erwürgen dieunzählbare Mänge / mit unerhörtergrausamkeit / und haben also alle / sowohl Männliches als Weibliches Ge-schlecht/ ihr Christliches Blut um deßHLrrn JEfu Nahmen / und Liebe /in dem Jahr 45Z-auf den 21. TagWeinmonat vergossen / darunder auchunser Heilige Bischoff Pantalus dieMarter Cron glorwürdig erlanget hat/dessen Fest Jährlich den 12. Weinmo-nat in den Bischthum Basel herrlich ge-haltenwird das orr da dsse H. Gefell-schafft gemartyrer wordk/ wird noch heu-tiges Tags die Blutfiraß genannt.

So vil von S- Pantaio / wre m demBaßicr Brevier aufdcn 12. Tag Wein-monat zufindeu / und zulesen; besitzeT auch