4*0 Von dem fertiger
22. Nicolaus Amstalden hat sostarcke Gichter ein gantzes Jahr / daßer erlahmet / daß er von dem Beth inein Sessel/ und von dem widerum indas Beth durch anderer Hilffhatmüs-sen gesetzt werden. Als keine Mittelwollen anschlagen / wallfahrtet dieMutter für den Sohn zu dem Grabdes seeligen Bruder Clausen/ als sienach Hauß kommen/ hat der Knab al-lein rönnen aufstehn/ sie widerholetdie Fahrt/ findet in der RuckreißdenSohn frisch/ und gesund.
23. Elisabeth von Moos hatte 5.Wochenlang ein strenges tägliches Fie-ber / ihre Elreren verloben drey Frey-tag zu dem Grab deß seeligen BruderClausen/ das drittemahl thäte sie mitden Elteren die Fahrt verrichten / beydem Grab empfindet sie ein Anstoßvon dem Fieber/ und von selbiger Zeitwäre sie erlediget.
24. Jacob Kirrsiter hatte ein 3.jähriges Söhnlein/ deme die Knyealso geschwollen/ daß es nicht mehrgehnkönte/ die Geschwulst nähme zu/daß auch das stehen ihme unmöglich.Die Elteren/ weilen die Geschwolstnoch allezeit zunähme / waren in Forcht/daß das Kmd elend verbleiben wurde/verloben sich zu dem seeligen BruderClausen/ der Natter setzt den Knabenmit anderen seinen Kmderen auf einSchlitten / fahrtet zu des seeligen Grab/under dem GOttes-Dienst stellt dieMutter das Kind auf den Boden/ eSsteht aufrecht/ wird in 14. Lagen oh»ne andere Mittel völlig gesund.
25. Margaretha Keiserin littezwey Jahr lang ein schwäre weiblicheKranckheit/ es wurde auf vilfältigeArtzneyen nur böser mit ihr/ sie ver-richtet ein Wallfahrt zu dem Grab deßseeligen Bruder Clausen/ und was sovil gebrauchte Mittel nicht vermöchten /das brachten ihren zuwegen die Ver-dienst des seeligen Manns / sie wurdevöllig gesund.
26. Anna Rieblin hatte ein Toch-ter / welche das Gesicht völlig verlohrren/ dann beyde Augen wurden miteinem Fühl überzogen/ sit litte auchgrosse Schmertzen drey gantzer Jahr /wollen auch keine Mittel verhülfflichseyn/ sie ruffte einstens auß gantzemHertzen die Hulff des seeligen BruderClausen an/ auf solches wallfahrtetdie Mutter mit der Tochter zu dessenGrab/ bey welchem die Tochter dasGesicht völlig bekommen/ daß nichts
Bruder Clausen /
mehr an den Augen widriges zu ftrhen wäre.
27. Balthafar Fremd erhebte aufdem Meyländischen einen Mörsel! / be-kamme ein Bruch/ schreibt seiner Frau-en nach Underwalden seinen Zustand /verlangt/ daß sie ein Wallfahrt zudemseeligen Bruder Clausen für ihne ver-richte/ und zu der'Zeit (wie man her-nach erfahren ) da' die Frau bey demGrab des Seeligen für ihren Mannhatte/ befände er sich besser / wird balddarauf völlig gesund. Und da er her-nach wegen gleicher Arbeith ein ande-ren Leibschaden bekommen / ist ihmeauf gleiche Weis geholffen worden.
28. Gemeldter Balthafar wolteeinstens auf einem Schlitten Holtz heim-führen / setzet auf das Holtz seinenSohn/ weilen der Weeg abwerths /schoß der Schlitten dem Pferdt an dieFüß/ wurde darum erwildet/der Nat-ter rufft/ daß er sich von dem Schlit-ten werffte/ er wäre aber so unglück-lich / daß er under den Schlitten kom-men / mehr als ein Bixen-Schutz weithgeschleipfft wurde. Der angsthaffti-ge Natter laufft / findet den Sohn /aber als Todt/ indem er ein halb-Stund kein Lebens-Zeichen von sichgegeben. Der Natter hebt die Hänvin den Himmel / ruffet den seeligen Br.Clausen an / thut ihm ein Versprechen/auf welches der Knab sich bewegt / re-det/ gehet mit dem Natter frisch/undgesund nach Hauß.
29. Barbara Flöscherin auß demBerner-Gebieth/ welche zu Garnenden wahren Catholischen Glauben an-genommen / besuchte einstens ihre Cal-vinische Elteren/ welche sie zu vorigemUnglaube» suchten ru bereden / weilensie stanbhafft / trotzet ihr der Nattermit der Enterbung / sie fallt in ei»schwahre Melancoley/ und in ein hitzi-ges Fieber / in diser Noth ruffet sieden seeligen Bruder Clausen an/ ver-spricht sein Grab zu besuchen / zur sel-ben Zeit verlasset sie das hitzige Fieber/gehet den anderen Tag auf den Weegfrisch / und gesund / und die den vori-gen Tag kaum auf den Füssen stehentönte / verrichtet die Wallfahrt.
3 °. Frau Cäcilia Hartman hatteein Kind von 7. Monath / welches ohn-gefehr ein Nußschallen in daö Mäulegenommen/ solche hat schlucken wollen/die ihm in dem Hälßlein ist stecken ge-bliben / auf welches der Athem ihmverhalten / liesse das Haubtlein / Hand/und Füßlem hangen / daß also bey ei-ner