Beichtiger/ und Prediger-Ordens. ziz
zu ihr mit innerlichen Seufftzenausvol- sprach : O mein barmhertzrger GOtt /lern Hertzen: O du schöne / zarte / und und HErr ich ermähne dich der elendenvonGOtt ausserwöhlte Jungfrau/wie Fußstapffen/ und deiner Reisen diedulang wilt du mit deinem schönen / und thätest wegen deß Menschlichen Heyls/
Zartem Leib. / und Hertzen dem leydi- und bitte dich bewahre mein geistlichegen Teustel dienen ? es hat dich GOtt Tochter. Sein Mitbruder aber/ an demalso mit einer zierlichen Gestalt bega- er sich oft steurte/ und neigete / sprachbet / daß du ihn billich vor allen an- aus Mitleydenzu ihme: Mein Vatter/dern Menschen lieben/und ihn zu einem vil Seelen werden durch euere Ermah-Gesponsen ausserwöhlen sollest. Und nungen erhalten / es solt sich GOTTweil du von Adelichem Geblüt geboh- wohl über euere Kranckhcit erbarmen /ren bist / so ist es billich / daß du auch und euch ein Rößlein senden ^ / da-den aller Adelichsten / und Allmächtig- mit ihr euer Reiß verrichten möchten,sten allein liebest / und ihme dienest ; Der S. Vatter sprach: Ich hoff GOttich versprich dir bey meiner Treu / daß werde sich über mich erbarmen / und mich sch.^ ^dich GOTT werde widerum in sein deiner Begierd gewchren/ und als der E. Aman,Freundschafft aufnehmen / und hie / und ' Bruder um sich sahe / käme ein schö^ ds einRoß.dort in seiner Liebe ewiglich erhalten, nes / und wohlgezähmres Pferd außDise / und dergleichen Wort waren so dem Wald gegen ihnen her/ deß freue-kräfftig/ daß sie der Klosterfrauen Hertz te sich der Bruder / und sprach: Meindurchtrangen/ und es also erweichten/ lieber Vatter / es will euch GOtt nichtdaß sie ihre Augen aufhube / und mit verlassen/ gewißlich ist euch daß Roßseufftzendem Mund sprach : Ach mein gesandt/ dann niemand auf dlser wei-Herr/und Vatter/ichergibe mich heut len Heyd zusehen ist/ so ihme nachey-an GOtt/und an dich das ich mein üp- le/oder seiner begehre / sitzet derhal-piges Leben heut zu diser Stund will ben auf/ und reitet. Der S. Vatterverlaffen / mich nach deinem Rath / und sprach: So dises Roß zu uns komt /
Hilff GOtt zu eygen ergeben / undchh- und bey uns still stehet / ist es ein ge-me allein biß in den Todt dienen. Der wisses zeichen/ daß uns GOtt disesS. Vatter sprach hingegen : Gelobet Roß zu meiner Norhturfft gesandt hat.sey GOtt / der alle Sünder / die sich Als nun das Roß sanfftmüthig daherzu ihme in der Warheit bekehren / ftö- kam stunde es vor dem Vatter still/ eruch empfanget. Und als sie also mit aber fasse aufin GOttes Nahmen/ undeinander von GOtt redeten / stunden ritte einen fthren Weeg darauf/biß erihre Schwestern vor der Thür / und nahe zu einem Dorffkame/ da stundeverdorsse sie der langen Red / dann sie er widerum ab/ und liesse das Roß freyförchteren / daß sie aus ihrer üppigen gehen/ das gienge seyn Straß fort.Gesellschafft von vem H. Mann bekeh- Wessen aber drses Roß gewesen / oderret wurde/sie ruffren ihr/und ermähn- wo es hernach hinkommen / kan mauten sie / daß sie ein End sollen machen/ nicht wissen. Der Bruder aber könn-und zu der Arbeit gehen. Sie stunde te drfem Roß leichtlich / und ohne Ar-auf / gienge mit ihnen / und sprach - beir nachfolgen. Da aber der from-Meine liebe Schwestern / lebet wohl t mc Stattet Suso in das Kloster käme/
Und gescegne euch / und alle unsere Ge- und june geistbchc Töchtern zu der Tu-fellen GOtt / und denen ich leyder mein gend / und andächtigem Leben ermah,üppiges Leben bißhero verzehret hab / ncte / gienge er endlich von ihnen zudann ich jetzt alles verlassen/ und GOtt seiner Ruhe allda er bald in dem Geistallein dienen will. Daraufsie ansien- verzückt war / und sahe die Mutterge alle schädliche Gesellschafft zumewen/ GOrres Maria ihr liebes Kind die ewi-Und absonderlich zuleben. Und wie- ge Weißhcit an ihr Hertz druckend si-wohl sie hernach oft versucht war / und tzen/ er sahe auch um das Häuptleinandere sie widerum zu ihrem alten Le- deß Ä'mdleins JEsus / mit schönen /ben wolte bereden / so möchten sie doch und glantzenden Buchstaben geschrlben:uichts ausrichten / dann sie in den tu- ach Hertzen traut. Das könnte dergendfamen / und andächtiges Leben S. Vatter wol lesen / und verstehen,biß in ihren Todt standhafftig ver- Essange auch chmeein Englischer Jüng-c blibe. ling dises Gesänglein/ Hertzen traut /
ip -3r; so lreblkch vor/ daß er sein Hand auf
Als nun auf ein Zeit der S. Vat- sein Hertz legte i das zuhalten / damit^ Suso ausgangeu war / sein neue es ihm nit zerwrange / unddaerwide-geistllche Tochter zubesuchen / in dem rum zu ihm selbsten käme / fande er seinGuten zubestclrten / und sie in ihrem gerechte Hand ob seinem Hertzen ligeu.
Leyden Mrösten / könnte er wegen sei- Aufein Zeit als der«s.Datter ein weitenuer K ranckheiten nit wohl die Reiß ver- Weeg gegangen / und gegen der Nachtttchten / darum rufste er zu GOtt / und zu einer Clausen kommen / da er wolre
Her-