$% 2 - B. CONRADUS] cx DietfenhcfFea , Puer, &: Martyr.'
berkeit ein Altar aufgericht / und von haben / biß zum Abfall der Stadtv-Mandächtiger Burgerschafft ein eygner alten Catholischen Glauben: DardurchPriester I und Pftund tn obgesagtem all ihrer alten Vorfahreren AndachtMünster gestiffter worden. Dardurch verschwunden / und gantz auö-die Llndacht täglich- mehr zugenommen/ gelöschet worden,
und die Wunderzeichen sich gemehret
Mner / und mschMgerWM/ deß-
vierjährigen Knaben Lonrads von Diej-senhvffen am Rhein / durch ein Lhristenaus Anstifftung der Juden ermordet.
Im Iahp 1401. 4« den 26. ZTtovcmbee.
Dlsen Mord beschreiben beyde Lucerm'sche Chronisten / Herr DicpoldSchillinger Priester / und Chorherr der alten Grifft 88. Leodeganj, &Wa«.ri: j Martyrum , NN Hoff genannt / fol. 57. Und Hw PttMNanNEtterlein Gerichtschrciber zu Lucern/ fol. 37. Item ein Teutsch gcschrctb-ne Costanyer Chronick in unser Carthauß Ittingen zufinden.
Csp. I.
Daß derJuden gc-gm dkn
Lhristcn.
Ein Christberfubn-f r /und nn>vr<dct diic<sbristenKind / außonsnffliingcinrs In»tot
,N der löblichen Eydgnoß-schafft / und dero Landgraf-schafft Thurgöu/ ligt amRhein ein Stättlein Dies-senhoffen / in welchem etli-che Juden mit Weib/ undKindern Haußhäblich wohneten / undihren Wucher triben. linder Visenwäre Michael Vittelmann nicht der ge-ringste /dessen Sohn Gottlieb geyannt.Michael auß grossem Neid dürstete vilJahr Christenblut zubekommen / undzugemessen/ welches/ weiter selbst we-der mit stehlen eines Christen Kind /noch anderwerts zuwege» bringen möch»re / machte er entlich auß TeufielischerEingebung/mit einem erwachsnen Chri-sten Jüngling / der Zahne genannt /Heinrich Zahns damahls Vogt zu Dieftsenhoffcn Diener / und Vorreuter /Gemein - und Kundschafft / und practi-cierte endlich mit demselben / da er ih-me 3. fl. verspräche / wann er ihme Mi-chael eines Lhristen K inds Blut brach-te/ und warm zuhanden stellete. DerReuter vorn Teuffcl verblendet / vomJuden anaesiifft / und aus liebe deßGelts/ ersieht alle Gelegenheit sein bö-sen Willen zuerfüllen. Im Jahr 1401.hat er einem ehrsamen Bürger/ Her-mann Lory deß Raths zu Diessenhoffen/Conrad sein vierjähriges Söhnlein ge-stohlen / als er dises nach Hauß ge-bracht / die Gurgel abgestochen / undalso ermordet / das unschuldig Blut da-rauf in ein Geschirr gefaßt / in Mey-nung solches Michael Vittelmann dem
Juden zubringen / und die Versprechene 3. fl. zuempfangen / aber Zahn derReuter / aus Göttlicher Verhengnuß/wprd am Mord von etlichen frommenPersohnen erwüscht / und gefänglicheingezogen.
Als der Knecht in Verhafftung peyn- Cif M'lich allen Verlaust angezeigt / und den KÄJuden Vittelmann/als alles Übels An- fairstistter ernennet / wurde selber abch inVerhafft genohmen/ und durch Urtheil/und Recht der/ und anderer Miß-handlung wegen / Lebendig verbrannt.
Der Zahn aber wegen begangnen Mordgerädert / und weil auf die Juden dergemein Rüst / und Argwohn gienge /als hätten sie in genanntem 1401. Jahrdie Bronnen vergifft/ daraus in Schwa-ben /Thurgöu/ und andernOrtheneingrosses Sterben erfolget / waren alleJuden zu Diessenhosten vertriben/ zuSchaffhausen aber 30. zu Minterthuc27. Mann / und Weib/Jung / und Altverbrannt/ die überigeaberseynd auchalle vertriben worden. Die bekümmer-ten Eltern aber deß ermörden KnäbleinConrads/ «amenihr geliebtes Kind/und bestatteten diseS nach christlichemBrauch in die gewöhnliche Pfarrkirchen.
Hierauf wurde bey der Burger-schafft/ besonder Weibspersohnen zuDiessenhoffen grosse Andacht zu diseniKindlein/ und war seyn Grab bey hun-dert Jahren mit Gelübd/ und Hpffecohn underlaß/ weilen vil Gnaden/undWunderzeichen sich darbey erzeigt/ be-sucht/ und verehret/ biß entlich vie
Zivy-