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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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37® Von dem fertigen Bruder Clausen/

ein so liebliches Gesang / daß er sichdessen größlich verwunderte; daß Was-ser war auch so lauter/ daß man einesjeden Menschen Haar an dem Bodenwohl hat sehen mögen : und wie viljmmer darauß floß/ so war / undblibedoch der Kasten so voll / daß er über-flösse. Nun seynd dise drey Fluß sämt-lich durch den Canal geflossen / 'jeglicherFluß aber ist in seiner Vollkommenheitbliben/ daß ein Fluß den andern nichtgehindert hat. Und obwohl dise Flußsich als z. anschauen liessen / so seyndsie doch in gleicher Vollkommenheit ge-wesen/ also daß kein Mittel war/dar-vurch sie von eindndern vertheilt wur-den / und stossen gleich als ein einigerBronn. Da gedachte der Bruder'Claus/ er wolle widerum hinabgehen/und als er hinab kam / sahe er denFluß machtigUch in /inen Trog gehen:

f edachte auch er wolle sehen/ was dieeuth thaten / daß sie nicht hinein men-gen / und aus dem Bronnen schöpfften/dessen doch ein grosser Überfluß wäre /und als er zu der Thür hinauß käme /fande er auf dem Feld ein unzahlbahrevile der Menschen / welche / ob sie gleich-wohl als die Ameissen bekümmerten /und mit vil Schweiß / Arbeit / undNoth den indischen Gewinnen nach-stellen/ waren sie doch/ und verbleibesehr Arm/ Mangelhafft / und Noth-türfftig. Der B. Claus verwunder-te sich fast/ daß sie so Arm waren/unddoch ihr keiner hinein gieng/ Wasservon dem überreichen Bronnen zuschöpf-fen/ da sie doch solches wohl hattenthun können/ und der Bronnen man-nigllch gemein war : Und er mercketdarauf/ was sie thaten/ und siheeiner

machte einen Hag/ oder Zaun / un»liesse niemand darüber steigen / er hät-te ihme dann zuvor einen Pfenning ge-ben/ der ander machte ein Brück überein Master / darvon müßte man ihmeZoll geben / etliche giengen mit Pftrf-fen um / jungen/ triben den Kne-bel aus der Hand/ rc. Und diseSalles um den Pfenning. Er saheauch Schneider/ Schuhster/ und al-lerley Handwercksleuth / die auchwollen den Pfenning haben / und bli-ben dannoch Arm/ und Nothtürfftig /und kam ihrer keiner hinein von demBronnen zuschöpffen. Bey diser Vi-sion war nun dem Gottseeligen zuer-kennen geben/ wie daß die H.Dreyfal-tigkeit kein End noch Zihl hat / undjegliche Persohn in ihrer Vollkommen-heit / und Gottheit als die z. Flüß ineinem Bronnen ohn Mittel zusammenkommen. Darbey weiters zuvcrste-,hen ist/ daß alle durstige Seelen/ sodurch die Liebe / und Gehorsame derio. Gebott wandten/ die Gnad em-pfahen/ daß sie aus dem Bronnen derewigen Gottheit die lebendige Wässerzu ihrem ewigen Heyl schöpften. Itemdaß ihr wenig seynd/ die sich zu sol-chen Bronnen recht schicken. Vila-ber die wegen eigner Liebe/ und welt-licher Eytetkeit sich selbst von der über-flüßigen Gnad Gottes außschliessen /unv an ihrer Seel des ewigen Hun-gers/ und Dursts sterben/ und ver-derben. Sitzest du lieber Leser / inwas für Schulen B. Claus die Weiß-heit/ und Kunst (deren sich männig-lich ab ihme verwundert) gestudirt/und erlehrnet habe.

Etliche Propheceyung/ und Miracul

bey seinen Lebzeiten.

cap. 77. <E^Ls auf ein Zeit die Pestilenh inD Claus /wjjj der Eydgnoßschastr regierte /saqk vll %(?!> war einer in Underwaldö Land-

Dm-vor. Ammann/ von dem Geschlecht

ein Hentzlin. Diser hätte 2. liebeSöhn/ dre stöhnte er/ und schickte siean gesunde Ort / vermeinte sie von derGefahr zu sicheren. Käme darnachzum B. Clausen / und zeigte ihme sol-ches an ; darauf antwortet ihme B.Claus: Er solle wohl für sich sehen /daß er seine Söhn nck aus dem Him-mel in die Höll gestöhnt habe. Alsobegäbe sich darnach bald / daß dersel-ben Söhn einer zu Sarma auf demPlatz von einem Krenser/ mit Nah-men Walhart Isner zu todt erstochenwar. Der ander Sohn aber/ als er«inen frechen Gaul geritten/ und ge-

sprengt/ hat sich an einem Ast einesBaums so häfftig verletzt / daß er einklägliches End genommen.

2. B. Clausen Söhnen einer mitNahmen Nicolaus/ hatte sich um derLehrnung willen gen Basel auf die ho-che Schul/ und von bannen gen Pa-riß begeben/ da er auch der freyenKünsten Meister worden/ als er der-halben noch zu Pariß studierte/ begabes sich / daß ein Student von bannenin sein teutsch Vatterland zöge. Dsisem gäbe nun der Jüngling Nicolaus2. Brieff seinem alten Vattcr in demRanfft zuüberantworren / den einenBrieff aber verlohre er underwegen (ragar in Burgund ) deßhalben er übel^er-schrocken/ und dvrjst uit wohl si»r vc»

Bru-