Veichttger/ und Prediger-Ordens. 31?
Okemand entscheiden / wiewohl vil end-Zwischen qeredt / und gerathen wurde.Der S. Vatter Suso war auch in gros-sen Acngsten / und Nöthen / daß er nitdörffte aus reisen / und hin / und herwandten ; letstlich nähme er sein Zu-flucht zu GOrr / und sprach mit Liessenseufftzen:Ach HErr muß ich dann also«rmuthseeltg sterbk? bald hernach straff-te GOtt Visen bösen/ und wilden Jüng-ling mit dem gähen Todt / dardurchder fromme Vatter Suso nicht gantzvon fernem Creutz entlediget worden /dann um drfts Gelts wrllen käme ernoch in ein grössers Leyden. Ein be-sondere Gcsellschafft wolte sich nicht las-sen begnügen mit disem Gelt/ so ihnenvon dem Chorherren vermacht war /darum sie den unschuldigen Vatter vorWelt/und Geistlichem Gericht herumZogen / und in dem gantzcN Land übelverschreyten. Es crschine aber demS. Vatter der verstorbne Chorherrineinem schönen grünen Rock / mit röh-ren Rosen bespenget / und zeigte ihmseinen seeligen Stand an / und ermah-Nete den Vatter zu der Standhafftig-keit / und Gedult in seinem Leyden /dann GOtt werde ihn bald erledigen.Der S. Vatter Suso fragte den Chor-herren/was seine schöne Kleider bedeu-ten? er sprach drerohten Rosen in demgrünen Rock ist dein Leyden / mit demhast du mich bckeidet; und GOtt wirddlr darum die ewige Seeligkeit geben.
* Es geschahe zu einer Zeit / daß demS. Vatter Susoni zu Nacht so er vondem Schlaff aufferwachte / der Psal-men von unsers HErren Marter: DEusDEus meus rcfpice in me, &c. in demMund herum gienge /.und bettete ;ab disem emsigen einsprechen erschrackeer übel / und ruffte zu GOtt an demCreutz hangend mit bittern Zähern /sprechend : O mein HErr / und meinGott / muß und soll ich aber ein neuesCreutz von dir leyden ? so geschehe deinVZiU / und Hilff mir alle meine Trüb-salen überwinden. AIS nun seineCreutz/ und Trübsaalen überhand nah-dkr - lnen / wurde er also Kranck darab / daß&ittf plan vermeinte er wurde sterben. AufA 'i einem Abend als erausscrtzalb deß Con-ö Nc5t. vrms an sein Bethlcin war gangen zu-führn / siele er in ein Ohnmacht / und'age also still / daß sich kein Ader mehran ihm bewegte / da nun solchen Falle«n andächtiger / und getreuer Menschgewahr wurde / lauffte er bald hinzu /griffe ihm auf sein Hertz / ob noch einLeben rn dem H. Vatter zufinden wä-re aber er konte nichts vcrmercken /deßwegen fiele er auf seine Knye/ undbeweinte den Todt deß S. Vatters /Iprcchend : O GOtt schaue.an daß ed-k. E. Murer, Die Schweig.
le Hertz / daß dich so lange Zeit in ih-me andachtiglich hat getragen / und sovllen betrübten Menschen so nützlich /und tröstlich ist gewesen / wie ist dasdise Nacht also vergangen / sollest dunun also verfaulen / und nicht längerzu GOttes Lob / und viler MenschenNutz / und Trost leben ? under disemKlagen neygte sichdiser fromme Menschzu dem S- Vatter immerdar/und wol-te erfahren/ ob noch em Hoffnung deßLebens vorhandkware V aber das Ange-sicht war erblichen / der Mund erschwar-tzer/ und die Glider wurden in ein tödli-che Färb verändert. In diser GöttlichenVerzückung läge der S- Vatter auf zwoStund / also daß man nicht änderst ver-meinte er wäre gcstorbs. Ehe dann un-ser S. Vatter Suso in dise Schwachheitdeß Leibs gerathen / und verzückt in demGeist worden / bereitete er sich zu demTodt/ und vereinbahrete sich mit GOtt/und sprach also: Ach mein ewige War-heit / dessen treffe Hochheit allen Crea-turen verborgen ist / ich empfinde daßnunmehr mern letstes Stündlem meinesLebens wegen grosser Schwachheit deßLeibs vorhanden ist / und uicht mehrlänger Leben mag/ nun komine ich zudir/ O mein gewaltiger GOtt / danndir alle Ding offenbar seynd / du weistallein mein Hertz / und mein Begier-de/ darum suche ich dein Gnad/ Ogetreuer himmlischer Vatter/ in wel-chem ich dich erzürnet/ und wider dichgesündiget hab/ daß ist mir Leyd/undreuet mich von gantzem Hertzen/ undbitte dich / daß du mir es durch deinkostbarliches Blut verzeyhest/ dann duweist daß ich durch mein Leben allezeitdein allerheiligstes Blut aufs höchstgelobt / und geprisen hab ; Ach du rei-ne / zarte/ und milte Jungfrau / undMutter Maria / komme mir an meinemleisten End zuhilff/ empfahe meine Seelin deiner Gnaden / darm du bist mei-nes Hertzen troff: Ach mein allerlieb-ste Mutter in deine Händ befihle ichdise Nacht meinen Geist: O ihr HH.Engel GOttes gedcncket nun daß mirmein Hertz lachcte / wann ich nur cue-re Nahmen hörte nennen ; Ach wie ofthabet ihr mich in meinen grossen Ley-den/ und Trübsaalen getrost / undvonallen meinen Feinden behütet / jetzt be-schirmet mich vor dem grausamen An-blick der bösen Geistern. Ach meingütiger Patron S- Nicolae mit allenHeiligen GOttes / ich bitte euch / daßihr mit mir wollet niderknyen / undGOtt bitten helffen um ein guts / undseeliges End. Ach HErrich sagedir danck / daß du mir an meinen lei-sten End ein solches vernünfftiges End/und Bekandnuß deß wahren Glaubens
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