Zu Willisau. Uf
Dkagen / ein gute Zeit daran verwah-ret / biß etwann ihr ehrliche Freund-schafft ein Wallfahrt / und Gelübd zumHeiligen Blut gen Willisau verlobten/und selbs vollbrachten / darüber dieFrau wider zu Sinnen kommen / ge-fund worden- und sich vom bösen Geistentlediget befunden.
4. Einer ehrlichen Frauen erzeigtesich ein Geschwür an ihrem Backen /eines Gans - Eyes groß / welches ihrsehr grossen Wehtum / und SchmertzenMachte/neben grosser Sorg/und Forchtes möchte was ürgers darauß entstehenDa sie in einer Nacht nicht könnte schlaf-fen auß grosier Pein deß Schmertzens/erinnerte sie sich der gnadenreichenStatkdeß H. Bluts zu Willisau / versprächeein Wallfahrt dahin / wann ihr GOttder HErt von disem Schaden ab / und-u voriger Gesundheit helffe. Es ge-schahe zu guter Stund / mit rechtemErnst/ und grossem Eyffcr/ dann alssie Morgens erwachte / und wolle auf-stehen / befände sie daß ohn allen schmer-tzen sich alles mit ihr gebessert/ Und inden alten Stand gebracht. LobteGOtt / thäte was sie gelobt.
5. Zu Altishoffen / den IunckerPfiffern zu Lueern zuständig/ wohnettin der Fluhe ein Wald - Bruder - viferttkranckke dermassen/ daß er in 6. Ta-gen nicht ab seiner Ligerstatt kommen /m disem Anligen verlobte er sich zuMH. Blut zuwallfahrten / also bald hatihm GOtt zu voriger Gesundheit gerhvlffen. Deß andern Morgens / alser die Nacht zuvor das Gelübd gethan/stunde er Frisch/ und Gesund auf/ ver-achtete noch selben Tag was er ver-sprochen /sintemahl Willisau nur ander-halb Stund von Altishoffen gelegenist.
6. Zu Wangen auch Lucerner-Land-fchafft / läge einer Kranck von starckemFieber / als er sich zum H. Blut ver-lobte/ wurde er Gesund.
7. Hans Meyer auß S. MichelsAmbt / hatte ein Jungen Sohn der inein Wolffsgrub gefallen / und beyder-seits von dem Fall brüchig worden /über daß wallenten ihm die Darm einerFaust groß auß dem Leib/ dessen sich derfromme Vatter sehr bekümmert / wußteweder Hilff noch Rath / setzte grossesVertrauen aufGOTTES Hilff/ver-lobt das Krnd nach Willisau zu demHeiligen Blut / auf geschehenes Gerlubt wurde es von Tag ^ Tag besserwit dem Kind/ biß es gantz heyl/undüesund worden. Darauf der Vatter
die Wallfahrt Mit dem Kind verrichtet/und das Wunderwerck geoffenbahrcthat.
8. Theodorus auß dem FleckenAltishoffen / harte ern Knab/n der einLeistenbruch bekommen / dssen Knabenverlobte er / und sein Weib mir einemOpffer zu dem Heiligen Blut/ darauffder Knab ohn einhig ander Mittel /zu gantzer Gesundheit gelangt. Daaber die Eiteren in ihrem Versprechenundanckbaht / und saumlaßig / die Wall-fahrt/ NnbOpfiervon einem Tag, undWochen zu der anderen aufgeschoben /fiele das Kind in vorigen Gebrüsten*darab die Elreren sehr erschracken 1 undMit grosser Reu/ und festem Glauben/battö sie GOtt inniglich um Verzeyhungihrer Sünd / und Nachlüßigkeit / auchUm deß Kinds Besserung ; daraus dergütige GOtt sie von neuem auf ihr Ge-bett begnadet/ und den Knaben vonseinem Gebrüsten gesund gemacht Ha-ben derowegen also bald ihr Opffer /und Wallfahrt verrichtet / GöttlicheBarmhertzigkeit gegen ihrem Kind/auchihre Hittlaßigkeit / und Undanckbarkeitgeoffenbahret.
%. Einer aus Rußthall Hütte einjunges Kind / welches um den Herd /Und Feut herum geloffen/ dessen sichdie Eltern wenig achten/ oder war-nahmen; underdesscn lauffr ihr Hundschnell neben dem Herd/ und F^ursürüber/ stosset das Kind um in dasFeur/ da ein Haff zugesetzt war / undhienge ein Kessel mit siedigem Wasserob dem Feur: als jetzt das Kind überden Haffen gegen dem Feur fiese / er-griffe es den Kessel so starck / daß esselben umstürtzte/ und das siedendeWasser meistentheil übersich selbst auß-gosse/ und erschröcklich verbräme/ inMassen man es für Todt aus dem Feurezogen / daß es kein Zeichen eines Le-enö von sich gäbe. Die Elterndeßwegen sehr betrübt/ und geüngsti-get/ verhiksscn ein Opffer / und Wall-fahrt zum H. Blut/ da fienge dasKind an sich wider zu erhollcn/ undallgemach zur Gesundheit kommen.Darauf sie das Opffer/ und Wall-fahrt verrichtet / Und bezeuget was sichzugetragen.
*ö. ßßon der Stadt Bern kämeein Bürger zum H. Blut/ allda seinversprochene Wallfahrt / Und Gcbettzu verrichten/ weiileu er an einem Fie-ber lang Kranck läge / und dermassenaußgemürglet / daß er weder gehennoch stehen mehr vermöchte. Als eraber sichdahero versprochen /verliesse in
das