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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Einsidler / und Beichtiger. 4*3

-u verrichten/ wird bey dem Grab al-so gesterckt/ daß erfrisch/ und gesunddie Ruck-Reißnach Thalleweil in drey/welches sonst 4. Stund entlegen / ma-chen thäte.

57. Martin Schlächter hatte dreygrosse Löcher in einem Fuß / thäte zweyJahr lang vil Mittel umsonst anwen-den/ verlobt sich zu dem Grob des see-ligen Bruder Clausen/ vier Tag vonder Fahrr ist er völlig gesund.

58. Barbara zum Biehl hat einschmertzhaffren offnen Schaden an ei-nem Fuß ein Jahr lang/ brauchte vilHeils-Mittcl / wvlten alle nichts helf-sen / sie wallfahrtet zu dem Grab deßseeligen Bruder Clausen / ist ohne an-dere Artzney nach solcher gesund worden.

59. Herr Johannes Lußy Land-Ammen hatte ein schwares Fieber/ ver-spricht sich zu dem Grab deß steNgenBruder Clausen/ alsobald verlaßt ihndas Fieber/ er verrichtet die Fahrtmit einem Danck - Qpffer.

60. Frau Barbara Im Hoof lit-te drey Jahr lang grosses Seithen-We-he/ thut ein Wallfahrt zu des seeligenGrab / bey solchem vergehet allerSchmertzen.

61. Herr Crispin Zelger LandaM-maN/ und Lands -Haubrmann gehetfrisch / und gesund genschlaffen/ amMorgen da er erwachet/ ist sein rech-ter Fuß gantz lahm/ und erstorben ge-wetzt/ also daß er noch gehen noch ste-hen könte/ man wendet alle erdenkli-che Mittel an/ zu seiner Genäsung /wolle alles nichts helffen. Der seeli-ge Bruder Claus wäre der einige Artzt :Es wird zu seinem Grab ein Wallfahrtverrichtet/ auf welches ohne Gebrauchanderer Mittel gemeldtcr Herr völliggesund worden.

62. Herr Landammen Peter Imfelöhat einen Sohns Sohn / welcher andem Änye ein grossen Schaden / undGeschwür bekommen / man berufft ei-nen berühmten Artzt / welcher den Scha-den eröffnet/ und Heil-Pflaster auf-glegr. Es entstehet noch ein anders /und gefährliches Geschwähr / wurdeauch aufgeschnitten / aus welchem un-derschidlicheMatterygeflossen/ daß derArtzt urtheilet / daß dem Kind das Ge-bein deß Schenckels / ja so gar dasMarck in solchem angegriffen/ derowe-gen kein ander Mittel / als den Fußabzunehmen / wolte derowegen keinMntel / als welche umsonsten / Mehr

gebrauchen / das Kind särbete aus /ward so elend / daß man nicht vermein-te / daß es ein Nacht mehr leben kön-te / der Großvatter lasset das Kinddurch 2. Mägd zu dem Grab deß seeli-gen Bruder Clausen tragen / es wirdauf dem Weeg besser mit ihme / wirdin kurtzem ohn andere Mittel frisch /und gesund / mit mannigljches grosserVerwunderung.

6z. Frau Adelheit Meyer hatte etrtKind / welches gebrochen / pflegetRaths bey einem berühmten Artzt /welcher den Schnitt nothwendig befun-de / ohne solchen kein Gesundheit zuhoffen / weilen aber die Mutter solchesnicht gestatten wollen / aus Forcht /das Kind möchte au dem Schnitt ster-be»/ sucht derowegen Hilffbey dem see-ligen Bruder Clausen / hat solche auchgefunden/ dann als ein Wallfahrt ver-richtet worden zu dessen Grab / vergehtdem Kind die Geschwulst an selbigemTag/und in kurtzem der gantze Schaden.

64. Maria Kanin wurde auf deutStanß-Stader-See von einem entsetz-lichen Ungewitter überfallen / die Wind/Und Wellen thaten das Schiff also hin/und her werffen / daß alle Waaren ausdem Schift in den See fielen / dasSchiff würd auch mit Wasser angefüllt/und fancke under das Wasser unweithvon dem Land / in diser äusserster Ge-fahr thaten under dem Wasser die nun-mehr versenckte anrüsten den seeligenBruder Claus / versprechen ein Wall-fahrt zu dessen Grab / es kommen 2.Schiff in finsterer Nacht denn in demWasser schwimmenden Leuthen zuhilff/seynd alle nicht ohn augenscheinlichesWunder errettet worden.

65. Johannes NN. führte mit ei-nem Oxen ein Sag-Hoktz / hatte ei-nen Knaben bey sich / welcher undeeden Oxen / und das Sag-Holtz fallt/das Sag-Holtz gehet über den Kna-ben/ der Vatter laufft hinzu / hebt denKnaben auf/ welcher von dem Holtz al-so gequekschet/ daß kein Zeichen einesLebens mehr an ihme gefunden / der be-trübte Vatter ruffet mit lauter Stimmden seeligen Bruder Clausen an / ver-spricht mit dem Sohn / so er wider le-bendig wurde / dessen Grab zu besu-chen/ sobald das Versprechen gesche-hen / thut der todt vermeinte Knab sicherheben / gehet mit dem Vatter ein halbStund weich nach Hauß/ und that vondisem Zufahl kein Schaden verbleiben.

66. Melchior von Büren hat etrtTochter/ welche 2. underschidliche Zei-

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