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©. Ulrichsproste Tu-gan in Dr-sch/ffiichcmAnipr.
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Bau-
S. UlrichsAbstinentz/unvFastrn-
Von dem Heiligen Ulrich /
MannGOttes/ in bifer Statt Aug-spurg auf den Vischöfflichen Stullsetzet.
Was aber der H. Ulrich für einMann gewesen / und wie er sich gehal-ten nach dem er die Vlschöffliche Hoch-heit erreicht hatte / kan niemand ge-nugsam außsprechen. Er war all-zeit in dem Gebett andächtig/ in demLesen fieisfig/ und merckte fürnehmlichmit was Kleynodien der Tugend/ St.Paulus der Apostel einen Bischoffenwill geziert haben / da er spricht: EinBischoff solle ohne schändliche Lasterseyn/ nicht Zornig / nicht Weinsichtig/nicht ein Schlager/ nicht schändlichenGewins begierig/ solider Gastfreygü-tig/ Nüchter/ Gerecht / Heilig/ dersich enthalt/ und die Reden führe/dieder Lehr/ und dem Glauben gleichför-mig sey/ auf daß er mächtig sey durchrechtschaffene heylfame Lehr zuermah-uen/ und die Wldersächer zustraffen.Diser beyder Tugendten hat er sich ei-ner nach der anderen also beflissen/ daßer kein Zeit hat lassen müßig fürgehen/er habe dann gebettet/ oder gelesen.Er hat ihme höchst anligen lassen dieÄirchmauren/ und der Statt Häuserwider aufzurichten / und zuerbauen /welche cinrweders durch Alter/oderdurch Feur/ und Brunst verfallen wa-ren. So war auch daß sein grösteSorg/ das Volck mit Lehren/ undErmahnungen zu aufcrbauen / daß esmöchte zu etnem vollkommnen Tempeldeß Herren erwachsen. Er war auchgar geneigt zu den Wercken der Barm-hertzigkeit gegen die Krancken / und dieGefangnen. Deßwegen auch alle-mahl ein Schaar der armen Leuthcn /seine tägliche liebe Gäst an seiner Taf-fel gewesen / welche er gespeisset/ undbekleidet hat. Ihme selbst war erhart/ und streng/ casteyet seinen Leibalso/ daß er kein Fleisch gessen/ undjnnen auf blosser Haut em wullinesKleid getragen hat. Vielmahl ister zu Tisch gesessen/ und da anderevermeinten er Esse / ist er Nüchter bli-ben / also daß er nach dem Essen ist indie Kirchen gangen / und Meß gehal-ten. Deßwegen noch heutigsTagsbey vilen in guter Gedächtnuß bleibt/und darvon geredt wird/ daß der H.Mann mit Bischoffen Conrado vonCostantz seeliger Gedächtnussen bey S.Afra zu Mittag über Tisch gesessen.Nach vollendtem Essen / wie ein jederheim gezogen / hat es stch zugetragen /daß beweglicher Ursachen halber ge-feiter Bischoff zu dem H. Mann ge-schickt. Wie der Gesandte zu ihmkommen/ har er ihn über Altar stehen
Meß halten gefunden. Nach demMeß-Ampt hat er den Gesandten ge-hört/ ihme Audientz geben/ und dar-nach abgefertiget. Wie er bey seinemHerren geftagt worden/ warum er al-so lang ausbhben? hat er geantwor-tet : er habe warten müssen biß derH. Mann drey Messen gehalten hab.Der Bischoff sprach dargegen / hat erdann Meß gehalten ? und abermahlsprach er alsbald darauf.- warlich so istheut keiner satter zum Tisch deß HEr-ren gangen. Es war auch gemein beyihme / daß er nach der Complet zuAbends nichts gessen / sich deß Silen-tii / und Stillschweigens beflissen / danner wisse daß der HErr gesagt hatte :Aus deinen Worten wirst du gerecht-fertiget/ und aus deinen Worten wirstdu verdammet. Wann es aber dieNoth erforderte / die abgearbeiteteGlider zu der Ruhe zulegen / da hater solches nit aufsanfften Zedern/ son-der aufeinem spreuer Sack / Tapeten /oder Filtzmantel gethan / und einen kut-tzen Schlaff gehabt: und damit ich eSkurtz mache / er hat sein BischöfflichesAmpt dermassen äusserlich verrichtet /daß er dannoch innerlich die KlvstetRegel nicht underlassen hat.
Als auf ein Zeit die Werckmeisterdie Krustt der Kirchen erneuern wollen/hatte der H. Bischofs Ulrich einen Cap-lan mit Nahmen Rampertus/ der warauf einen Tag verzückt / und dunckteihn / wie er mit seinem Bischoff nachGewohnheit / 'die Psalmen gesungen /und das weyland Bischoff Adelbero inderselben Krufft gegen Mitnacht in sei-nem Bischöffllchen Ornat nahent ge-standen / und ihme gedeutet er solle zuihm kommen / als er aber erschrocken /habe ihn St. Ulrich behertzt / und er-mähnet zu Adalberone zugehen : WieRampertus aber nahe zu ihm kommen/höret er dise Wort von ihm : Ramper-te sage deinem Herren / er werde voNGOtt dem Herren ein grosse Beloh-nung empfangen für das Gebett/ linöAllmusen/ so er treulich für meiner See-len Heyl verrichtet hat / und dis soller zu einem Wahrzeichen haben/daß ichund Fortunatus an dem nächsten Ant-laßtage/ mit Gottes Willen das H.Chrysam mit ihme heiligen werden; dar-neben wird auch diser Grufft Gebäubald einfallen/ doch solle er von deß/wegen nicht ablassen von anqefangnentWerck sonder desto stärckere Grundvestlegen / darneben solt du auch die Bru-der ermähnen/ daß sie daß Gebett/welches sie freywillig versprochen / fükmich zuhalten / gar nicht vollbracht Wbcn. Dann werden sie sich darinnell
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