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226 Von dem Heiligen Conrado/
Vatter war zufriden / legt seinen Hand / und erstatteten/da erschrackeSohn in ein Schiff/ und führte ihn gen das Töchterlein / bekennte seine Schuld/Costantz/ zudem Grab deß H. Con- und Unverstand / kehrte bald wlderumrads / und opfferet ihn dem heiligen auf. zu dem Grab / bettete mit andern Per-Darnach zeigte der Vatter seines Sohn söhnen andächtiglich / und würd wtde-eilenden Stand den umstehenden Men- rum völlig gesund,scheu. Der Knab aber bewegte sich
in allweg / und bemühen sich mit allen Einer von Potiers aus Franck-vieren die Staffllen hinauf/ bißzuun- reich / käme von bannen einen weiten. ser lieben Frauen Altar mit grossem Weeg gen Costantz zu S- ConradsGlauben / und Hoffnung / die Gesund- Grab / ( dann diser nicht allein an einemheit zuerlangen/ zu kriechen/ allda er Fuß lahm/ sonder könnte auch alrfkei-seyn Qpffer / und Gelübd verrichtete, ner Stültzen/ wegen eines grossen Ge-Gleich darauf würd er gesund / und schwars gehen ) diser sahe daß vil Per-lobten manniglich GOtt / und den H. söhnen ihr Gesundheit bey deß H. Lon-Conrad. rads Grab erlangten / und könnte er
in 6. Monaten solche nicht erlangen.
Ein Weib so an beyden Füssen lahm Deßwegen an der H. Pfingstnacht /war / und auf den Handen / und Kny- begäbe er sich noch mit grösserer Andachten herein schleichen müßte/ käme zudeß zu deß H. Lonrads Grab / hatte ihnH. Conrads Grab/ und nach verricht inniglich um die Gesundheit. "Als manlem andächtigem Gebett / und Gelübt nun die Metten angefangen zusingen /erlangte sie ihr vorige Gesundheit. käme ihme in das Knye/ und in dle er-lahmten Füß ein solcher Schmertzen /cap. 7 . Ein ander Weibsbild/so allbereit das er gedachte lieber Lahm zufeyn/danzehen Jahr kranck/und mit einem schwe- solchen grossen Schmertzen ein kleineren Hals / und gantzer lincken Seiten Zeit zu leyden / da man aber indemGeschwür / und Fluß behafft war / Chr-das fröliche Lobgesang TeDEumwelcher ob er gleich wohl mitler Zeit lsuäamus, angefangen zusingen/ ver-widerum vergangen / so verbilde Lan- giengeder Schmertzen/und wurdgantznoch in den Versehrten Glidrrn'^eß gesund / dessen sich mantglich höchlichHals / und Arms nicht ein geringer erfreuet,schmertzen. Darzwischen gedachte di-
ses Weib offt / und käme ihr auch in Reiche/ und fürnehme Eltern hat-- dem Schlaff für / wie sie St. Conrad ten einen ellenden / und an seinen Gli-vor ihr sehe stehen / oder bey seinem dern erlahmten Sohn / welchen sie zuGrab sich besunde/ und gesund wider- deß H. Conrads Grab brachten/ undum zu Hauß gienge. Nachdem sie hätten sich samt vil Volcks/ so nsttih-aber erwachet / befände sie sich noch nen aus Mitleyden gewallfahrtet/ aufkranck / und häfftig bekümmert / daß die Knye / und Gebett ntder gelassen /sie die verhoffte Gesundheit nicht erlau- darauf erlangte der Knab sein völligegct hätte. Da aber ihre Nachbauren Gesundheit. Die Eltern waren er-zu deß H. Conrads Grab wallfahrten/ freuet / und lobten GOtt in fernen Her-zoge sie mit ihnen/ doch dörffre sie ne- ligen.ben andern in die. Kirchen nicht kom-men / von wegen ihrer äussersten Ar-muth in leiblicher Bekleidung / welches Als in einem Jungfrauen Klosterals andere gutssertzige Persohnen ver- die Schwestern mit mancherley Kranck-standen/gaben |ie ihr die nothtürfftigen Heiken angegriffen wurden / waren un-Bekleidungen / und führten sie zu dem der andern zwo sonderlich kranck / daßH. Grab. Als nun sie ihr andächti- sie in acht Monat kein Speiß bey sichges Gebett verrichtet / und den Arm behalten/und aus grossen Wehetagen/auf das Grab gelegt hatte / wurde sie * Unwillen müßten. Die ander aberan dem Leib gesund. hatte alle ihre Menschliche Kräfften ver-
. lohren / und wäre gantz lahm worden.
Ein Töchterlein deme seine Finger Dise Klosterfrauen waren in ein Schiffvon Jugend auf in der Hand verschlos- gesetzt / ( dann ihr Kloster nicht ferr vonsen waren / und solche niemahlen stre- derStatt Costantz ware)ineinerNacht/cken oder aufthun könnte / käme zu deß und kamen an dem Morgen in die Statt.H. Conrads Grab / und war gantz ge- Als sie aber zu deß H. Conrads Grabfund. Weil es aber wegen empfang- kommen / und ihr Andacht mit eysse*ner Gutthat / GOtt nicht lobte / uno rigem Gebett verrichtet/haben sie ausdem H. Conrad der Gnaden nicht danck den höltzinen Becher deß H.Corirads ae-sagte / und aus der Kirchen gangen / truncken/ da waren sie beyd von ihrenfielen ihme die Finger widerum in die Kcanckheiten erlediget / und seynd mit
Freu-
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