4i6 . Von dem seeligen Bruder Clausen/
6 . Herr Landvogt Johann Lussyhat ein Sohn / der ern schmertzhafflenSchaden an einem Aug/ daß er nichtsmehr an solchem gesehen/ man verspri-chst ein Wallfahrt für ihne zu dem fee-ltgen Bruder Clausen/ sobald die Fahrtverrichtet/ ist der Knab besser / undin kurtzem wäre aller Schaden ver-schwunden.
7. Dorothea Stultz hatte mit et-welchen ihren Kinderen das Fieber /sie thäte zu des seeligen Grab wallfahr-ten/ und erlangten alle Hülff.
8 . Frau Anna Stultz hatte einengefährlichen Zustand mit grossemSchmertzen an einer Brust/, sie wall-fahrtet zu dem Grab des seeligen Bru-der Clausen / hat solches mit grosserAndacht/ und Vertrauen berührt /macht an die Brust das heilige Creutz-Zeichen/ in selber Stund ist es besser/verliehrt sich alle Gefahr / und Schmer-tzen.
9. Haubtmann Johannes LussySohn hat 3. Wochen lang alle Tagdas Fieber / als er ein Wallfahrt ver-sprochen zu dem seeligen Bruder Clau-sen / verlaßt ihne aus selbigen Tag da-Fieber 1 ist auch hinfüran außgebliben.
i°. Jörg Kretz hatte das Fieberzum viertenmahl/ doch etwelche Jahrvon einander underschiden/ es warenauch seiner Kinder zu sonderbahren Zei-ten mit solchem Fieber behafftet/ soofter sich/ und die Kinder zu dem seeligenBruder Claus verheissen / seynd sie al-lezeit von dem Fieber verlassen worden.
i r. Anna Furer als.sie groß schwS-ger gieng / wurde gemorsten / daß mangrossen Übels besorgte/ ihr Ehe-Mannverrichtet mit ihr ein Fahrt zu dem see-ligen Bruder Clausen/ sie befand sichbesser / und als sie gebohren / hattedas Kmd ein gespaltene Hirnschalen /ist aber ohne Schaden verwachsen.
12 Gemeldte Frau wurde einstens. von einem Stieren gefährlich gefchadi-get/ verspricht sich zu dem seeligen Bru-der Clausen / wird auf der Stund vonallen Schmertzen befreyet.
iz. Johannes von Büren hat 9.Monath ein starck hefftiqeS Fieber/ ver-spricht zu dem seeligen Bruder Claus/auf der Stund verlaßt ihne das Fieber.
f . 14 Herr Vogt Antoni Lusty fal-etrn emschwäreKranckheit/ männig/nch auch Die Doctores zweiffleten an sei-
uem Aufkommen/ ja man vermeinte /er lege schon in Zügen / die BetrübteFrau verhieß mit allen ihren Kinderenein Wallfahrt nach dem Grab des see-ligen Bruder Clausen / so fern G-Oktihrem Herren das Leben verlängere /in erster Nacht hat sich die Kranckheitgeänveret/ er wird völlig gesund.
15. Frau Maria Keiserin hat einTöchterlem / welches mit einem Fieber/und grosser Geschwulst behafftet/ siethut ein Versprechen zu dem seeligenBruder Clausen / es wurde also baldbesser.
16. Jacob in Walli fallt in eintödtliche Kranckheit/ er hatte schon dieRed verlohren/ sein Frau schickt einOpffer zu dem seeligen Bruder Clau-sen/ und in selber Stund / als dasOpffer abgelegt/ ist er widerum zuderRed kommen.
17. Conrad Schönenberg hatteein Leib-Schaden/ erverheissetzudemseeligen Bruder Clausen/ und zu St.Beat auf Lungeren/ an selbigem Taghat es sich gebesseret.
r 8 . Maria Müllerin hat ein star-ckes Fieber ein Jahr lang / verspricht«in ASallfahrt zu dem seeligen BruderClausen / wird in selbiger Stund vondem Fieber verlassen/ weilen sie aberdie versprochene Fahrt aufgeschoben /fallt sie in vorige Kranckheit/ sie ver-richtet unverzüglich die Fahrt / sobaldsie zu dem Grab des seeligen Mannskommen / ist das Fieber gewichen / undhat sie fürbaß nicht mehr angefallen.
19. Walthert Ackerman hatte einbösen Schaden an dem Haubr / undan den Füssen / er schicker wallfahrtenfür sich zu dem seeligen Bruder Clau-sen/ er wurde alles Schadens besren-et.
20. Magdalena Barmettlehrinfallt in ein schwähre Kranckheit / I,gtein gantzes Jahr/ es ward von Tagzu Tag schlimmer mit ihr / daß nichtsals der annähende Todt zu erwahrten/sie verlobt sich zu des Seeligen Grab/sie wurde besser/ verrichtet die Fahrt/und dancket ihrem seeligen Artzlen.
21. Catharina Stultz thut eitrschwähren Fahl/ sie verspricht sich zudem seeligen Bruder Clausen / derFahl brachte ihr kein Schaden.
22. Ulrich Bluem thäte ebenfahlsein solchen Fahl / der ihme grosse inner-liche Schmertzen verursachet/ er ver-lobt