Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von den Heiligen / des Gottshauß zu Einsidlen.

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cken/ Steffe/ und Wolbrau an Land/ und vergäbet nwv.

II.

B. THIETLANDUS, Abbas & Confessor.

Dom Meeligm Wctland/ M/ und

Beichtiger.

Im Jihr96;. den»L. Maij

S Hietlandus ein gebohrner Grassvon Buchhorn / Lintzgöu /RheinthaU/ und obern Thur<göu/ ist des Burckhardl desandern/ Hertzogs zu Schwaben ( wel-ches HertzogthumBurckhardus imJahrChristi 9i6. wegen seiner Mann - Weiß-und Klugheit/ und grosser Reichthumvon demRömischen KvnigConrado demIzu Lehen bekommen/ undzehenJahrbesessen/ auch löblich regiert / und ge-mehret hat: Er war auch ein Vatterdes H. Adalrici von seiner andern Ge-mahles der H. Regulinda/ wie hievorzufinden) leiblicher Bruder gewesen.

Es wäre aber der S. Thietlan-dus von Jugend auf ein züchtiger/ from-mer/ und andächtiger Jüngling/ derseyn Jugend/ und Alter in dem stu-dieren/ und Goktseeligem Leben nütz-lich zubrachte. Als er nun bey gu-ten Tagen/ und Jahren wäre / umdas Jahr Christi 938. entschlösse er sichln den finstern Wald gen Einsidlen zuden Gottseeligen Vättern Bennone /und Eberharden fich zubegeben / zu de-nen er sich gesellete / die Welt / undweltliche Geschafft verliesse/ und lerst-lich den Emsidler Stand/und St. Be-nedicti Orden/ und Regul annähme.Wie nun diser Gottseelige Thietlandusalso siben Jahr im solchem heiligen Le-den / und aller Vollkommenheit nutz-M zugebraclst / würd er von dem Abt^berhardo im Jahr 945. zu einem Mit-tkgierer/ oder Helffer des schweren

Kloster Baus/ undtagl'chenGeschaff-ten erfordert; welchem Ampt er Thiet-landus vierzehcn Jahr lang löblich undfleißig vorgestanden / und dem Gort-seeligcn Abl Eberhardo treulich undnützlich mu Raihi und That beyge-sprunge». . AIs aber nach vierzehcn Wird AllJahren im Jahr 958. der Gottseelige ruEinsiv,Abr Eberhardus von diser Welt ge- lkn.scheyden / würd Lhierlandus von demEhrwürdigen Convent zu Emstdlen mitemyelliger Summe/ zu e.nem Abt er-wählet. Der hat hernach seyn Ge-schickiichkrit in einem Tractat/ oderBuch/ der Welt hinderlassen/ in wel-chem er die Epistel des H. Apostels PaU-lt außgelegt r und Commentiert hat ;wie Hermannus Contracluö bezeuget.

Wie nun Thietlandus dem Gotts- c ap .hauß Einsidlen sünss Jahr/ und neuttMonat / mir geistlichem / und zeitlichemNutz vorgestanden / und jetzt e.m gros-ses Alrer erlanget/ und vil außgestan-den harre/ gäbe er dem Convent zuEinsidlen die anbesohlnc Abtey um Ru-he willen / im Jahr Christi des Her-ren 96z. damit er sich dem Dienst Got-tes gäntzlich ergeben möchte/ freywil-lig auf. Lebte also in grosser Heilig-keit biß an seyn End/ welches dochbald vorhanden gewesen/ dann er den28. Tag Moycns selbigen Jahrs vcr-schiden / und bey dem S. Eberharden/vor unser Lieben Frauen Capell begra-ben/ als er sechs und zwantzig Jahran disem Orth gelebt hatte.

In.

B. ADALRICUS, Consessor.

ierWeelige Malricus/ Beichtiger.

I»> Jahr

97 } dMr9.Scpt.

»Urckhardus des Nahmens det

' ander/ Hcrtzogln Schwabe^

_ ein gebohrner Graffvon Buch^

. Horn / RheinthaU / und ObernThmgvu/ erzöge bey seiner andernGemahlein der Gottseeligen Regulm-da/ zween Söhn/ und ein Tochter.Burckhardum den dritten/ f° d^uach

P. F. Murer > Die H. Schweig»

auch Herhog in Schwaben war; Ber-^thum die dem König von Burgund >Rudolpho dem andern vertraut wor-den/ und den stetigen Adalricum / oderAlaricum; wie die alren EinsidlischeChronick / und Schrlffren bezeugen.Adalricus der fromme Jüngling ver- Adalr,c«sliesse iu seiner blühenden Jugend um WF f 2 das