408 Von dem seeligen Bruder Clausen/
hen Landes-Obrigkeit/die Zuneigung/ rer Enthebung geschehen/ und zu ge*und Andacht zu disem Diener GOr- schehen nicht auf hören. Der liebetcs deß jetzigen Hochwürdigsten Herren GOtt verleihe / daß wir in unser Hoff»d<unrij, die sorgfältige Mühe deß Hoch- nung erfreuet werden/ zuseiner grösse-würdigen Wohl-Edlen Maltheser-Rit- ren Glory / zu Vermehrung der Ehrrers / und Guardi-Haubtman Pstffers unsers seeligen Patronen / zu Trost demzu Rom/ vorauf aber die vortreffliche Vatterland / und sammentlicherWunder-Zeichen / welche von lelste- Catholischen Christenheit.
Etliche Miracul/ welche nach deß seeligen
Bruder Clausen Abscheiden/ und Todt geschehen/ sonderbahraber in dem 161;. isis. 1646. iften Jahrseynd cydtlich abgelegt worden.
i. (^^Inen Dänen - MarchistbenFischer war sein Fuß alsogeschwollen/daß er aus zweyKrücken kriechen müßte /und das mit grossem Schmertzen / ver-reiset nach Hispanien / kommt mitgrosser Mühe nach Compostell / bettet/undhaltet osstermahl an um sein Gesund-heit in der Kirchen deß H. Jacobs /wird aber nicht erhört / entschlusse sichwiderumnachcr Hauß zu kriechen / aufdem Weeg fallt ihm ein das Wunder-Leben deß seeligen Bruder Clausen ne-ben seinen gewürcktcn Wunderthatcn /wird in dem Schlaff ermähnet / sich zu-desselbigen Grab zu begeben : Ver-spricht bcrowegen dorthin zu wahlfahr-ten / und nach langem herum kriechenkommt er aufSachslen / ruffer mit gan-tzem Hertzen/ und veften Vertrauen denseeligen Nicolaum an/und seht! in ei-nem Augenblick wäre ihm geholffen/springet in ansehen des gantzen Vo'cksaufferne Füß mit aller Verwunderung/hencket allvorten seine Krücken auf undgeht frisch/ und gesund m sein Vat-terland.
2. Jacob Gärtner auß dem Mey-enberger-Ambt hargrossen Wcherhumun einem Fuß/ verlobt sich zu dem see-ligen Bruder Clausen / sobald er dort-hin kommt/ wird er gesund / geht ohneSchmertzen widerum nach Hauß.
z. Eingetauffter Iud von Nierem-berg ward durch das wilde Feur alsogcbrennt/ daß jederman an feinem Le,ben verzweifstet/ er ruffet den seeligenBruder Clausen an / würd frisch / undgesund / begibst sich nacher Sachslen /und ruhmer öffentlich das Wunder-werck.
4. Thoma Müllers Frau vonBrientz auß dem Berner Gebieth/hat-te solchen Pressen an der Zung/ daß sie4. Wochen kein Wort reden könte sieverheißt sich in dem Ranfft / und zu
dem Grab deß seeligen Bruder Clausen/wird gesund / undkommtzu voriger Red.
s. Hanß Waber von Brientz hatsich also an einem Aug geschädlget daßalle Artzneyen rhme zuhclffen umsonst^/er verspricht zu dem Grab des seeligenBruder Clausen / kaum hat er dieWallfahrt verrichtet / bekam er völli-ges Gesicht.
6. Peter Studer hatte ein solcheschwäre Kranckheit/ daß er ein gantz sJahr zu Beth läge/ nach vilen ange,wendren Mitrlen/ die nichts verhelftenwolten / versprach er sich zu dem Grabdeß seeligen Manns/ bald wurde esbesser / und nachdem er die Fahrt ver-richtet/ geht er mit guten K'räfftennach Hauß.
7. Ulrich Fuchs auß dem Emmensthall litte merckliche Zeit so hefftigeHaubt-Schmertzen/ daß er vermeinteunsinnig zu werden/ verrichtet ein Wall-fahrt zu dem seeligen Bruder Clauß /hat von Stund an gute Ruhe/ undwürd gesund.
8. Gilg Murer hatte ein Kind /deme in einem Fahl ein Span - Holtz sotieff in den Halß getrungen / daß ermit grosser Muhe hat können heraußgezogen werden/ der Halß würd der-maßen aufgeschwollen / daß das Kindverschätzt war / man begibt sich mit demKind zu deß Seeligen Grab / und e-würd im Augenblick gesund.
9. Hanß Ackerli auß dem Entlibuchhatte sich in ein Fuß gestochen/ der ihmstarck aufgesckwollen/ er brauchte vilArtzt/ der Schaden tbate aber nur ver-grösseret werden / bekäme 6. Löcher inden Fuß/ welche gantz eingesaulet/ eSwurde ihm schon das Leben abgespro-chen/ er verspricht sich zu dem Grab oesseeligen Bruder Clausen / es wurde mso vil besser / daß er die Fahrt ver-
eich-