Von dem fertigen Bruder Clausens
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ten den fallenden Siechtag hatte /wur-de / beydcmahl nach verrichter Wall-fahrt zu dem Grab deß seeligen Bru-der Clausen erlediget.
67. Ulrich von Weil hatte ein Kna-ben / welchem der einte Fuß gantz con-tract/ und erlahmet/ er will sich einesArtzrs gebrauchen / welcher/ da er denSchaden gesehen / und bekent/ daß keinmenschliche Mittel solchen wenden wur-den / der Vatter verspricht ein Wall-fahrt zu dem seeligen Bruder Clausen/auf welches der Sohn ohn andere Mit-tel völlig genäsen.
68. Caspar Murer hatte 5- Monatlang ein strenges Fieber /er besucht dasGrab deß seeligen Bruder Clausen /bey welchem ihn das Fieber das lerst-mahl geschüttet/ und von selbiger Zeitfrey gelassen.
69. Verena Schumacher hat solchesstechen / und Schmertzen 7. Wochenlang in einem Fuß / daß sie den Fußnicht könte auf den Boden fetzen/ auchdurch stäche Zeit wegen Grösse deßSchmertzens deß Schlaffs beraubt wä-re / nachdem keine Mittel helffen wöl-ken / hat sie den seeligen Bruder Clausum Hilff angeruffen / welche sie an ihr er-fahren/indem inkurtzen, alter Schmertz/
und Wehethum vergangen.
70. Ein Frau von München ausBayeren/ wäre drey Jahr gantz blind/es widerstund sich ein berühmter Ocu-list den Starren zu stechen / wurde a-ber nur schlimmer / sie wurde zu demGrab deß seeligen Bruder Clausen ge-führt / allwo sie etwas Liechts cm-pfund / man führte sie von dort zu dergeweßten Wohnung deß seeligen MaNs/die Augen wurden ihr mehrers eröfnet/sie verharret ein Monat lang zu Sax-len mit großem Vertrauen / und An-dacht zu dem seeligen Bruder Clausen/durch dessen Verdienst sie völlig sehendworden.
71. NN. Heiman aus dem Wal-Us wäre 6. Jahr blind / er verlobt sichzu dem Grab deß Seeligen ) auf demWeeg / da er über den Grümbselbergmenge/ fienge er an ru sehen / bey demGrab deß Seeligen ist ihm völliges Ge-sicht gegeben worden.
72. Sebastianus von Bach hat einZwey jähriges Kind / welches an einemFüßlein also erlahmet / daß es solches8 Tag lang nicht bewögen könte / erverspricht solches zu dem Grab deß see-llgen Bruder Clausen / kaum war das
Versprechen gethan / da könte das Kindstehen / und gehen wie zuvor.
73. Wolffgang Meyer von SanctWolffgang harre ein z iähriges Tech-terletn/ welches noch stehen noch gehenkönte/die Mutter tragt tolches zu demGrab deß seeligen Bruder Clausen /bey solchem stehet es / und gehet in derCapell/ als wall ihm niemahl nichts ge-prestet / ist völlig gesund.
74. Als zu Stanß/ und Buchs dieSucht der Pcstilentz starck eingerlsscn /that man ein allgemeine Lands - Wall-fahrt zu dem seeligen Bruder Clausen/es ersännen auch bey solcher vrl schon mitder Pest behaffre Persohnen / alle ,eyndfrisch / und gesund von der Pest nachHauß kommen.
75. Ein andermahl wäre ein grosseDichsucht zu Stanß welche gar grossenSchaden under solchem verursachet /man verrichtet die gemeine Walssahrtzu dem seeligen Bruder Clausen / indrey Tagen nach solcher ist die Suchtvöllig verschwunden.
76. Balthasar Bielman Hatte ein soungelößte Zung / daß er kein Wortverständlich auösprechen kovte/ er ver-spricht zu den Grab deß seeligen Bru-der Clausen/ von selbiger Zeit redteder Knab vollkommen / und verständig-lch.
77. Herr Johannes Schönenbieh!hat den Aussatz / ist derowegen in dasHauß der Aussätzigen verwistn worden/sein Frau besucht das Grab deß seeligenBr. Clausen / und die Capellen in demRanfft / bittet den seeligen Mann fürdie Gesundheit ihres Herren / widcr-holet solche Besuchung zum öffteren /nach zwantzig Wochen ist der Aussatzverschwunden / er kommt frisch / undgesund wider in sein Hauß.
78. FraU Maria Schumacherin vonLucern hatte über ein Jahr lang einstrenges Fieber / und fast beständigesSchweifen der Nasen / nahm an Kraff-tcn ab / und wurde also verzehret / daßkein einige Hoffnung ihres Genäsens /sie verrichtet die Wallfahrt zu dem see-ligen Bruder Clausen/ wird in z. Wo-chen von beyden Kranckheiren befteyet.
79 . Herr Jacob Bircher voncern / als er zwey Jahr alt / ward anden Füssen völligcontract/ also/ daßdie Knye biß zu dem Mund reichten /alle Kunst / und Mittel waren umsonst/man verspricht das Kind zu oem fetti-gen