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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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z68 Von dem seeligm Bruder Clausen /

in gedachtem Krieg eroberet/ nicht mitliebe theilen/ weil die Länder mit denStalten gleiche Portion haben wollen/die Stätt aber ihnen selbst mehr zueyg-neten als den Landern. Zu dem hieltendre Stätt Freyburg / und Solothurnan / daß sie zu -Oerthern der Eydgnoß-schafft angenommen wurden. DerenBitt zuwillfahren waren Zürich / Bern/und Lucern urbietig / und geneigt / a-ber die Lander Ury/ Schweiß/ Ünder-walden/ Zug/ und Glaruswollen sol-ches keines wegs gestatten. Als der-halben die erstgemelten 5. Statt gese-hen / daß sie die Lander gar nicht bere-den möchten / haben sie einen besondernBund zusamen gemacht / und Burg-recht mit einander aufgericht. Dessenwaren aber die Lander nicht zuftiden/und unterstunden sich den Bund wide-rum abzuschaffen. Insonderheit ver-meinten die von Ury / Schweiß / undUnderwalden / es hätten die von Lu-cern nicht Gewalt einigen Bund ohnihr wissen / und willen zumachen / undist diser Span auf vilen Lägen gehand-let - aber je langer/je grösser/ und argerworden. Über diß alles hatten die Eyd-gnossen in demselben Jahr von Königli-cher Majestät ausFranckreich ein grossesGelt eingenommen / waren auch täglichmehr erwartent/ wiewohl nicht unverdie-nct. Mit solchen Gelt aber schliche allge-mach in die Eydgnoßschafft frembde/ undunlöbliche Sitten/als Pracht/Unmäßig-keit/ rc. Disc Ding nun mißfielen demfridsammen / und demüthigen B. Clau-sen / der sich auch in eygner Persohn( wie Pet,er Etterlein bezeuget ) aus lie-be gemeines Vatterlands/ in dieSachgelegt/ und verschaffen / daßzuStantzin Underwalden ein Tag gehalten wur-de / da dann erscheinen solten der 8.Orthen Bottschaftten / samt der Frey-burg/ und Solothurncr Legation/wiebeschehen auf Sambstag vor S. Tho-mas Tag/in dem December / deß 1481.Jahrs. Bruder Claus käme auchgen Stantz( welcher Fleck fast 4. Stundweegs vom Ranfft ligt / ) redet dieEydgnossen an / straffte/lehrte /batte/vermahnete / und wahrnete sie gantz vät-erlich/und treulich. Welches auch ohneFrucht/und Nutz nicht abgangen. Darran dcmselbigen Tag haben wohlgemelteacht alte orth sich nicht allein mit ein-ander freundlich vertragen / und ver-glichen / sonder auch Freyburg / undSolothurn zu oerther der Eydgnoß-schafft gantz einhelliglich auf-undange-nommen. Man sagt für ein Wahrheit(welches auch die Freyburger / undSolothurner mit schuldiger Dancksargung bekennen) B. Claus habe dazu-mahl under andern auch dise Propheti-

sche Meynung geredt: Meine allerlieb-ste Eydgnossen aus den Ländern / ichrathe euch in guten treuen/ ja ich bitteeuch auch getrungentlich / ihr wolle«doch die 2. Statt Freyburg / und Solo-thurn zu Bundsgnossen annehmen/danNes wird ein Zeit kommen / daß ihr de-roselben Hilff/und Beystand manchen/oder bedörffcn werdet / rc. Welchesdann die Catholischen Eydgnossen ehenddann jetzt erfahren / und innen worden.Die überige Räth/ und Lehren / soB.Claus den Eydgnossen geben/ werdenin den Schrifften M. Heinrichs vonGundelfingen/ und H. Johann Sa-lats glaubwürdig begriffen t wie folgt,i. Liebe Eydgnossen / sagt er i lassetnicht zu / daß Uneinigkeit / NeyS / Haß/Mißgunst / und Partheyen under euchaufkommen / und Wachsen / sonst isteuer Ding / und Regiment aus. 2,Machet den Haag / oder ZaUn der Eyd-gnoßschafft nicht zu weit / damit ihr indesto besserer Ruhe / und Friden euersäur eroberte Freyheit besitzen/ undge-niessen möget. z. Beladet euch nicht mitfrembden Sachen / und verbindet euchnicht mit frembder Herrschafft. 4. Ver-kauffet das Vatterland nicht um Mieht/und Gaben / und hütet euch vor eyg-nem/unredlichem Nutz. 5. Beschirmeteuer Vatterland / und bleibet darbey:Auch nehmet frembde Schwermer/ UndBanditen nicht an zu Bürgern / undLandleuthen. 6<ohn höchwichtigeUrsachen solt ihr niemand freundlich /und mit Gewalt überfallen. So maneuch aber undertrucken wolte/alsdannstreitet dapfferlich für euer Freyheit /und Vatterland. 7. Vor allen Din-gen aber habet GOtt vor Augen/ undhaltet mit steiß seine Gebott. 8. DenPriestern erzeiget gebührliche Ehr/ undgehorchet ihren Vermahnungen / ob sieschon nit unsträfstich / oder aufferbäurlich leben : dann gleich wie ein frischesBronnenwasser eben so gut / undWohlgeschmack / durch bleyene / oderkupfferev als durch silberne/ oder qul-dme Rohren laufft / also empfahet ihrdurch böse / und gute Priester einerley/und gleiche Gnad Gottes / wofernihr euch würdiglich darzu bereitet. 9.Endlich seynd beständig im Glaubender lieben Alten: dann es wirdiich nachmeinem Todt ein grosser Auffruhr er-heben in der Christenheit/ und alsdanhütet euch 0 lieben Kinder / daß ihrdurch Neuerung/ und Listigkeit nichtbetrogen werdet. Haltet euch zu-samen / bleibet in dem Weeg / und Fuß-stapffen unserer frommen Vorelteren.Behaltet/ und bestättiget es/ waS sieuns gelehrt haben. Alsdann mageuch weder Aostöß / noch Sturmwind

nichts