4*o Von dem Gottseeligen Petro Camsio/
daß man achtete ein Mensch könnte na- worden / ist ein grosses Leyd bey jeder-türlicher Weiß damit sein Leben nicht mann entstanden / und hat so wohl dieerhalten. Wie er nun gantzzu Beth geler Clerisey/ als der Stadt-Rath sich be-gründ nach strengem sragk gefragt worr rathschlaget / an welches Orth sie disenden / was er essen möchte ? begehrt er teuren Mann / nach seinen Würden be-em Vögelein/ aber man hat keines den- statten könten/ oder solten/ und end-selbigö Tag auf dem Marckr zukauft? ge- lich einhelliglich beschlossen / daß manfunden: Wie es nun gegen demAbend ihnsolteindiefürnehmsteÄirchenzuSt.wäre/ und der Bruder traurig bey dem Niclausen für den hohen Altar begra-Canisio fasse/sihe da fliegt unversehens ben. Deß folgenden Tags aber/ eheein Vögelein in das Immer/ und lies- und zuvor man ihn in die Pfarrkirchense sich gar leichtlich fangen / welches er/ getragen/ haben ihn die Patres in ihrals wäre es von dem Himmel geschickt/ Capell gesetzet/ und ihn daselhst nachdem gottseeligen Mann gekochet/ der Christlichem brauch besungen. DieBaares auch geffen / und gesprochen: Seye stunde allda zugedeckt / so bald mana-GOtt gelobt / wie hab ich heut em so ber das Tuch hinweg gethan/ und da-stattliche Mahlzeit gehabt. Und als Volck das schöne/ und lebhaffte Ange-nun sich die Kranckhen also verweilet- ficht gesehen - ist erstlich ein grosses seuff-ist er an St.Thomä deß Apostels A- tzen/ und weinen/ und folgems ( alsbend/ dieweil er fich etwas bessers be- em jeder den S. Leib mir seinem Paterfunden / aufgestanden / und gebettet / noster berühren wöllen ) ein solches ge-bald darauff käme ihn ein grosses grau- treng entstanden / daß nicht außzufpre-fen an / daß er sich widerum in das chen. Nach Mittag um z. Uhr/ ist dieBeth begeben / gebeichtet / und begehrt Leicht mir vorgehender Clerisey / unddie 7. Bußpsalmen mit der Lytaney / Begleitung der gantzen Sradt/und Leu-auch die Geben / so man bey den Ster- tung aller Glocken zu St. Niclaus ge-benden jUgebrauchen pflegt durch die tragen worden / und nach der gesung-Brüder zusprechen. An dem folgenden nen Vesper / hat der Hr. Probst Vero-Tag hat er das hochheilig Sacrament nrus em Leichtpredig gehalten. End-» mir höchster Andacht empfangen / wel, lich zu Nacht ( dann man dem andach-ches er selbst begehrt / die H. Oelung gem Volck bey z. Stund die Begräb-gab man ihme nach Mittag. Als er nus auftichieben müssen ) ist der ver-nun die Augen ru der Thür gewendt / storbne Leib/ auß welchem ein überna*hat er mir den Fingern darauff gedeu- rürlicher / und lieblicher Geruch gespüh-tet sprechende: Sehet ihr nicht/ sehet ret worden/ in das verordnete Grabihr nicht ? aber die um ihn waren/ sa- begraben worden. Es haben 4. leib-hen nichts / doch hat niemand daran ge- liche Brüder / die Edlen von Dießbach/zweifflet / daß er nicht ein himmelifche einen vom weisem Marmel Stein überErscheinung gehabt habe. Er hat oft das Grab legen / und Herr Johannmir grosser Andacht das H. Creutz ge- Wild ein schönes Epitaphium / oderküsset/ und dasselbige in einer Hand Grabfchristr an die Wand henckcnlas-aehalten/ in der anderen Hand aber sen. Die Chorherren aber bey St. Ni-hieite er ein geweyhete brinnende Äerr clausen hielten dem Gottseeligen Cani-tzen ohn einige Anzeigung deß Schmer- sio fein Sibendten / und dreyssigstentzens / oder Todrsnörhen / und also gar Tag mit Andacht / und herrlichen Kir-be er semen H. Geist auf in die Händ chen * Gepräng. Zu Freyburg haltseines Schöpffers in dem Jahr 1597. an man in gemein darfür / daß PetrusSt. Thoma deß Apostels Tag / ein Canisius seye in seinem Todtbeth ge-wenig mehr als ein Viertel vor 4. Uh- betten worden / er solle die Stadt vorren deß Abends / feines Alrers mvem der bösen Sucht / oder Pest / so vor77. Iaht. difem offt darin zuregieren gepflegt hat/
^ ^ , c behüten / und verwahren / dessen er sich
c,p. xi, Bey disem seeligen End haben sich auch anerbotten/ und versprochen hab.befunden Herr Sebastianus Veronius/ Und sagen auch gemelte Freyburger /Probst bey St. Niclausen / 2. PP. nicht ohne sonderbahre Danckbahrkeit/Capucini/ 2. deß Raths/ und das daß von derselben Zeit an/ solche Suchtaantze Collegium / welche alle herum in ihr Stadt nicht kommen seye / oderknyeten/und betteten. Über ein Stund doch nicht weit um sich griffen habe /hernach hat sein Angesicht vil schöner ob sie gleichwohl in der na'he starck umgeschinen- als weil er gelebt hatte / an sich gerissen. Wie unden bewisen wird/den Hclnden hat sich auch ein liebliche/ wann wir sonderbahre Zeichenund rosenfarbe Färb sehen lassen. Als werden anzeigen
nun der Todt in der Stadt kundrbahr
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