Einsidler / und Beichtiger. 4*3
-u verrichten/ wird bey dem Grab al-so gesterckt/ daß erfrisch/ und gesunddie Ruck-Reißnach Thalleweil in drey/welches sonst 4. Stund entlegen / ma-chen thäte.
57. Martin Schlächter hatte dreygrosse Löcher in einem Fuß / thäte zweyJahr lang vil Mittel umsonst anwen-den/ verlobt sich zu dem Grob des see-ligen Bruder Clausen/ vier Tag vonder Fahrr ist er völlig gesund.
58. Barbara zum Biehl hat einschmertzhaffren offnen Schaden an ei-nem Fuß ein Jahr lang/ brauchte vilHeils-Mittcl / wvlten alle nichts helf-sen / sie wallfahrtet zu dem Grab deßseeligen Bruder Clausen / ist ohne an-dere Artzney nach solcher gesund worden.
59. Herr Johannes Lußy Land-Ammen hatte ein schwares Fieber/ ver-spricht sich zu dem Grab deß steNgenBruder Clausen/ alsobald verlaßt ihndas Fieber/ er verrichtet die Fahrtmit einem Danck - Qpffer.
60. Frau Barbara Im Hoof lit-te drey Jahr lang grosses Seithen-We-he/ thut ein Wallfahrt zu des seeligenGrab / bey solchem vergehet allerSchmertzen.
61. Herr Crispin Zelger LandaM-maN/ und Lands -Haubrmann gehetfrisch / und gesund genschlaffen/ amMorgen da er erwachet/ ist sein rech-ter Fuß gantz lahm/ und erstorben ge-wetzt/ also daß er noch gehen noch ste-hen könte/ man wendet alle erdenkli-che Mittel an/ zu seiner Genäsung /wolle alles nichts helffen. Der seeli-ge Bruder Claus wäre der einige Artzt :Es wird zu seinem Grab ein Wallfahrtverrichtet/ auf welches ohne Gebrauchanderer Mittel gemeldtcr Herr völliggesund worden.
62. Herr Landammen Peter Imfelöhat einen Sohns Sohn / welcher andem Änye ein grossen Schaden / undGeschwür bekommen / man berufft ei-nen berühmten Artzt / welcher den Scha-den eröffnet/ und Heil-Pflaster auf-glegr. Es entstehet noch ein anders /und gefährliches Geschwähr / wurdeauch aufgeschnitten / aus welchem un-derschidlicheMatterygeflossen/ daß derArtzt urtheilet / daß dem Kind das Ge-bein deß Schenckels / ja so gar dasMarck in solchem angegriffen/ derowe-gen kein ander Mittel / als den Fußabzunehmen / wolte derowegen keinMntel / als welche umsonsten / Mehr
gebrauchen / das Kind särbete aus /ward so elend / daß man nicht vermein-te / daß es ein Nacht mehr leben kön-te / der Großvatter lasset das Kinddurch 2. Mägd zu dem Grab deß seeli-gen Bruder Clausen tragen / es wirdauf dem Weeg besser mit ihme / wirdin kurtzem ohn andere Mittel frisch /und gesund / mit mannigljches grosserVerwunderung.
6z. Frau Adelheit Meyer hatte etrtKind / welches gebrochen / pflegetRaths bey einem berühmten Artzt /welcher den Schnitt nothwendig befun-de / ohne solchen kein Gesundheit zuhoffen / weilen aber die Mutter solchesnicht gestatten wollen / aus Forcht /das Kind möchte au dem Schnitt ster-be»/ sucht derowegen Hilffbey dem see-ligen Bruder Clausen / hat solche auchgefunden/ dann als ein Wallfahrt ver-richtet worden zu dessen Grab / vergehtdem Kind die Geschwulst an selbigemTag/und in kurtzem der gantze Schaden.
64. Maria Kanin wurde auf deutStanß-Stader-See von einem entsetz-lichen Ungewitter überfallen / die Wind/Und Wellen thaten das Schiff also hin/und her werffen / daß alle Waaren ausdem Schift in den See fielen / dasSchiff würd auch mit Wasser angefüllt/und fancke under das Wasser unweithvon dem Land / in diser äusserster Ge-fahr thaten under dem Wasser die nun-mehr versenckte anrüsten den seeligenBruder Claus / versprechen ein Wall-fahrt zu dessen Grab / es kommen 2.Schiff in finsterer Nacht denn in demWasser schwimmenden Leuthen zuhilff/seynd alle nicht ohn augenscheinlichesWunder errettet worden.
65. Johannes NN. führte mit ei-nem Oxen ein Sag-Hoktz / hatte ei-nen Knaben bey sich / welcher undeeden Oxen / und das Sag-Holtz fallt/das Sag-Holtz gehet über den Kna-ben/ der Vatter laufft hinzu / hebt denKnaben auf/ welcher von dem Holtz al-so gequekschet/ daß kein Zeichen einesLebens mehr an ihme gefunden / der be-trübte Vatter ruffet mit lauter Stimmden seeligen Bruder Clausen an / ver-spricht mit dem Sohn / so er wider le-bendig wurde / dessen Grab zu besu-chen/ sobald das Versprechen gesche-hen / thut der todt vermeinte Knab sicherheben / gehet mit dem Vatter ein halbStund weich nach Hauß/ und that vondisem Zufahl kein Schaden verbleiben.
66. Melchior von Büren hat etrtTochter/ welche 2. underschidliche Zei-
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