Emsidler / und Vcichtiget.
grossen Ehren / und traurigen Gebär-de» in die oft genannte unser liebenFrauen Capell/^in eures von ihmeB.Hansen verordnetes Grab / zu der rech-ten Hand des Eingangs in die Kirche»zu der Erden bestattet. AIs nun B.Hans gestorben war/ fande man beyjhmeeinPäbstlicheVulla / oder Brieft/die hiervor zulesen/ darauß klarlichab-zunehmen/ Und vermerckt kau werden/was Stands/ Geschlechts / und Or-dens er gewesen seye/ auch was ihnevon dem strengen Carthüuscc-Ordenin dise Einöde getriben habe.
$»?■ «. WaS nun für ein Gott wohlge-fälliges / und verdienstliches Leben di-ser unser Br. Hans geführt habe /be-zeuget sonderlich für das erste/ daß dieMutter Gottes Maria die allerheilig-sie Jungfrau ihr dise Capell in demHergottowald mit ihrer Bewohnungso arigeuehm gemacht hat / daß sie Vi-sen Menschen grosse Hiiffcrzeigt/ so siem disem Orrh angeruffl haben / dessendie Wunderzeichen allda aufgezeichnetgure Zengnnß geben. Für das an/der so habe arich etliche andächtige Per-sohücn / so tnfc Capell oft mit Andachtbesuchen / vor wenig Jahren zu under-schtdlichen Zeiten einen hellen Glantz /und klaren Schein auß des seeligen B»Hansen Grab scheinen gesehen / darabsie dann ein sonderbare geistliche Freudempfangen. Drittens als auch imIayr i6cz. das Grab von alte wegensich von der Kirchenmaur bey. einemhalben Schuh voneinander thäte(danc§ hach in der Kirchenmaur/ und halbheraussen bey anderthalb Schuh breit/und vierdthalb Schuh hoch von gantzeugebrenntcn Ziegelsteinen so wohl derBoden als die Seiten mit der Cavei-Un gemacht) und solches der Edel Hr.Ludwig .von Weyl deß Raths zu Lu-cem/ als Pfleger der Kirchen / inbey-sein des H. Johann Brunners Pfarr-herren zu Kriens/ liesse eröffnen undabbrechen/ »ahme gemeldter Pfarrher:dle Gebein auß dem Grab / welche ei-nen sehr lieblichen Geruch von sich ga-ben/ also daß sie sich höchlich darab' verwunderten/ und GOtt um diseGnad / und geistliche Freud danckcten.Hernach legren sie alle Gebein wide»rum zusam'en tu das Grab / und lies-sen es wrderum von neuem vermauren.Letstlich als auch mehrgesagter HerrLudwig von Weyl im Jahr 1621. diseCapell abbrechen / und sie grösser vonNeuem aufferbauen lassen / ist das Grabdes S- Bruders auch eröffnet worden/. . die Gebein mit aller Ehrerbietung vonS 5 v. P. Rector der Societct Jesu/ undDerren/ Herren Johann Käyser Chor-
herrn der Stifft im Hcff zu Lucern /auß dem Grab genommen worden/ inein zinnene Sarch gelegt/ und in demnächstfolgenden Jahr 1622. als jetztdie Kirchen erbauet / und geweyhet /auch das schöne/ uud köstliche Grabvon einem gantz gehaunem Stein da-rin» sein B. Joannis BildnUß in sei-nem Carthauser Habit künstlich gehau-en/ und erhöhet/ so der Edel/ undGestreng Juncker Hans Ludwig Pfif-fer von Allishoffen verehret/ und mitgrossem Unkosten machen lassen / bereitwar / widerum bestattet worden. DieGrabschrifft aber lautet also : Hie tu*hcn die Gebein des seeligen Bruder:Hans N)agners Earthaujer Grdens/allhie U^aldbrudcrs / welcher? Ehrt»stc> treulich gedienet biß in ssrn letstcsEnde. Gierig in dtfe U)rlde im Jahr1489. Staube gottfcellglich im Jahrr 51-6. den 19. Tag Map. Als nundie Kirchen / und das Grab/ wie ge-sagt/ gantz vollendet war/ batte derEdel Herr Ludwig von Weyl in demMayen die Ehrwürdige Prirsterschafft4» Lucern/ deren 15. erschienen/ undnach einem gesungnen Ambt von unserlieben Frauen/ hat Her: Lempricster/oder Psarrherr die zinnene Sarch/ samtden Gebeinen / mit sonderer Reverentz/und Kirchen-Geprang in das neueGrab eingelegt / varbey neben gesag-ter Priesterschafft auch z. von dem klei-nen/ und 3. von dem grossen Rathwaren/ und Hütte man der CarthaußJttingen/ aus sonderbahren Gnaden/von des seeligen Bruders Gebein /den gantzen Kipffel von dem Haubkverehret/ und zugeschickt/ so dann ingesagtem Gottshauß ehrwürdig auf-gehalten/ und gesehen wird. Eswird auch so wohl ausgesagtemKiffel/als aus andern Gebeinen abgenom-men / daß der seelige Bruder ein gros-se/ und starcke Persohn Müsse geweßtsein/ welche Gebein auch oft/ und einlauge Zeit einen lieblichen/ und ange-nehmen Geruch mit grosser Verwun-derung der Gegenwärtigen von sich ge^geben. Wunderbatlich ist auch daßso vil fromme Persohnen / und sonder-lich die Handwercksleuth / welche ander Kirchen gearbeitet haben bekrüft-tiget/ daß 3. helle/ klare/ und glan-tzende Liechtcr zum öfftcrmnahl an un-derschidlichcn Tagen/ und hohen Fe-sten zu Nacht zwischen zwölff/ und einsin der Kirchen / und um dieselbe he-rum gesehen worden. Es halten aberalle fromme / und andächtige Menschenfestlglich darfür / es waren der 3. Wald-brüder Seelen/ und Geister/ sozuun-derschidlichen Zeiten an disem Ort ge-wöhnet/ und gestorben ftyud varun-
I i i 3 dev