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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Vischoff / und Beichtiger. 213

mcht bessern/ so sollen sie wissen/ daß den. Arnulphus würd hernach er/sie vor Gottes Angesicht Red / und stechen/ und erschlagen.

Antwort darum geben müssen. Ohn Aber hiedurch hat sich der H.Manttlang aber hernach / fiele die Capell / nicht überhaben / sonder desto steiffcr c ap . 0.oder Krusst ein / die St. Ulrich mit sich gedemülhiget / und dem Bischofs- umchtgrossem Fleiß/ und Unkosten wider anst lichen Ampt desto fleißiger außgcwar-bauen liesse. Inder Nacht vor demH. det. Derwcgen er sein Bischrhum Bisck!hohen Donnerstag / oder Anrlaßtag / offt durchwanderet/ und visitiert / ver- .i> (: u undals der p. Ulrich in seiner Ruhe läge/ sammlete Geistliche/ und Weltliche für odMikm.und schließe / höret er ein Stimm zu sich/ erkündiget mit allem Fleiß anfangsihm sprechen : Ulrich du soll wissen/daß sich wie die Priester mit ihren Dienerndu Gast empfangen werdest. Wie lebten/ ob sie das Volck recht/ under erwachte/ und gedachte wer solche nach CatholischerWeiß underweißten/

Gast sein möchten/ hörte er widerum und was sie mit dem Mund predigten/die Stimm sprechend : Ulrich dein Ge- mit dem Merck erfüllten/ nehmlich daßbett / und Allmusen seynd GOTT an- sie nicht selbst strafflich wurden / indemgenehm / der hat dich deinen beyden was sie andern predigtenj und deßwesVorfahren/ nehmlich dem Fortunato/ gen von ihren Zuhöreren verschmacht/

. Und Aldalberoni befohlen/ daß sie dir und verachtet wurden?darnach erkün-heut / und hrnfnro in dem H. Ampt diget er auch/ ob die Leyen der Seel-für Altar beystehen/ und die Sacra- sorgern Lehr solgeten/ und gohorsam-menra mit drr heiligen sollen. Wie ren/ ob sie an den H. Sonntagen/undes Tag worden / und,der H. Bischofs andern Festtagen der Heiligen von un-das Göttliche Ampt gehalten hat / da gebürlichen Wercken feyreren / ob sieist übermahl die rechte Hand des Her- mit gebührlicher Andacht zu der Kir-ren erschienen/ denen die darzu gewür- chen grenzen / ob sie die Zehenden recht/diget g'w'st/ und hat samt dem Heil. und treulich geben / und dergleichenMann mir dem Creutzzeichen das Sa- mehr. Nach solcher Ding Erkündt-rramenr geheiliger. Alsdann die sol- gung/ hat er was recht/ und wohl qe-ches gesehen / das H. Sacramcnt zu- ordnet geweßt / gelobt / und bestalti-empfangen zum Altar gangen/ und der get / was er aber dem zuwider gefun-Blschoffe durch den Geist verstanden / den gestrafft / und verbesseret. Diedaß sie solch geheim/ und Hand auch Simonische Sucht/ als ern mordschad-gejehen/ so har er ihnen mit Rrcichung liches Gisst / hat er zufliehen gelehrt /des Herren H. Brods/einem jeden wolte sie zu ewig wehrender Straff über-aus dem Mund mit dem Finger getru- lifferet haben / die solcher bößhafften Ke-cker/ darbe» sie verstehen sollen / daß tzerey zugethan/ und geneigt waren. Da-sie solch Gesicht keins wegs offenbahren rum er auch nie einige Gaben für diesollen. Ja auch nach dem Ampt / hat Priester/oder Kirchenweyhe eingenom- |er sie zu sich beruffen/ und was ihme vor- men hat / sonder wie er in dem coi'fir-gehender Nacht geoffenbahret worden/ mieren/ durch der Hünd auflegen/den -ordentlich erzehict/ und bey Verroh- H. Geist umsonst geben / also hat erung dises Lebens verbotten/ so lang auch anders umsonst verliehen / es ha-rr bey Leben sein solte / sie nichts von ben dann villeicht die Stiffter der Kir-rem offenbahren sollen. Auf ein chen / aus gutem freyen willen etwasandere Zeit zu Nacht/ erscheinet ihme geben wollen / und ihn gebetten / sol-vie H. Martyrin Afra/ mit einem schö- ches zur Dancksagung anzunehmen. « uinLuen Angesicht/ und zierlichen Kleidern/ Mittlerweil reiset er gen Rom zubet- bt zumUnd spricht: stehe auf/ und folge mir ten / und erlanget auch deß H. Mar- anpkrn maldach/ die führt ihn auf das Lechfeld / tyrers Abundist Haupt daselbsten/wel-daselbst er den Fürsten der Apostlen ches er mit Geistlicher Andacht heraus CiuMr.den H. Petrum/ samt einer grossen gen Augspurg bracht/ und in unser lie-u^ünge anderer* Bischoffen / und Heili- hen Frauen Thumstifft verordnet hat.gen (deren er etliche in ihren Lebzeiten/ Er pflegt zu den Heil. Stätten / undandere durch Göttliche Offenbahrung Oerthernzuwallfahrten/insondersaber^kannte) als in einem allgemeinen in St. Gallen Kloster/ da er erzogen ge-'e.oncilio sitzen sahe. Da hörte crem weßt / und studiert hat. Einsonder-Klag der Heiligen GOttes/ u- bahre / und grosse Liebe / und Anmu-ver Arnulphum Hertzogen in Bayern / thung harre er zu St. Meinradi Celloer zu derselben Zeit noch bey Leben in dem finstern Wald / deß Landsu^ur/ von deßwegen daß er Kirchen / S chweitz / deßwegen ihme nicht genugundRwfter verwüstete/und dersel- gewesen / daß er mit dem heiligen Co-den ^uter den Leyeu zulchen gäbe. stantzischen Bffchoft Conrado dahin zuDaraus er mit einhelliger Stimm der deß neuen Münsters / und unser liebenHeillgen zur Straff verurtheilet wor- Frauen Capell Weyhung zogen wärek. F. Murer, Dre H. Schwciy. D d 2 (da-