ANONYMUS Puer > & Martyr Tiguri. 28 i
crament / und theils zu den Schwestern GOtt zu mehrer Anzeigung der Hkil^öffnet das Buch / und läse das H.Le- keitseiner gAebttn,Gesvonß:/den diser Königin/und noch mehr was durch dise Schwester hat ^ubahrenGOtt mit ihr gewürcket/so hierinnicht wollen. , GOtt gebedaßwlr ihrerbeschriben / auf das verschwände diß Fürbitt auch theilhafftig mo-Gesicht/ und Offenbahrung/welche gen wervem
Kon dem uiischuldigeii Mi, imd
Marter / eines Schuhmachers Sohnsin Zürich / welcher boßhafftigcr Weiß vonden Juden ermordet worden.
Im Jahr iZ4y. den 2. Markij.
Distn Mord / und Todt beschreibt ein alte geschribne AuthentischeZüricher Chronick / Anno 144 s. vollendet. Item Chnitopiiorus Harc-
rmitmis , in An.iainus, Anno Joaa Scumph. M sttNek Schweißers
schen Chronick im 6. Buch 1 am 18. cap. Joaü Heiunch Buiiiager ,inZüricher Cyromck im 7. Buch cap* 20 .
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; Ls imIahr deßHerren i 347.1 und 48. mehrdan der drittetheil Menschen in der Welt/sonderlich aber Elsaß / undSchweiß / durch ein greu-lich / und vergiffte Pesti-lentz hingestorben waren / griffe manin allen Stadt/ und Oerthern zu denJuden / würden derer vil durchSchmerd / und Feur huigericht / alshätten sie Bronnen / Und Wässer ver-Met / und darauf folgende Pest ver-ursachet. Weil dann die Statt Zürichum Martinr auch vil Juden 1 obgerühr-ter Ursach halber / liesse hinrichten /waren deren etlich / so der Straff nochentgangen / heimlich ergrimmet / undwider das Christen Blut entzündet /oeßlvegen in nachkommendem 1349.Jahr bc» 2. Markn erirch Juden in^ü-ttch wohnhaffr / heimlich einem Schuh-
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n. wacher / hiesse der zu der Widcn / fern
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uoch nicht 4. jähriges 5 tnablein gesto-/ welches sie nach altem Haß mitocadlen / und Glissen durchstochen /W es den Geist ausgäbe. Dessenbre Juden auf mancherley WeißUnd mißhandkeren. Denrooren Leichnam aber begruben / undiu einem Bach/zum neu-en Marck / der Wolffbach genannt.
frkJ?? Cn ia hernach / als der raü-Erdreich ab deutrgrabnen unschuldigen Knaben hin-
weg geschwemmet / giengen unge-fähr etlrch junge Knaben auf Sreltzendurch den obgesagten Bach / da saheeiner Walthcr von W«U aufdenStel-tzen ein Schühlein im Wasser / als erdises wolte forrstossen sahe er auch deßKtndK Schenchelcin : wurde das Kindalso aus dem Bach gezogen / und vonseinem Varrer/ und andern erkennet /und die Wertzeichen seiner grausamenMarrer mit AUgen gesehen. DerArgwohn gienge / die Juden müßtenes gethan haben / deßwegen man aufsNeue zu ihnen griffe / dise bekandennicht allein dise Mordthat/ sonder «rochvil andere Bubenstück mehr / deßwe-gen wider deren vil mit Feur / undSchwerd gerichtet worden.
Auf dise Bekandnuß erkennete einehrsamer Rath der Statt Zürich mansolle diß unschuldig Knäblein / dessenNahmen vergessen worden / mit son-derlichen Ehren / als einen Märtyrer/Uad Blutzeugen christlich? Glaubens indas groß Münster ohnfer von der HH.Märtyrer Felix / und Regulä Altar be-graben/ wie auch beschehen / und bekamtdie Bürger/Weib/ und Mann zu Zürichsonderliche Anmurhung / und Andachtzu discm fertigen unschuldigen Kindlein/daß auch GOtt Wunderzetchen bey sei-nem Grab thäte / daraus dann nmletZeit erfolgt / daß dssem H. Kind mitErlaubnuß ordenlichee Geistlicher O-
Dtt Mordcßrnbabr/tu’ fitiDetiüerichl.
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