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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von dem fertigen Bruder Clausens

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ten den fallenden Siechtag hatte /wur-de / beydcmahl nach verrichter Wall-fahrt zu dem Grab deß seeligen Bru-der Clausen erlediget.

67. Ulrich von Weil hatte ein Kna-ben / welchem der einte Fuß gantz con-tract/ und erlahmet/ er will sich einesArtzrs gebrauchen / welcher/ da er denSchaden gesehen / und bekent/ daß keinmenschliche Mittel solchen wenden wur-den / der Vatter verspricht ein Wall-fahrt zu dem seeligen Bruder Clausen/auf welches der Sohn ohn andere Mit-tel völlig genäsen.

68. Caspar Murer hatte 5- Monatlang ein strenges Fieber /er besucht dasGrab deß seeligen Bruder Clausen /bey welchem ihn das Fieber das lerst-mahl geschüttet/ und von selbiger Zeitfrey gelassen.

69. Verena Schumacher hat solchesstechen / und Schmertzen 7. Wochenlang in einem Fuß / daß sie den Fußnicht könte auf den Boden fetzen/ auchdurch stäche Zeit wegen Grösse deßSchmertzens deß Schlaffs beraubt wä-re / nachdem keine Mittel helffen wöl-ken / hat sie den seeligen Bruder Clausum Hilff angeruffen / welche sie an ihr er-fahren/indem inkurtzen, alter Schmertz/

und Wehethum vergangen.

70. Ein Frau von München ausBayeren/ wäre drey Jahr gantz blind/es widerstund sich ein berühmter Ocu-list den Starren zu stechen / wurde a-ber nur schlimmer / sie wurde zu demGrab deß seeligen Bruder Clausen ge-führt / allwo sie etwas Liechts cm-pfund / man führte sie von dort zu dergeweßten Wohnung deß seeligen MaNs/die Augen wurden ihr mehrers eröfnet/sie verharret ein Monat lang zu Sax-len mit großem Vertrauen / und An-dacht zu dem seeligen Bruder Clausen/durch dessen Verdienst sie völlig sehendworden.

71. NN. Heiman aus dem Wal-Us wäre 6. Jahr blind / er verlobt sichzu dem Grab deß Seeligen ) auf demWeeg / da er über den Grümbselbergmenge/ fienge er an ru sehen / bey demGrab deß Seeligen ist ihm völliges Ge-sicht gegeben worden.

72. Sebastianus von Bach hat einZwey jähriges Kind / welches an einemFüßlein also erlahmet / daß es solches8 Tag lang nicht bewögen könte / erverspricht solches zu dem Grab deß see-llgen Bruder Clausen / kaum war das

Versprechen gethan / da könte das Kindstehen / und gehen wie zuvor.

73. Wolffgang Meyer von SanctWolffgang harre ein z iähriges Tech-terletn/ welches noch stehen noch gehenkönte/die Mutter tragt tolches zu demGrab deß seeligen Bruder Clausen /bey solchem stehet es / und gehet in derCapell/ als wall ihm niemahl nichts ge-prestet / ist völlig gesund.

74. Als zu Stanß/ und Buchs dieSucht der Pcstilentz starck eingerlsscn /that man ein allgemeine Lands - Wall-fahrt zu dem seeligen Bruder Clausen/es ersännen auch bey solcher vrl schon mitder Pest behaffre Persohnen / alle ,eyndfrisch / und gesund von der Pest nachHauß kommen.

75. Ein andermahl wäre ein grosseDichsucht zu Stanß welche gar grossenSchaden under solchem verursachet /man verrichtet die gemeine Walssahrtzu dem seeligen Bruder Clausen / indrey Tagen nach solcher ist die Suchtvöllig verschwunden.

76. Balthasar Bielman Hatte ein soungelößte Zung / daß er kein Wortverständlich auösprechen kovte/ er ver-spricht zu den Grab deß seeligen Bru-der Clausen/ von selbiger Zeit redteder Knab vollkommen / und verständig-lch.

77. Herr Johannes Schönenbieh!hat den Aussatz / ist derowegen in dasHauß der Aussätzigen verwistn worden/sein Frau besucht das Grab deß seeligenBr. Clausen / und die Capellen in demRanfft / bittet den seeligen Mann fürdie Gesundheit ihres Herren / widcr-holet solche Besuchung zum öffteren /nach zwantzig Wochen ist der Aussatzverschwunden / er kommt frisch / undgesund wider in sein Hauß.

78. FraU Maria Schumacherin vonLucern hatte über ein Jahr lang einstrenges Fieber / und fast beständigesSchweifen der Nasen / nahm an Kraff-tcn ab / und wurde also verzehret / daßkein einige Hoffnung ihres Genäsens /sie verrichtet die Wallfahrt zu dem see-ligen Bruder Clausen/ wird in z. Wo-chen von beyden Kranckheiren befteyet.

79 . Herr Jacob Bircher voncern / als er zwey Jahr alt / ward anden Füssen völligcontract/ also/ daßdie Knye biß zu dem Mund reichten /alle Kunst / und Mittel waren umsonst/man verspricht das Kind zu oem fetti-gen