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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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4i6 . Von dem seeligen Bruder Clausen/

6 . Herr Landvogt Johann Lussyhat ein Sohn / der ern schmertzhafflenSchaden an einem Aug/ daß er nichtsmehr an solchem gesehen/ man verspri-chst ein Wallfahrt für ihne zu dem fee-ltgen Bruder Clausen/ sobald die Fahrtverrichtet/ ist der Knab besser / undin kurtzem wäre aller Schaden ver-schwunden.

7. Dorothea Stultz hatte mit et-welchen ihren Kinderen das Fieber /sie thäte zu des seeligen Grab wallfahr-ten/ und erlangten alle Hülff.

8 . Frau Anna Stultz hatte einengefährlichen Zustand mit grossemSchmertzen an einer Brust/, sie wall-fahrtet zu dem Grab des seeligen Bru-der Clausen / hat solches mit grosserAndacht/ und Vertrauen berührt /macht an die Brust das heilige Creutz-Zeichen/ in selber Stund ist es besser/verliehrt sich alle Gefahr / und Schmer-tzen.

9. Haubtmann Johannes LussySohn hat 3. Wochen lang alle Tagdas Fieber / als er ein Wallfahrt ver-sprochen zu dem seeligen Bruder Clau-sen / verlaßt ihne aus selbigen Tag da-Fieber 1 ist auch hinfüran außgebliben.

i°. Jörg Kretz hatte das Fieberzum viertenmahl/ doch etwelche Jahrvon einander underschiden/ es warenauch seiner Kinder zu sonderbahren Zei-ten mit solchem Fieber behafftet/ soofter sich/ und die Kinder zu dem seeligenBruder Claus verheissen / seynd sie al-lezeit von dem Fieber verlassen worden.

i r. Anna Furer als.sie groß schwS-ger gieng / wurde gemorsten / daß mangrossen Übels besorgte/ ihr Ehe-Mannverrichtet mit ihr ein Fahrt zu dem see-ligen Bruder Clausen/ sie befand sichbesser / und als sie gebohren / hattedas Kmd ein gespaltene Hirnschalen /ist aber ohne Schaden verwachsen.

12 Gemeldte Frau wurde einstens. von einem Stieren gefährlich gefchadi-get/ verspricht sich zu dem seeligen Bru-der Clausen / wird auf der Stund vonallen Schmertzen befreyet.

iz. Johannes von Büren hat 9.Monath ein starck hefftiqeS Fieber/ ver-spricht zu dem seeligen Bruder Claus/auf der Stund verlaßt ihne das Fieber.

f . 14 Herr Vogt Antoni Lusty fal-etrn emschwäreKranckheit/ männig/nch auch Die Doctores zweiffleten an sei-

uem Aufkommen/ ja man vermeinte /er lege schon in Zügen / die BetrübteFrau verhieß mit allen ihren Kinderenein Wallfahrt nach dem Grab des see-ligen Bruder Clausen / so fern G-Oktihrem Herren das Leben verlängere /in erster Nacht hat sich die Kranckheitgeänveret/ er wird völlig gesund.

15. Frau Maria Keiserin hat einTöchterlem / welches mit einem Fieber/und grosser Geschwulst behafftet/ siethut ein Versprechen zu dem seeligenBruder Clausen / es wurde also baldbesser.

16. Jacob in Walli fallt in eintödtliche Kranckheit/ er hatte schon dieRed verlohren/ sein Frau schickt einOpffer zu dem seeligen Bruder Clau-sen/ und in selber Stund / als dasOpffer abgelegt/ ist er widerum zuderRed kommen.

17. Conrad Schönenberg hatteein Leib-Schaden/ erverheissetzudemseeligen Bruder Clausen/ und zu St.Beat auf Lungeren/ an selbigem Taghat es sich gebesseret.

r 8 . Maria Müllerin hat ein star-ckes Fieber ein Jahr lang / verspricht«in ASallfahrt zu dem seeligen BruderClausen / wird in selbiger Stund vondem Fieber verlassen/ weilen sie aberdie versprochene Fahrt aufgeschoben /fallt sie in vorige Kranckheit/ sie ver-richtet unverzüglich die Fahrt / sobaldsie zu dem Grab des seeligen Mannskommen / ist das Fieber gewichen / undhat sie fürbaß nicht mehr angefallen.

19. Walthert Ackerman hatte einbösen Schaden an dem Haubr / undan den Füssen / er schicker wallfahrtenfür sich zu dem seeligen Bruder Clau-sen/ er wurde alles Schadens besren-et.

20. Magdalena Barmettlehrinfallt in ein schwähre Kranckheit / I,gtein gantzes Jahr/ es ward von Tagzu Tag schlimmer mit ihr / daß nichtsals der annähende Todt zu erwahrten/sie verlobt sich zu des Seeligen Grab/sie wurde besser/ verrichtet die Fahrt/und dancket ihrem seeligen Artzlen.

21. Catharina Stultz thut eitrschwähren Fahl/ sie verspricht sich zudem seeligen Bruder Clausen / derFahl brachte ihr kein Schaden.

22. Ulrich Bluem thäte ebenfahlsein solchen Fahl / der ihme grosse inner-liche Schmertzen verursachet/ er ver-lobt