Einsidler / und Beichtiger. 4^
Unserm vilgeliebten Bruder Joanni Wag-
ner Convcrs deß Carthüuscr - Ordens. Pabst Innocentiusder achte dises Nahmens.
Jeder Sohn Unsern Gruß /und Apostolischen Seegc. Duhast uns bundc gethan / undÜUiwiflm gemacht/wie das dir zuBesiserung deines Lebens / und GOtcdem Ällmächngcii desto jnniglicherzudienen in das Goreshäuß Ictm-gen Lnrehäustr -- Ordens / tth Lo-ßantzev Lnschthum / lind Mälnizerprovintz gelegen / eingeereecen /und in demstlbigeN die profeß / wiesolche von den Leyeubrüdern da-stlbst zugrschcheu pflegt/ gethan /und alldorc ein Zeitlang ohne Blaggelebt habest / dieweil aber / unddeine nach solches Gottshaußgantzbaufällig / also daß es zuerbauenNochürsttig/ und die Leyenbrüderzu solchem werck ostc berustcn/undgebrauche werden / also daß dunicht hostest a«r gemelcem Orc deinGoctsdienst / wie Zuvor / außzü-warten 1 derowegen habest du einBegierd bckvnnnenin einer Wildc-NUss t oder Einöde ZuwohtteN / da-mit du dem Allerhöchsten desto bes-ser dienen möchtest / auch uns deß-wegen demüthig ersucht/ daß wirauß Vätcerlicher gurwilligkeit di-sem deinem begehren ZuwillfahrcUuns würdigen wöllen: also vcrwil-ligcn wir dir hiemic/ als deiner
Ls solches Schreibe/ und erwünsch-te Bottschafft B. Hansen zu Handkommen / erlanget er auch vonseinem geistlichen. Herrn Prior / undVatter Henricd Ganser von Winker-thur auch vorauß von des gatttzen Ot-dens < GMeral der hohen Carthaüß inFranckteich / dem andächtigen HerrenAntonio de Carno gnädige Urlaub.Und schide hiemit noch dasselbige Jahr1489. von der Cärthauß Jttingen /Und seinen Vilgeliebten Brudern in seinlang begehrte / gleichwohl -noch Unbe-kannte Einöde / welche er im Schwei-Kerland mit Göttlicher Hilff/und Bey-stand Zufinben verhofike. Und als etjetzt nun hin / und her gezogen / kämeer auch in die Höhe des Pilatus-Bergs/an die Gegne/ so nun jetzt Hergotts-wald genannt wird/ in der Pfari Kriensgehörig/ Stund ob der löblichenP. Mureri Die H. Schweitz.
Bitt / und Begehren wohl geneigt/und lassen dir zu / daß du nach be-gehrter zuvor Er laubnuß vor dei-nem vorgesetzten Obersten / ob ditsie gleich von ihmc nicht erlangest/in einer groben Lleiduirg voirgrauen Tuch/ den z wesentlichendeines Ordens - Gelübden gemcßohne Fleisch / und iMewigeti Cili-cio/ oder härin Rleid/ so lang dNlebeN wiest/ etwann in einer Wild-nuß / oder Einöde / die du dir selbsterwählen Magst/ eintwcders allein/oder mit einem Gesellen wohNen /Und GOee dem Allerhöchsten nachLaut/ und Innhalt dists gegen-wärtigen Briests dienen mögest /nnangcschen der Apostolischen Con-stitucion/ und Ordnungen/ auchdes gemeldtcN Ordens/ Statuten/Und Satzungen/ ob sie schon mitEydr/ oder Häbstl. Bestätigung/oder auch sonst bebrästcigc wären/und alles desieN was sonst disemmag zuwiderstin. Geben zu RoiNbey St. Pctev under des Flschers-Pittschafft-Ring den 16. Maij /im Jahr 1489. Unsers pabststhums aber im fünffcen.
P. Farnesius.
Stadt Lucern. Auf disem Berg isteinem Wald/ oder Wildnuß fande er/ohne zweiffel auß Göttlicher Fürsehlmg/einen holen Felsen/ oder Flue/ mithohen Dannenbaumen/ Und dickenGestand umgeben/ so sich gegen einemgrausamen Neffen Thall/ und taufen-den Bach ( der Krienbach genannt )gegen der Sonnen Auffgang zöge. Di-se Wildnuß / und hole Felsen (so nochheut gcsehöwrtdk/L.vdet z.äliterStein-wurff ohn^efeht von der jetzigen Ca-pell) ob sie gleichwdhl von oben he-rab wegen länge der Zeit etwas über-fallen / und neulich diser Felß zu Er-bauung der neuen Capell zerbrochen /und gebraucht worden/ erwöhlete evihme der neue Einsidler/ nnd nähmesein Herberg im Felsen / da vollzogter erst mit rechtem Eyffer/ und Bestän-digkeit was er under der klösterlichenZ i i 2 Zucht/