Einsidler / und Beichtigtt. 42-
41. Heinrich Krauer von Lucernwurde ein halbes Jahr lang gantz Unsin-nig / das man ihn an Ketten geschlagen /die Seinige versprechen ein Fahrt zudem seeligen Bruder Clausen/ alsobaldkomt er zu voriger Vernunfft.
42. Ein Priester auß der Lauthe-ren Lucerner Gebieths wäre ebenfahlsUnsinnig / man führt ihn under denRock deß seeligen Bruder Clausen /ist nach wenig Lagen völlig genasen.
43 - Herr Johannes Wirtz Land-Nmman hatte ern Kind/ welches einLeistenbruch gehabt/ man schätzte/daßsolchem ohne Schnitt nicht zu helffen /welches der Vatter nicht wolle gesche-hen lassen/ sucht Hilff bey dem allge-meinen Artzt dem seeligen Bruder Clau-sen/ das Kind würd zu dessen Grabgetragen / und von solcher Zeit vori-ger Schmertzen gantz befreyet.
44. Herr Johann Zelger wurdeein Kind gebohren/ an welchem überangemeldte Mittel / kein Leben ver-merckt wurde / man verspricht ein Wall-fahrt zu dem seeligen Bruder Clausen/alsobald thut das Kind sich bewegen /und ist srrsch/ und gesund worden.
45. Caspar Imfeld von Altnachtgienge einstens über den Schlieren-Stäg / als das Wald - Wasser durchein Wolckcnbruch sehr angelogen / großBaum/ und Stein mit sich führte / derStäg ist mit ihm gebrochen/ und erin das leistende Wasser gefallen/ insolcher Gefahr verlobt er sich zu demseeligen Bruder Clausen/ er wurdeUnder Stock / Bäumen / und Steinenein Mußgetten- Schutz weith hingeris-sen/ und von dem wüthenden Wasserin Mitten des Stroms auf ein Sand-Und Steinrüum ausgeworffen / verbli-be auf solchem bey zwey Stunden oh-ne menschliche Hilff/ wäre in neuer Ge-fahr dorten zu ersriehren / rufft wide-rum von gantzem Hertzen den seeligenBruder Clausen an / ergreifft einendaher schwimmenden Zaunstecken/ suchtMit solchem die Liesse des Wassers zuergründen/ schine aller unmöglich dar-durch zu kommen/ nichts dkstowenigerwagt er sich mit grossem Vertrauen zudem seeligen Bruder Clausen in dasWasser / ist auch glücklich an das Ge-stadt kommen/ wäre aber von Stei-nen/ Stöcken/ und Hvltzeren an demgantzen Leib also gequetschct/ daß dieHaut gantz schwartz/ und blau/ undderowegeu kaum einem Menschen gleichsahe/ seine Kleider waren mit Sandalso angefüllt / daß sie zu 60. Pfund
k. k. lViurer- Die H. Sichweitz.
gewogen / ist dannoch ihm kein wet-theren Schaden erfolget.
46. Herr Lambert Stultz wurde ne-ben 18. anderen Persohnen/ alserna-cher Lucern schissen wolle von einem ent-setzlichen Wind / und Wetter aufdemSee also angefallen / daß die Wellenbey nachem das Schiff mit Wasser an-füllten/ in solchem wüthen deß Sees bra-che der Stem- Ring / das Stühr. Ru-der wurde unbrauchbar / der Steur-mann fallt vor Mattigkeit/ undForchtin -Ohnmachten in das Schiff/ es wä-re der einte Nebend-Port deß Schiffsschon halb gebrochen / in diser äusser-sten Gefahr thaten alle in dem Schiffsich zu dem seeligen Bruder Clausenverloben / auf welches der Wind sichgesetzt/ das Schiffzu Land kommen.
47 - Ein Knab Paulus Anderhal-den verlohre das Gehör io. Tag / diefromme Eiteren versprechen ein Fahrtzu dem seeligen Bruder Clausen / andem Tag dises Versprechens erlangtder Knab das Gehör»
48. Frau Barbara Rüeplem vonFrauenfeld reisetevon Frauenfeld naherSarnen / allwo sie verheurathet / aufderReiß ist sie in einem Zwlnglischen Orthvon einer schwären K'ranckheit überfal-len worden sie rufft den seeligen BruderClausen an/ daß er ihrverhilfstich seynwolle an ein Catholisches Orth zu gelan-gen. Es hat sich so vil gebesseret / daß siebiß auf Roth Lucerner Gebieths kom-men / allwo sie die Kranckhm auf einneues ergriffen / würd kranck nacheeHauß geführt. Die Kranckheit thätedurch 10. Wochen also zunehmen/ daßdie Medici ihr nicht mehr helffen kön-ren. Sie that ein Versprechen demseeligen Bruder Claus / ihr mit Per-lein gestickte Haubt-Zierd bey seinemGrab zu opfferen. Weile sie aber her-nach / da sie gesund worden / etwas Reugetragen / und das Geld für solcheHaubt-Zierd zu geben sich enrjchlossen/ist sie widererkrancket/sie erkennet ihrenFehler / legt das versprochne Opsserab/und erlangt vorige Gesundheit.
Dise Miracul / wie oben gemeldt /wurden nach Rom geschickt.
Neben gemeldten eydtlichen in ge-meldten Processen abgelegten Wunder-wercken ist die Zahl derselbigen von derZeit / da durch die vullss Oememis IX.& Clementis X> zugelassen den DienerGottes als einen Seeligen zu verehren/mit der Andacht deß Volcks also ge-wachsen/ daß dre Grabstatt deß ftelst
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