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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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228
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Im Jahr94S

tlfU 1 ij .

Scpt.

Cap. 1.

RtqKlindabi ein siiff,t'-rin deßGottshaußEinholen.

Lap. a.

228 Quidam BEATI Monalterij Heremitarum.'

urtze Mcschtttbung der Weben et-licher Gottseeliger Mönchen / und Per-sohnen deß Gottshauß Einsidlcn.

Von welchen schreiben/ und handle» die drey kline Teutsche Ein-fidlische Chronicken Anno P587. i 6 Oz. und i 6 zo. under dem lttsten Prä-laten außgangm/ sonderlich aber R. p. chnstopho-us n*r-mannus, in sei-nen hochlöblichen Annalibus Heremitarum, darauß nachfolgmdeLeben ge-zogen.

L.REGUL 1 NDA, Ducififa-

Won der heiligen Regulinda/ Ucrhogin.

B gleichwohl wir nicht wis-sen könk/ wasGeschlechts/Stammen/ und Herkom-mens unsere GottseeligeRegulinda gewesen / istdoch leichtlich abzunehmen/keil sie zween Hertzogen von Schwa-ben zu der Ehe gehabt / und bey bey-den Kinder erzeuget / sie werde auchgleichmäßig eines hohen Geschlecht ge-wesen seyn / als ihre beyde Herrn.Bey Hertzogen Burckharden des Nah-mens ll. zu Schwaben/ erzeugte siedrey Kinder/ zween Söhn/ und einTochter / daründer der GottseeligeKnab Adalricus war. Bey Her-tzogen Hermannen von Francken/ Hes-sen/ und Wetterau/ bekäme sie einTochter Iktam/ weil auch HcrtzogHerman zu Schwaben ein frommer /und Gotlsförchkiger Herr war / undseinemBruder Eberharden das Gotls-hauß Einsidlcn halffe von neuem bau-en/ und ftlffien/ thäte auch Regulin-da mächtige hilff an gesagtes Gotts-hauß/ nutstiffren/ und Vergabungenetlicher ligenden Gütern / zu Ä altbrun/Sreffe/ und Lindau an dem Züricher-See/ und bauete in dem Münster zuEinsidlcn ein schöne Capell/ darinnsie ihr Bcgräbnuß erwöhltte/ undwarein llrsach / und Antrib / daß ihr <5? ohnAdalricus seyn Insul Uffnau verliesse /und ein Mönch zu Emsidlen wurde /wle hernach folgen wird.

Wie nun im Jahr 948. den rc>.Tag Christmonat / Hermannus Her-tzogtnSchwaben andachtiglich in GQttvcrstbrdnen/ und in dem Gottshauß

Reichenau zu der Erden bestattet / ver-liesse die Gottseelige Regulinda dieWelt/ und allen weltlichen Pracht(welches alles sie auch bey Lebzeitenihres Herrens/ mit dem Hertz / und gut§Willen schon verlassen gehabt ) underwöhlete ihr etliche wenig Versöhnen/und begäbe sich an das einsame Orth /oder Einöde der Insul Uffnau / da ihrSohn Adalrirus vil Jahr den Einsid-ler Stand geführt hätte / und allda leb-te sie in aller Heiligkeit des Lebens.Sie bauete ihr auch an ihre Ccllen einCapellelein / in der Ehr des H. Bi-schoffs/ und Beichtigers Mamni.Nachwenig Jahren fienge sie auch an eingrössere Kirchen zubauen / in der mehr-gesagten Insui Uffnau/ zu Trost/ undNutz der umligenden Dvrffern/ undNachbanren ; welche ihr Sohn Adal-ricus hernach vollendet / und in derEhr der allerherligsten Drcyfaltigkeit /und beyder Himmelsfürstrn St. Pctriund Pauli weyhen lassen. Es ist a-ber die Gottseelige Regulinda um daS992. Jahr Christi aus dtjer Welt vonGOtt durch den leiblichen Todt zu denHimmelischen Freuden abgcsorderet wor-den/ als sie L'inff Jahr m diser InsulUffnau ein Gotrseeligcs / und Einsid-lisches Leben^gefsthrt/ und ihrem Hey-land/ und Seeligmachcr mir vollkoitt-nem Hcrtzen/ bist an ihr End gedie-net harte. Ihr Leichnam würd vondem Abt Eberhards / und ihrem S ohngen Einsidlen geführt/ u d in einerCapellen / von ihr zu solchem End er-bauen / ehrwürdig begraben. C»ist auck die seelige Regulinda von un-seren Altvordern / vil hundert Jahr he-ro