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Er ver-wehn denWem überTisch-
Cap. )L.
Christuserscheinetden S- A«mnnd/ inform einesSeraphineam Lreutz-
Er wirdPrior zukl, eurenZeiten.
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Von dem Gottsecligen Amando/
Herberg nehmen / da war kein Weinallda / noch weit herum zusinden. Alleinkäme ein Töchterlein das sagte / eshab ein Fläschlein voll Wein / aber wassolte solches' under 20. Persohnen be-schiessen? der S. Vatter befähle dasFläschlein auf den Tisch für zustellen /und als erden Seegen darüber gebenhatte / trancke der Vatter zum ersten/darnach alle nach einander ohn alleswider einschencken / und horten darne-ben denH. Vatter von HimmlischenDingen zu der Seelen Hey! also eyffe-riqPredigen/ das; keiner dises Gött-lichen Wunders achtete / zuletft da siewkderum zu ihnen selbsten kamen / er-kandten sie Gottes Kraftt in der Meh-rung deß Trancks / darum fiengen siean alle GOtt zuloben / und wolren demDiener der ewigenWeißheitdisesWun-derwerck zuschreiben/ daß wolte er nichtgedulden / sonder sprach: O ihr Kin-der/ daß ist nicht mein Merck/ sonderGott hat dise reine Gefellfchafft ihresguten Glaubens lassen geniessen / undhat sie leiblich/ und geistlich gctrancket.
Es hatte auf ein Zeit der Dienerder ewigen Weißheit GOtt/ daß erihn lehrte leyden. Da erschine ihmein einem Gesicht die Bildnuß des ge-creutzrgren Christi in eines Scraphinsgestalt der 6 . Flügel hatte / mit denzweyen bedeckte er das Haupt / mitzweyen die Füß / und mit zweyen flö-ge er / an den understen Flüglen stun-de gefchriben: Empfahe das Leydenwilliglich / an den mitlern stunde ge-schriben/ trag? dein Leyden gedultiglich/an den obersten Flüglen stunde ge-schriben / lehrne Christförmiglich ley-den. Dises Gesicht zeigte ereiner H. Persohn an / die ihme solchesdiser Gestalt außlegte : du solt wissen/daß du aus göttlicher Anordnuug vilLeyden außstehen wirst/ dann du wirstein Prior/ oder Vorsteher eines Klo-sters werden / dardurch deine Wider-sacher/ und Feind desto grössere Ursa-chen haben werden dich zu verfolgen;gib dich zu der Gedult/ wie es dir indem Seraphin angezeigt ist worden.Nicht lang hernach / als jetzt drey Jahrverflossen / m welchem seinem Gotts-hauß wenig Wein / und Früchten / we-gen unfruchtbaren Jahren eingelffferetworden / deßwegen auch das Kloster ingrosse Schuldengerathen/ war derS.Vatter Suso cinhelliglich zu einemPrior von seinem Convent erwvhlet /darauß ihme vil Widerwärtigkeit zu-stunden. An dem ersten Tag feinesPriorats befähle er / daß man solt indas Capitel leuten/ in welchem er sei-ne Brüder eyfferig'ermahneke / daß siesollen ihren Heil. Vatter Dominicum
anrüsten / dann er ihnen versprochenhatte/ daß er ihnen in allen Nöthcttwolle zu hilff kommen. In dem C a-pitel fassen zween Brüder neben einan-der / und spräche einer spottweiß zudem andern: Sihe wie ist unser Priorein thorrechter Mann / daß er uns hies-set in unsern Nöthen zu GOtt hosten/vermeint er Gott werde den Himmelaufthun / und uns zutrmcken / und es-sen herab senden. Der ander sprachHinwider: Er ist nicht allein ein Thor/sonder wir alle seynd grosse Thoren /vaß wir ihn zu einem Prior angenoh-men / dann wir vorhin wohl wißren /daß er zu weltlichen Geschäfften untaug-lich ist / und nur aufwertz gen Himmelgaffer. Und also wurden vil spöttliche/und unnütze Urtheil über ihn gefallet.
Da es nun Morgen worden / hiesse er «jpfein Ampt von St. Dominico singen /und wohnte demselbigen bey / und daer also in seiner Andacht in demselbenstunde / käme der Thorwart rufst ihnheraus zu einem reichen Chor-oderThumherrn / der sein besonderer Freundwar/ der sprach zu ihme: Lieber Bat-te» dise Nacht bin ich von GOtt er-mähnet worden / daß ich euch an sei-ner statt solte zu Hilff kommen / undbringe euch hiemit2a.Costantzer Pfundzu einem Anfang / und traue auch zuGOtt / er werde euch nit verlassen.
Also name der S. Vatter Suso disesGelt / danckcte GOtt /und dem Chor-herren/ und liesse Brod/ und Wemdarum kauffen/ und GOtt halste ihm/und S. Dominicus / daß er allezeitseines Priorats gute Norhturfft Hütte-.
Eben diser Canonicus/ oder reicheChorherr / als er in seinem Todtbethlag / theilete er zu seiner Seelen Heylein grosses Gut an underschidliche ör-ther aus/ er ruffte auch unsern Bat-lern zu sich / und gäbe ihme ein Sum-ma Gelks hin / und wiver Gottfteligen/und unvermöglichenLeuthen auszuthei-len. Dises ob gleichwohl der S^Vatter sich lang verweigerte zu thun /hat er mit grossem Fleiß verrichtet/ al-so daß er auch ordentliche Rechnungmit Vergnügen seiner Oberkeit darumgethan/ nichrs destoweniger war ihmein grosses Creutz darüber von GOttvorberettet. Dann diser Chorherrverliesse einen unnützen/ und unehrli-chen Sohn/ der als er sein Erbgut ver-zehrt/ und unnützlich verschlembt hat-te / käme er zu dem S. Vatter Su«o-ne/ und begehrte mit Gewalt/ undstarcken Treuworren/ daß er ihm dasGelt geben solte/ so ihme anvertrautworden / oder er wolre ihn um das Le-ben bringen wo er könnt/ und ml>chr Jund dise sorgliche Feindschafft möchte
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