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37® Von dem fertigen Bruder Clausen/
ein so liebliches Gesang / daß er sichdessen größlich verwunderte; daß Was-ser war auch so lauter/ daß man einesjeden Menschen Haar an dem Bodenwohl hat sehen mögen : und wie viljmmer darauß floß/ so war / undblibedoch der Kasten so voll / daß er über-flösse. Nun seynd dise drey Fluß sämt-lich durch den Canal geflossen / 'jeglicherFluß aber ist in seiner Vollkommenheitbliben/ daß ein Fluß den andern nichtgehindert hat. Und obwohl dise Flußsich als z. anschauen liessen / so seyndsie doch in gleicher Vollkommenheit ge-wesen/ also daß kein Mittel war/dar-vurch sie von eindndern vertheilt wur-den / und stossen gleich als ein einigerBronn. Da gedachte der Bruder'Claus/ er wolle widerum hinabgehen/und als er hinab kam / sahe er denFluß machtigUch in /inen Trog gehen:
f edachte auch er wolle sehen/ was dieeuth thaten / daß sie nicht hinein men-gen / und aus dem Bronnen schöpfften/dessen doch ein grosser Überfluß wäre /und als er zu der Thür hinauß käme /fande er auf dem Feld ein unzahlbahrevile der Menschen / welche / ob sie gleich-wohl als die Ameissen bekümmerten /und mit vil Schweiß / Arbeit / undNoth den indischen Gewinnen nach-stellen/ waren sie doch/ und verbleibesehr Arm/ Mangelhafft / und Noth-türfftig. Der B. Claus verwunder-te sich fast/ daß sie so Arm waren/unddoch ihr keiner hinein gieng/ Wasservon dem überreichen Bronnen zuschöpf-fen/ da sie doch solches wohl hattenthun können/ und der Bronnen man-nigllch gemein war : Und er mercketdarauf/ was sie thaten/ und siheeiner
machte einen Hag/ oder Zaun / un»liesse niemand darüber steigen / er hät-te ihme dann zuvor einen Pfenning ge-ben/ der ander machte ein Brück überein Master / darvon müßte man ihmeZoll geben / etliche giengen mit Pftrf-fen um / jungen/ triben den Kne-bel aus der Hand/ rc. Und diseSalles um den Pfenning. Er saheauch Schneider/ Schuhster/ und al-lerley Handwercksleuth / die auchwollen den Pfenning haben / und bli-ben dannoch Arm/ und Nothtürfftig /und kam ihrer keiner hinein von demBronnen zuschöpffen. Bey diser Vi-sion war nun dem Gottseeligen zuer-kennen geben/ wie daß die H.Dreyfal-tigkeit kein End noch Zihl hat / undjegliche Persohn in ihrer Vollkommen-heit / und Gottheit als die z. Flüß ineinem Bronnen ohn Mittel zusammenkommen. Darbey weiters zuvcrste-,hen ist/ daß alle durstige Seelen/ sodurch die Liebe / und Gehorsame derio. Gebott wandten/ die Gnad em-pfahen/ daß sie aus dem Bronnen derewigen Gottheit die lebendige Wässerzu ihrem ewigen Heyl schöpften. Itemdaß ihr wenig seynd/ die sich zu sol-chen Bronnen recht schicken. Vila-ber die wegen eigner Liebe/ und welt-licher Eytetkeit sich selbst von der über-flüßigen Gnad Gottes außschliessen /unv an ihrer Seel des ewigen Hun-gers/ und Dursts sterben/ und ver-derben. Sitzest du lieber Leser / inwas für Schulen B. Claus die Weiß-heit/ und Kunst (deren sich männig-lich ab ihme verwundert) gestudirt/und erlehrnet habe.
Etliche Propheceyung/ und Miracul
bey seinen Lebzeiten.
cap. 77. <E^Ls auf ein Zeit die Pestilenh inD Claus /wjjj der Eydgnoßschastr regierte /saqk vll %(?!> war einer in Underwaldö Land-
Dm-vor. Ammann/ von dem Geschlecht
ein Hentzlin. Diser hätte 2. liebeSöhn/ dre stöhnte er/ und schickte siean gesunde Ort / vermeinte sie von derGefahr zu sicheren. Käme darnachzum B. Clausen / und zeigte ihme sol-ches an ; darauf antwortet ihme B.Claus: Er solle wohl für sich sehen /daß er seine Söhn nck aus dem Him-mel in die Höll gestöhnt habe. Alsobegäbe sich darnach bald / daß dersel-ben Söhn einer zu Sarma auf demPlatz von einem Krenser/ mit Nah-men Walhart Isner zu todt erstochenwar. Der ander Sohn aber/ als er«inen frechen Gaul geritten/ und ge-
sprengt/ hat sich an einem Ast einesBaums so häfftig verletzt / daß er einklägliches End genommen.
2. B. Clausen Söhnen einer mitNahmen Nicolaus/ hatte sich um derLehrnung willen gen Basel auf die ho-che Schul/ und von bannen gen Pa-riß begeben/ da er auch der freyenKünsten Meister worden/ als er der-halben noch zu Pariß studierte/ begabes sich / daß ein Student von bannenin sein teutsch Vatterland zöge. Dsisem gäbe nun der Jüngling Nicolaus2. Brieff seinem alten Vattcr in demRanfft zuüberantworren / den einenBrieff aber verlohre er underwegen (ragar in Burgund ) deßhalben er übel^er-schrocken/ und dvrjst uit wohl si»r vc»
Bru-